ARTs and AIR AWARD an Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München

(PresseBox) (München, ) Inspiriert von dem an Lungenkrebs verstorbenen, international renommierten Künstler Christoph Schlingensief wurde gestern erstmals der ARTs and AIR AWARD für besondere Projekte in der Lungenforschung von der Münchner Bank und der Stiftung AtemWeg verliehen. Der Preis ging an den Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München.

Der Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München wurde gestern im Münchner Residenztheater mit dem neuen ARTs and AIR AWARD ausgezeichnet, der von dem international renommierten Theatermacher Christoph Schlingensief inspiriert ist. Schlingensief stand der Stiftung AtemWeg und ihren Zielen nahe. Er starb 2010 an Lungenkrebs. Der Preis soll in Zukunft von der Stiftung jährlich für besondere Projekte in der Lungenforschung vergeben werden.

2011 steht der ARTs and AIR AWARD unter der Preispatenschaft von Nina Ruge, seine Realisierung wurde von der Star-Sopranistin und AtemBotschafterin Nadja Michael entscheidend vorangetrieben. "Mit dem Preis wollen wir den herausragenden Wert betonen, den Kunst und Forschung für die Gesellschaft leisten und zugleich Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Lungenerkrankungen schaffen", so Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der Münchner Bank. Bei der Verleihung sprachen Dr. Wolfgang Heubisch, bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Martin Kusej, Staatsintendant des Residenztheaters München und Nadja Michael Grußworte. Unter den Gästen waren Aino Laberenz, die Witwe von Christoph Schlingensief, die Atembotschafter Carola Ferstl, Lisa Martinek, Laszlo Maleczky von Adoro, des Weiteren Münchner Prominenz, unter anderem Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Der vor kurzem gestartete Lungeninformationsdienst bietet aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen aus allen Bereichen der Lungenforschung. Damit schließt der Dienst eine Informationslücke und gibt Patienten, Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in aktuelle Therapien und ein aktives Forschungsfeld. Neben dem bestehenden Internetangebot ist in einem zweiten Schritt geplant, einen telefonischen Auskunftsdienst einzurichten.

Hintergrund

Ursprünglich initiiert hatte Christoph Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz den Preis im vergangenen Jahr: Laberenz spendete für das jährliche Charity-Dinner der Stiftung ein Requisit aus der letzten geplanten Aufführung des Künstlers, einen mächtigen Thron, dessen Lehne einem Lungengeäst gleicht. Die Münchner Bank ersteigerte den Thron. "Der Thron ist aus Christoph Schlingensief letztem Stück S.M.A.S.H., das nicht mehr zur Aufführung kam. Das gesamte Bühnenstück und viele Requisiten sind gezeichnet von Schlingensiefs Krankheit, dem die Medizin nicht mehr helfen konnte. Dass seine Kunst uns zu dem Preis inspiriert hat, so die Aufmerksamkeit für Lungenkrankheiten vorantreibt wie auch die Forschung, hätte ihn sicher sehr gefreut", meint Kerstin von Aretin, Leiterin der Geschäftsstelle der Stiftung Atemweg. "Mit dem Preis wird der Preisträger symbolisch auf einen Thron gehoben".

Über den ARTs and AIR AWARD:

Der von Christoph Schlingensief inspirierte ARTs and AIR AWARD für besondere Projekte in der Lungenforschung wird 2012 von der Münchner Bank und der Stiftung AtemWeg verleihen. In Zukunft soll jedes Jahr ein namhafter Künstler seine Interpretation des Schlingensief-Thrones in Form von vier Miniaturen zum Ausdruck bringen. Eine dieser Miniaturen wird der Witwe Aino Laberenz überreicht, eine zweite wird beim nächsten Charity Dinner der Stiftung versteigert, eine weitere verbleibt bei der Stiftung und die vierte Skulptur wird als Preis überreicht. In diesem Jahr gestaltet der Berliner Aktionskünstler John Bock die Kunstwerke. Konzipiert und umgesetzt hat den Preis der internationale Opernstar und Atembotschafterin der Stiftung, Nadja Michael, die auch weiterhin den ARTs and AIR AWARD vorantreiben möchte.

Über die Stiftung AtemWeg:

Die Stiftung AtemWeg hat sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über Lungenerkrankungen aufzurütteln, aufzuklären und die Forschung durch Spendengelder zu unterstützen. Lungenerkrankungen sind weltweit die zweithäufigste Todesursache. Doch bislang erfahren die Lungenforschung und das Leid der Betroffenen noch zu wenig Aufmerksamkeit. Die Stiftung unterstützt vor allem das Comprehensive Pneumology Center (CPC) in München, ein weltweit anerkanntes Lungenforschungszentrum. Es geht der Stiftung darum, neben den festen Budgets des CPC, flexibel und kreativ die Forschung und die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern voranzutreiben. www.stiftung-atemweg.de

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