Fortbildung zahlt sich aus: Meister-BAföG ab 1. Juli 2009 verbessert

(PresseBox) (Lübeck, ) "Das ist eine gute Nachricht für das Handwerk; insbesondere für potentielle Existenzgründer", mit diesen Worten lobte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, die heute in Kraft getretenen Verbesserungen beim Meister- BAföG. "Die deutlichen Verbesserungen beim Meister-BAföG bieten nun noch höhere Anreize, sich fortzubilden", so Kruse weiter. Das Handwerk habe sich in der Vergangenheit intensiv für eine Verbesserung des Aufstiegs-, Fortbildungs-Förderungsgesetzes (AFBG) stark gemacht.

Künftig besteht auch ein Rechtsanspruch auf Förderung, wenn bereits eine selbstfinanzierte Fortbildung absolviert wurde. Bislang wurde nur die erste Aufstiegsfortbildung gefördert. Zudem ist eine Leistungskomponente für diejenigen eingebaut, die eine Fortbildung bestanden haben: Bei erfolgreich abgelegter Prüfung werden 25 Prozent des Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Durch die neuen Regelungen werden insbesondere Familien in Zukunft noch stärker finanziell unterstützt: Der Kinderzuschlag soll von derzeit 179 Euro auf 210 Euro pro Monat angehoben und zu 50 Prozent bezuschusst, statt wie bisher als Darlehen gewährt werden. Zugleich soll es einen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro pro Kind pro Monat als Zuschuss für Alleinerziehende geben.

Aber auch für Existenzgründer gibt es Verbesserungen: Wer sich innerhalb von drei Jahren nach der Prüfung selbstständig macht und einen Mitarbeiter oder Auszubildenden einstellt, wird mit einem Darlehensteilerlass von 33 Prozent belohnt. Der Erlass verdoppelt sich für einen weiteren Beschäftigten. Bislang gab es erst ab zwei Einstellungen einen Darlehenserlass.

Beantragen können das BAföG Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss etwa zum Handwerksmeister und Industriemeister, Techniker, Betriebswirt oder auf eine andere vergleichbare Qualifikation vorbereiten. Voraussetzung ist, dass die Antragsteller eine anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss haben. Eine Altersgrenze besteht nicht.

Antrag rechtzeitig stellen

Anträge sind im Regelfall bei den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz des Antragsstellers zu stellen. Für Schleswig-Holstein ist der Antrag an die Investitionsbank Schleswig-Holstein, Fleethörn 29-31, 24103 Kiel, Tel. 0431/9905-3238 oder 0431/3324, Fax 0431/9905-3353, zu richten.

Das Darlehn selbst wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ausgezahlt. Der Förderantrag sollte dort rechtzeitig vor Beginn der Fortbildungsmaßnahme eingehen. Denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Spätestens muss eine Förderung bis zum Ende der Fortbildungsmaßnahme beantragt werden. Bei selbständigen Fortbildungsabschnitten gilt das Ende des jeweiligen Abschnittes.

Die Berater in den Handwerkskammern und Innungen helfen Betrieben und Mitarbeitern bei allen Fragen rund um Weiterbildungsangebote und Fördermöglichkeiten gerne weiter.

Zusätzliche Informationen zum Meister-BAföG bietet die Internetseite www.meister-bafoeg.info.

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