Gute Auftragslage und hohe Auslastung sorgen für positive Stimmung

(PresseBox) (Oldenburg, ) Im oldenburgischen Handwerk stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Das zeigen die Ergebnisse der von der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg veröffentlichten Herbst-Umfrage bei ihren Mitgliedsbetrieben. Danach halten 92 Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage für gut oder sind zufrieden (Herbst 2009: 79 Prozent). 90 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft und gehen davon aus, dass die positive Geschäftsentwicklung anhält oder sich noch weiter verbessert. Damit erhält der im Frühjahr begonnene Aufwärtstrend im Handwerk Auftrieb. Die Ergebnisse einzelner Konjunkturindikatoren wie Umsatzentwicklung und Auftragseingang sind besser als im Vorjahr. Dagegen haben sich die Einkaufspreise für die Unternehmen weiter erhöht.

Da die Binnennachfrage im Vergleich zum Export noch verhalten sei, könne im Handwerk aber noch nicht von einem selbsttragenden Aufschwung gesprochen werden, urteilt die HWK. In die Umfrage seien außerdem die positiven Auswirkungen der langsam auslaufenden Konjunkturprogramme eingeflossen. Für die Handwerkswirtschaft und die Stabilisierung des Wachstumstrends seien deshalb auch künftig flankierende Maßnahmen notwendig. Das Einfrieren der KfW-Fördermittel zur energetischen Sanierung von Gebäuden habe bei den Verbrauchern zu einer deutlichen Verunsicherung geführt. Aus Sicht des Handwerks sei dies ein falsches Signal an die privaten Verbraucher und außerdem ungeeignet, um die gesteckten energiepolitischen Ziele zur CO2-Einsparung zu erreichen.

Im Bauhauptgewerbe bewerteten 93 Prozent der Unternehmen (Herbst 2009: 80 Prozent) ihre Geschäftslage mit gut bis befriedigend. Von steigenden Umsätzen berichteten 47 Prozent. Die Erwartungen sind positiv: 86 Prozent der Betriebe rechne für die kommenden Monate mit einer guten bis zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung (Herbst 2009: 76 Prozent).

Im Ausbauhandwerk waren 91 Prozent der Betriebe mit ihrer Situation zufrieden, acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr. 93 Prozent erwarten einen anhaltenden konjunkturellen Aufwärtstrend und gehen von einer weiter positiven Entwicklung der Geschäftslage aus. Bei der Herbstumfrage vor einem Jahr waren dies nur 81 Prozent.

Besonders stark belebt hat sich die Nachfrage bei den Handwerksbetrieben für den gewerblichen Bedarf (Maschinenbaumechaniker, Werkzeugmacher, Dreher, Elektromaschinenbauer), die als Zulieferer für die Industrie vom anziehenden Export profitieren. 94 Prozent berichteten von einer aktuell guten bis zufriedenstellenden wirtschaftlichen Lage. Im Herbst 2009 waren dies nur 70 Prozent. An die geschäftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten haben die Unternehmen zum überwiegenden Teil hohe Erwartungen.

Im Kraftfahrzeughandwerk scheint die eingetrübte Stimmung nach dem Auslaufen der Abwrackprämie überwunden. 90 Prozent der Unternehmen und damit 23 Prozent mehr als vor einem Jahr waren mit ihrer gegenwärtigen Lage zufrieden. Die große Mehrheit der Betriebe rechnet für die kommenden Monate mit guten Umsätzen.

Gute Stimmung herrscht nach wie vor im Nahrungsmittelhandwerk. 90 Prozent der Unternehmen bezeichneten ihre Auslastung und Umsätze als gut oder waren zufrieden. Für die Zukunft gehen die meisten Unternehmen von einer ähnlich hohen Nachfrage aus.

Bei den Gesundheitshandwerken hat sich die Geschäftslage nach einer langen Durststrecke verbessert. Ein Großteil der Branche hat die massiven Umsatzrückgänge der vergangenen Jahre annähernd kompensieren können. 78 Prozent der Unternehmen bezeichneten ihre Situation als gut oder befriedigend.

Bei den Dienstleistungshandwerken (Friseure, Schuh- und Uhrmacher, Gebäudereiniger) macht sich die verbesserte Stimmung bei den Verbrauchern bemerkbar. Nach Jahren mit rückläufigen Umsätzen meldeten die Unternehmen gegenüber dem Vorjahr eine gestiegene Auslastung. 90 Prozent der Unternehmen bezeichneten ihre Situation als gut oder zufriedenstellend. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt eine Steigerung um 19 Prozent.

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