Innovationsforscher aus Stanford und vom HPI treiben Projekte voran

(PresseBox) (Potsdam, ) Zu ihrem fünften Workshop treffen sich Forscher der Stanford University und des Hasso-Plattner-Instituts heute und morgen am HPI. Die 55 Wissenschaftler, davon 17 aus Palo Alto, arbeiten in dem gemeinsamen Innovationsforschungsprogramm zusammen, das Stifter Prof. Hasso Plattner im Herbst 2008 gestartet hatte. Es läuft über acht Jahre, wird von den Professoren Christoph Meinel (HPI-Direktor) und Larry Leifer (Stanford University) geleitet und soll dazu beitragen, Innovationsprozesse mit all ihren Einflussfaktoren von Grund auf zu analysieren und zu verstehen. Die wissenschaftliche Forschung konzentriert sich auf das "Design Thinking", eine Kultur des ingenieurartigen und kreativen Entwickelns von Innovationen für alle Lebensbereiche. Untersucht wird, welche technischen, wirtschaftlichen und menschlichen Faktoren diese Methode so erfolgreich machen.

Auf dem Workshop werden die gegenwärtig 15 Forschungsprojekte präsentiert und diskutiert. Die Beiträge werden in Kürze auf der Tele-Teaching-Plattform www.tele-task.de zu betrachten sein, ebenso wie der Gastvortrag von Prof. Kees Dorst von der University of Technology in Sydney. Er spricht zum Thema "The Nature und Nurture of Design Thinking". Bei begleitenden Aktivitäten in Berlin und Potsdam soll auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Teams aus Palo Alto und Potsdam gefördert werden.

Hintergrund Design Thinking-Forschung Im Rahmen des von Stifter Prof. Hasso Plattner finanzierten bilateralen Forschungsprogramms untersuchen multidisziplinäre Teams von Wissenschaftlern der Stanford School of Engineering und des HPI vor allem, wie die Design Thinking-Methode mit den im technischen Bereich (zum Beispiel in der Informationstechnologie) sonst üblichen Herangehensweisen verbunden und wie bei der Zusammenarbeit von verteilten kreativen Entwicklungsteams räumliche und zeitliche Begrenzungen überwunden werden können. Ferner interessiert die Stanford- und HPI-Forscher zum Beispiel auch die Frage, wie man in unserer multidisziplinären, arbeitsteilig organisierten Welt Innovationskraft lehren und lernen kann. Zudem geht es um die Erforschung von Kenngrößen, welche die Leistung von Entwicklerteams vorhersagbar machen und die Steuerung erleichtern. In einem der 13 Projekte wird gerade ein innovatives Werkzeug für die persönliche Echtzeit-Interaktion in verteilt arbeitenden Teams entwickelt. Die Lösung heißt "Tele-Board" (http://www.hpi.uni-potsdam.de/meinel/projekte/tele_board.html).

Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.

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