Handwerksbetriebe haben Wirtschaftskrise überwunden

Handwerkswirtschaft nimmt Fahrt auf und bleibt optimistisch

(PresseBox) (Wiesbaden, ) "Die Konjunkturumfragen der beiden ersten Quartale des Jahres 2010 lassen den Schluss zu, dass das Handwerk in Ober-, West- und Mittelhessen die Wirtschaftskrise weitgehend überwunden hat." Zu dieser Einschätzung kam der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, anlässlich der traditionellen Halbjahrespressekonferenz in Wiesbaden. Repp sagte, dass knapp 73 Prozent der Handwerksunternehmer ihre wirtschaftliche Lage im ersten Halbjahr 2010 als "gut" oder "befriedigend" bezeichneten. Damit seien die positiven Geschäftslagebeurteilungen gegenüber dem Vergleichszeitraum um 11 Prozentpunkte gestiegen.

Auch die Auftragseingänge und die Umsatzentwicklung stellten sich Repp zufolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum wesentlich erholter dar. So registrierten in den Monaten Januar bis Juni 2010 durchschnittlich 65 Prozent der Handwerksunternehmer im Wiesbadener Kammerbezirk einen gestiegenen oder zumindest gleich bleibenden Auftragseingang, das ist deutlich mehr als im Bezugszeitraum des Vorjahres (55 Prozent). 62 Prozent der Teilnehmer an der Konjunkturumfrage geben an, dass ihre Umsätze im ersten Halbjahr gestiegen oder gleich geblieben sind. Im ersten Halbjahr 2009 betrug dieser Wert 55 Prozent.

Optimistischer Ausblick auf das 3. Quartal

Die Handwerksunternehmer erwarten auch in den nächsten drei Monaten eine positive Geschäftsentwicklung. Mehr als vier Fünftel gehen davon aus, dass sich ihre Geschäfte gut oder mindestens zufriedenstellend entwickeln.

Der Geschäftsklimaindex, der sich aus den jetzigen und zukünftig erwarteten Geschäftslagen bildet und der maximal 100 Punkte erreichen kann, weist Ende Juni 2010 einen Stand von knapp 80 Punkten aus. Dies ist ein weitaus höherer Wert als zum Referenzzeitraum des Vorjahres - damals konnte lediglich ein Indexwert von 65 Punkten erreicht werden. "Dies kann als weiteres Merkmal gewertet werden, dass das Handwerk die Krise überwunden hat", so der Kammerpräsident.

Ausbildung: Positive Zwischenbilanz

Die Ausbildungssituation im Wiesbadener Kammerbezirk stellt sich zum Stichtag 30. Juni 2010 positiv dar, wobei Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes deutlich machte, dass es sich um eine Zwischenbilanz handelt. Demnach sei im Zählzeitraum 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 aktuell ein Plus von 9,4 Prozent an neu eingetragenen Lehrverträgen gegenüber dem Vorjahreswert zu verzeichnen. Die Anzahl der neuen Lehrverträge stieg damit von 1.524 auf 1.668. "Eine zuverlässige Prognose über das Jahresendergebnis ist noch verfrüht, aber man kann feststellen, dass die Handwerksbetriebe bei der Ausbildung die Zeichen der Zeit verstanden haben. Sie werben frühzeitiger als in der Vergangenheit um Lehrlinge."

Gegen Umweltzone; pro Stadtmuseum

Die Handwerkskammer Wiesbaden sprach sich zudem gegen die Einrichtung einer Umweltzone in der Landeshauptstadt aus. Brandes vertrat die Auffassung, dass entsprechende Überlegungen negative Auswirkungen auf den Kunden- und Lieferverkehr haben würden und Nachrüstungen mit Russpartikelfiltern teuer und teilweise nicht möglich seien. Neben dem bürokratischen Aufwand und den finanziellen Kosten für die Handwerksbetriebe sei der Nutzen einer Umweltzone zudem wissenschaftlich umstritten. Der Hauptgeschäftsführer sprach sich ferner für den Bau eines Stadtmuseums in Wiesbaden aus. "Das Handwerk hat ein starkes Interesse am Stadtmuseum, deshalb hoffen wir auf eine schnelle Umsetzung dieses Projekts", so Brandes.

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