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Ehinger: "Das Grundgesetz zwischen Handwerk und Politik"

Handwerk und Stadt unterzeichnen "Entwicklungsprogramm Frankfurter Handwerk" - Einigung zum Thema Vergabepraxis

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Das regionale Handwerk hat gestern gemeinsam mit der Stadt Frankfurt das "Entwicklungsprogramm Frankfurter Handwerk" unterzeichnet. Oberbürgermeisterin Petra Roth und Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, stellten das Papier beim alljährlichen Treffen der Frankfurter Obermeister am Donnerstagabend vor. Beide beschrieben das Programm als "wegweisend" und als "Grundgesetz" zwischen Handwerk und Politik.


"Ich freue mich daher sehr, dass wir heute einen weiteren Meilenstein in unserer Zusammenarbeit setzen können. Es ist eine umfassende Zusammenschau, die es so noch nie in unserer Stadt gegeben hat", so Oberbürgermeisterin Petra Roth. Das Entwicklungsprogramm beschreibt wichtige Bereiche der konstruktiven Zusammenarbeit von Politik und regionalem Handwerk. Es benennt Zielvorgaben für künftige Projekte, etwa in den Bereichen Ausbildung und Wirtschaftsförderung.

Handwerk und Politik einigten sich auch darauf, dass bei der Vergabe städtischer Aufträge die Interessen ortsansässiger Betriebe künftig besondere Würdigung finden sollen. So verpflichtet sich der Magistrat nun, durch eine interne Handlungsempfehlung an die Ämter das Ziel einer mittelstandsorientierten Vergabepolitik zu fördern. Bei Vergaben von öffentlichen Aufträgen sollen künftig die Möglichkeiten der erleichterten Vergabe in stärkerem Maße Anwendung finden. Der Magistrat bekennt sich darüber hinaus zum Schutz kleiner und mittlerer Betriebe der Region vor unseriösen Anbietern und Lohndumping.

"Ich denke, die Unterzeichnung ist ein großer Erfolg für das Frankfurter Handwerk und eine gute Grandlage für die künftige Zusammenarbeit mit der Politik. Wir hoffen, dass das, worauf wir uns nun geeinigt haben, auch künftig praktisch Umsetzung findet", sagte Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger und lobte ausdrücklich die jahrelange gute Zusammenarbeit mit Oberbürgermeisterin Roth. "Die Gesellschaft hat in den kommenden Jahren viel vor. Das regionale Handwerk ist dabei unverzichtbarer Partner der Gesellschaft. Wir sind dankbar, dass die Politik und andere Partner dies erkannt haben." Ehinger verwies hierbei unter anderem auf die Bereiche energetische Gebäudesanierung, energiesparende Gebäudetechnik, barrierefreies Wohnen oder alternative Antriebstechnologien. "Ohne das Handwerk geht es eben nicht", so der Kammerpräsident.

Magistrat und Handwerk wollen ihren Dialog auch in weiteren Bereichen intensivieren, zum Beispiel im Bereich der Förderung von Existenzgründern. Fragen der Fachkräftesicherung und -Qualifizierung, sowie die Themen Umwelt sowie der Bereich "familienfreundliche Stadt und familienfreundliches Handwerk" werden im Papier ebenfalls angesprochen.

Der vollständige Text des Entwicklungsplans Frankfurter Handwerk ist auf der Internetseite der Kammer Frankfurt-Rhein-Main www.hwk-rhein-main.de abzu-rufen.

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