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Moderne Myokardszintigraphie: Scanner für schlagende Herzen

Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, hat eine neue Leitlinie für Untersuchungen der Herzmuskeldurchblutung erarbeitet

(PresseBox) (Bad Oeynhausen, ) Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Burchert, hat gemeinsam mit zehn weiteren anerkannten Nuklearmedizinern aus Deutschland eine neue Leitlinie zur Untersuchung der Herzmuskeldurchblutung (Myokard-Perfusions-Szintigraphie) verfasst. Als koordinierender Autor und Oberarzt des Instituts hat Privatdozent Dr. med. Oliver Lindner die praxisorientierten Handlungsempfehlung für Ärzte seit 2009 federführend betreut.


"Die neue Leitlinie auf diesem Gebiet der Medizin war längst überfällig", betont Professor Burchert. "Die Nuklearmedizin hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Wir können heute Behandlungsmöglichkeiten anbieten, von denen wir vor zehn Jahren nur geträumt haben." Die Myokard-Perfusions-Szintigraphie ist ein nicht-invasives Untersuchungsverfahren, das die Durchblutung des Herzmuskels (Myokard) bildlich darstellt. Besondere Bedeutung erhält diese Behandlungsmethode bei der Diagnose von koronaren Herzkrankheiten. Bei dieser sanften High-Tech Medizin wird nur ein kleiner Zugang in eine Armvene gelegt und eine schwach radioaktiv markierte Untersuchungssubstanz injiziert. Eine spezielle Kamera zeigt die Durchblutungsverhältnisse im Herzen. Auf dem Monitor kann der Mediziner dabei dem Herzen beim Schlagen zusehen.

Die seit 1999 erstmals aktualisierte Leitlinie enthält geprüfte und in der Praxis getestete Anwendungs- und Einsatzempfehlungen für die Untersuchung und ist dadurch eine wichtige Orientierungshilfe für behandelnde Ärzte. Die wichtigsten Behandlungskriterien sind von den führenden Nuklearmedizinern Deutschlands übersichtlich und kompakt zusammengefasst. Herausgegeben wurde die Leitlinie Anfang April von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Sie ist als S1-Leitlinie akkreditiert und konsentiert bei der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) und kann dort auch heruntergeladen werden. (http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/031-006.html) Sie ist bis 2016 gültig.

Das Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung unter der Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Burchert ist im stationären Bereich zuständig für die Diagnostik von Patienten mit Herz- oder Stoffwechselerkrankungen. Im ambulanten Bereich werden die nuklearmedizinischen Verfahren zur Diagnostik von Herzerkrankungen angewendet. Das Ärzteteam arbeitet mit modernsten Untersuchungsmethoden (SPECT/CT, PET/CT, MRT).

Über Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen

Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, ist ein international führendes Zentrum zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 38.000 Patienten pro Jahr, davon 15.000 in stationärer Behandlung ist das HDZ NRW ein führendes Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier Universitätskliniken und Institute seit über 25 Jahren interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.

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