Stimmung im Handwerk hellt sich auf

Frühjahrskonjunktur: Umfrage gibt Anlass zu Optimismus

(PresseBox) (Wiesbaden, ) Dem Handwerk in Ober-, West- und Mittelhessen hat die Wirtschaftskrise nicht so sehr zugesetzt wie anderen Wirtschaftsbereichen. Die Daten der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Wiesbaden geben Anlass zu dieser Analyse, denn danach ist die konjunkturelle Talfahrt gestoppt. Die unter mehr als 1.000 befragten Handwerksunternehmen in Ober-, West- und Mittelhessen durchgeführte Umfrage betrachtet die wirtschaftliche Entwicklung der Monate Januar bis März. Demnach bezeichnen 67,2 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" oder "befriedigend". Dies seien fast zehn Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Damals startete das Handwerk mit nur 57,6 Prozent zufriedener Handwerksunternehmer in ein insgesamt durchwachsenes Jahr. Kammerpräsident Klaus Repp: "Der Jahresauftakt 2010 gibt Anlass zu mehr Optimismus."

Auch die einzelnen Konjunkturindikatoren belegen einen positiven Jahresstart. So haben sich die Auftragseingänge verglichen mit dem Jahresbeginn 2009 weiter positiv entwickelt und tragen zu einer stabil gebliebenen Betriebsauslastung bei. Aktuell registrieren 55,4 Prozent der Handwerksbetriebe gestiegene oder zumindest gleich gebliebene Auftragseingänge. Im 1. Quartal 2009 waren es nur 47,8 Prozent. Das positivere Geschäftsklima hat auch Auswirkungen auf die Investitionsneigung. 22,6 Prozent der Betriebe sahen sich in der Lage, Investitionen vorzunehmen - über 5 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Noch nicht so positiv stellt sich im 1. Quartal 2010 die Umsatzentwicklung dar, wie man es nach der verbesserten Auftragseingangslage hätte vermuten können.

Lediglich 48,4 Prozent der Handwerksunternehmer im Kammerbezirk melden gestiegene oder zumindest konstant gebliebene Umsätze. Gegenüber dem letzten Quartal des Jahres 2009 hat sich der Wert um 19,3 Prozentpunkte verschlechtert.

Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes zufolge sei die frühlingshafte Stimmung bei der Beschäftigtensituation noch nicht ablesbar. Das erste Quartal des Jahres schloss mit einem negativen Beschäftigtensaldo in Höhe von -9,4 Prozentpunkten. Während in 6,6 Prozent der Betrieben Einstellungen vorgenommen werden konnten, mussten sich 16 Prozent der Handwerksunternehmer von Mitarbeitern trennen. 77,4 Prozent der Handwerksunternehmer im Kammerbezirk Wiesbaden hielten die Mitarbeiterzahl konstant. Brandes: "Die bislang immer noch registrierte Stabilität auf dem handwerklichen Arbeitsmarkt gibt damit etwas nach."

Zuversicht für die Sommermonate

Die erwartete günstige Auftragsentwicklung veranlasst mehr als drei Viertel (76,6 Prozent) der befragten Unternehmer ihre zukünftige Geschäftslage als gut oder mindestens zufriedenstellend einzuschätzen. In allen Handwerksgruppen sind die Betriebsinhaber zuversichtlich, dass sich ihre Geschäftslage im 2. Quartal positiv entwickeln wird.

Roter Teppich für Lehrstellenbewerber

Brandes machte zudem deutlich, dass die demografische Entwicklung und die teilweise unzureichende Qualifikation vieler Lehrstellenbewerber zu einem Fachkräftemangel führen könnte. Eine engere Verzahnung von Schule und Arbeitswelt sowie eine gezielte Berufsorientierung seien unabdingbar. Die Anfang 2010 gestartete Imagekampagne des Deutschen Handwerks habe zudem zum Ziel, Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.

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