Stimmung im Baubereich verhalten positiv

(PresseBox) (Celle, ) Heinze Marktforschung befragt Aussteller der Bau 2009 / Trotz Finanzkrise überwiegend positive Stimmung / 70 % der Befragten spüren noch keine negativen Auswirkungen / 3 von 4 Ausstellern präsentieren Innovationen Celle. Fast könnte man glauben, der Baubereich bewege sich auf einem anderen Stern.

Trotz alarmierender Konjunkturmeldungen aus unterschiedlichen Sektoren sind die Entscheider in den produzierenden Unternehmen des Baubereichs noch eher positiv gestimmt. So jedenfalls legen es die Ergebnisse einer Online-Befragung der Heinze Marktforschung nahe, die direkt im Anschluss an die BAU in München durchgeführt wurde. 169 Vertreter von Unternehmen nahmen an der Untersuchung teil, wobei nur jeweils ein Entscheider pro Unternehmen befragt wurde. Voraussetzung war auch die unmittelbare persönliche Teilnahme an der Messe.

Hersteller sehen Wirtschaftskrise gelassen

Für 83 % der Aussteller hat sich die Beteiligung an der BAU gelohnt. Die empfundene Stimmung bewerten 90 % als gut bis sehr gut. Dafür haben die Hersteller im Vorfeld auch einiges getan. Drei von vier Unternehmen gaben an, auf der Messe innovative Produkte und Lösungen präsentiert zu haben. Ein deutliches Indiz für die optimistische Grundhaltung. Dies bestätigen auch die weiteren Ergebnisse der Untersuchung: Bei der Frage nach der wirtschaftlichen Entwicklung 2009, verbunden mit einer Einschätzung der eigenen Absatzpotenziale, gehen immerhin 36 % der Befragten davon aus, dass das aktuelle Jahr positiv verlaufen wird. Etwa die Hälfte gibt die Note 3 und nur 10 % sagen für ihr Unternehmen ein schwaches Jahr voraus. Die Absatzpotenziale in den internationalen Wirtschaftsregionen werden im Großen und Ganzen ebenfalls positiv gesehen.

Die gleiche Frage wurde bereits in einer Online-Untersuchung der Heinze-Marktforschung im September/Oktober 2008 gestellt. Die Ergebnisse weichen dabei trotz der derzeitigen negativen Schlagzeilen kaum voneinander ab und bestätigen den robusten Zustand der Baukonjunktur.

Insbesondere der öffentliche Bau genießt bei den Befragten ein positives Image: 58% gehen von einer guten bis sehr guten Nachfrage im laufenden Jahr aus. Nur 9 % glauben an eine Verschlechterung. Hier sind die politischen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket bereits deutlich abzulesen. Der Wohnbau wird hingegen etwas kritischer beurteilt: 20 % der Befragten sehen eine eher gute Nachfrage für das aktuelle Jahr. 30 % glauben, dass die Schattenseiten überwiegen werden.

Die optimistische Gesamtstimmung lässt sich auch an der Bewertung über die Folgen der Krise auf die Arbeitsplätze ablesen. Nur 11 % sehen derzeit bereits konkrete Auswirkungen. Hier nutzen die Unternehmen zunächst die Kurzarbeit, um die Nachfragerückgänge zu kompensieren. Ebenso wenig zeichnet sich in der aktuellen Situation eine Kreditklemme in den Unternehmen des Baubereichs ab. Lediglich 10 % der Befragten gaben an, die Finanzkrise erschwere die Aufnahme neuer Kredite.

Dass die Krise spurlos am Baubereich vorbeizieht, glaubt trotz der überwiegend positiven Einschätzung niemand. Das "Krisen-Maximum" wird von den meisten Befragten in gut einem halben Jahr erwartet - also in den Monaten Juni bis August 2009.

Andere Markteilnehmer im Baubereich ebenfalls optimistisch

Die Herstellervertreter wurden auch danach befragt, wie sie die Stimmung und Erwartungen bei ihren Gesprächspartnern auf der BAU einschätzen. Hier zeigt sich ebenfalls ein überwiegend positives Bild. Insbesondere Handwerker, Architekten und Händler lassen einen breiten Optimismus erkennen, Endverbraucher und Wohnungsunternehmen sind etwas vorsichtiger. Die Einschätzung der Stimmung bei Architekten und Planern deckt sich im Übrigen mit den Ergebnissen einer Befragung, die die Heinze Marktforschung im Dezember 2008 in dieser Zielgruppe durchführte. Die genannten Baubeteiligten profitieren wie die Hersteller auch von den Bauüberhängen, die wie ein Puffer wirken und die kurzfristigen Auswirkungen der Finanzkrise dämpfen. Außerdem ist die Modernisierung mit einem Marktanteil von 71 % ein relativ stabiler Markt, der die negativen Effekte des "kleineren" Neubaus ebenfalls abmildert.

Zur Befragung

695 Aussteller der BAU 2009 in München (Hersteller von Bau-, Einrichtungs- und Ausstattungsprodukten ohne Verbände, Softwarehäuser, Verlage) wurden zur Online- Befragung per E-Mail eingeladen. Insgesamt haben sich 195 Entscheider an der Umfrage beteiligt; das entspricht einer Rücklaufquote von knapp 30%. Nicht alle Teilnehmer waren allerdings persönlich auf der BAU, sodass sich die Basis auf 169 verringerte.

Die Befragung fand in der Zeit von Ende Januar bis Anfang Februar statt

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