Handwerkskammer befürchtet Mehrbelastungen

Neues Rundfunkfinanzierungsmodell

(PresseBox) (Lübeck, ) Die Handwerkskammer befürchtet durch das ab 2013 geplante Finanzierungsmodell für den öffentlich rechtlichen Rundfunk erhebliche Mehrbelastungen für Handwerksbetriebe. "Wir haben auf der Grundlage der bereits bekannten Eckpunkte erste Beispielrechnungen durchgeführt", erklärt Hauptgeschäftsführer Andreas Katschke. "Danach würde eine Bäckerei mit acht Filialen und 12 Fahrzeugen für angemeldete Radios zukünftig fast 3.400 Euro zahlen müssen. Heute zahlt sie für angemeldete Radios 276 Euro im Jahr", so Katschke.

Grundsätzlich sei es richtig, von der gerätebezogenen Gebühr wegzukommen. Die Vorzüge des neuen Modells würden aber durch falsch gesetzte Eckpunkte wieder zunichte gemacht. Besonders die vorgesehene Beitragsstaffelung nach Beschäftigten pro Filiale und die pauschale Einbeziehung jedes einzelnen Fahrzeugs stoßen im Handwerk auf Ablehnung.

Gebührenrechner

Damit jeder Betriebsinhaber einschätzen kann, welche finanziellen Auswirkungen das neue Modell für seinen Betrieb hätte, hat die Handwerkskammer einen Gebührenvergleichsrechner entwickelt, mit dem sich die zukünftigen Rundfunkbeiträge ermitteln lassen. Der Rechner steht unter www.hwk-luebeck.de in der Rubrik Aktuelles zum Herunterladen bereit.

"Handwerksbetriebe sollten den Rechner nutzen und uns ihre Vergleichsrechnung zukommen lassen", rät Katschke. "Wir wollen diese Beispiele sammeln, um zu belegen, dass die derzeit geplante Ausgestaltung alles andere als mittelstandsfreundlich ist. Damit wollen wir auf den für Ende August vorgesehenen Referentenentwurf zu dem neuen Gebührenmodell Einfluss nehmen."

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