Symposium 'Öl im Meer'

Meeresumweltschutz

(PresseBox) (Geesthacht, ) Vom 17. bis zum 19. November veranstalten das Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH), das Helmholtz Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung (ehemals GKSS) und das Havariekommando (HK) das Symposium 'Öl im Meer' in Hamburg.

Rund 150 Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und interessierter Öffentlichkeit werden sich mit den Risiken, der Vorsorge und der Bekämpfung mariner Ölverschmutzungen auseinandersetzen.

Wie jüngste Szenarien im Golf von Mexiko deutlich gemacht haben, belasten Ölverschmutzungen nicht nur das Meer und seine Bewohner, sondern auch nachhaltig die Küstenzonen mit ihrer Flora und Fauna, ihren Wohn- und Erholungsgebieten.

Deutschland hat vorgesorgt
Schon lange verfügt Deutschland über eine effektive Überwachung und Strafverfolgung zur Bekämpfung von illegalen Ölleitungen auf Schiffen, durch die unerlaubt Öl ins Meer gelangt. Eine im BSH entwickelte Methode, die zweifelsfrei wie ein individueller Fingerabdruck eine eindeutige Zuordnung festgestellter Ölverschmutzungen ermöglicht, habe schon viele Ölsünder überführt, erklärte BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz. Hierzu gehöre auch ein spezielles Ausbreitungsmodell zur Driftvorhersage, mit dessen Hilfe Bekämpfungsmaßnahmen schnell und gezielt in Gang gesetzt werden können, so Breuch-Moritz weiter.

Zur Vorsorgeplanung für das norddeutsche Wattenmeer entwickelten Küstenforscher des Helmholtz Zentrums Geesthacht das "Sensitivitätsraster Deutsche Nordseeküste II", welches die Verletzlichkeit der Küstenbereiche und Flussmündungen gegenüber Ölverschmutzungen jahreszeitlich differenziert darstellt. So wäre das Havariekommando Cuxhaven bei einem Ölunfall in der Lage, die besonderen ökologisch empfindlichen Regionen vorrangig zu schützen.

Das Havariekommando leitet das Unfallmanagement bei größeren Ölunfällen auf See und an Ufern, Küsten und Stränden. Dazu entwickelt es Strategien und Techniken für das Unfallmanagement, koordiniert inhaltlich Training, Übungen und Ausbildung für die Einsatzkräfte, initiiert und begleitet Beschaffungen. Das Havariekommando vertritt die Bundesrepublik Deutschland u.a. in den Gremien zum Schutz der Nord- und Ostsee. (BONNAbkommen, HELSINKI-Konvention ) und der internationalen Konvention zur Bekämpfung von Ölverschmutzungen (OPRC) der Internationalen Schifffahrtorganisation (IMO).

Meeresumweltschutz darf keine nationale Angelegenheit sein. Um Schutzmaßnahmen wirkungsvoll durchzusetzen, müssen nationale und internationale Gesetzgebung ineinandergreifen. Auch hierzu wird auf dem Symposium Stellung bezogen.

Symposium Öl im Meer
17.-19. November 2010
Beginn: 17. November, 10:30 Uhr
Empire Riverside Hotel
Bernhard-Nocht-Straße 97

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.symposium-oel-im-meer.de

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