Nach guten Zahlen für das zweite Quartal

IMK wird Prognose für Wirtschaftswachstum auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung wird seine Konjunkturprognose für 2010 deutlich anheben. "Wir werden unsere Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft wahrscheinlich auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen", sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der Wissenschaftliche Direktor des IMK.

Bislang hatten die Ökonomen für 2010 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um zwei Prozent gerechnet - und damit schon Ende vergangenen Jahres einen relativ hohen Wert prognostiziert. "Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute für das zweite Quartal geliefert hat, sind aber so sensationell gut, dass für das Gesamtjahr ein noch stärkeres Wachstum absehbar ist", so Horn. "Jetzt zeigt sich in aller Deutlichkeit, wie kräftig die weltweiten Konjunkturprogramme die Wirtschaft angeschoben haben. Allerdings laufen die meisten davon im Laufe diesen Jahres aus. Erst danach wird sich zeigen, ob die deutsche Wirtschaft nur eine Erholung nach der tiefen Krise erlebt, oder einen selbst tragenden Aufschwung. Wir sehen da noch eine Menge Risiken."

Vor diesem Hintergrund warnt der Konjunkturexperte vor "Euphorie, die den Blick darauf verstellt, dass wir in Deutschland noch einige Hausaufgaben zu machen haben." Der staatliche und der private Konsum hätten sich zwar in jüngster Zeit etwas besser entwickelt, blieben aber im internationalen Vergleich weiter schwach. "Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor nur auf einem Bein: dem Export. Das macht uns abhängiger vom Ausland, als es sein müsste." Sowohl höhere staatliche Investitionen als auch eine stärkere, produktivitätsorientierte Lohnentwicklung seien nötig, um die Binnennachfrage zu stärken, so Horn.

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