Wandel auf dem Ausbildungsmarkt

HwK Koblenz legt aktuelle Lehrstellenstatistik 2008 vor

(PresseBox) (Koblenz, ) "Das Ausbildungsjahr 2008 macht einen Wandel in der Situation auf dem Ausbildungsmarkt deutlich", so Karl-Heinz Scherhag und Alexander Baden, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz. Während die Zahl der neuen Lehrverträge im Handwerk in den letzten Jahren gestiegen ist, weist die Lehrlingsrolle der HwK für die 2008 neu eingetragenen Lehrverhältnisse einen Rückgang von 6,4 Prozent aus. Insgesamt ist die Zahl aller eingetragenen Ausbildungsverhältnisse (1. bis 4. Lehrjahr) mit 10.560 im Vergleich (im Vorjahr waren es 10.548) jedoch konstant geblieben.

"Ein Rückgang der Ausbildungsbereitschaft ist nicht festzustellen. Zu spüren ist vielmehr, dass infolge des Rückgangs der Bewerber viele Unternehmen für ihre freien Ausbildungsplätze keine geeigneten Lehrlinge finden konnten", betont die Kammerspitze. Mit der demografischen Entwicklung wird sich dieser Effekt laut wissenschaftlicher Prognosen noch verstärken. Im Jahr 2009 werden rund vier Prozent weniger Jugendliche die Schule verlassen als 2008. Damit wird sich die Nachfrage nach Lehrstellen abermals reduzieren Die Ausbildungsberater der HwK beobachten bei ihren täglichen Betriebskontakten, dass trotz aktuell schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen viele Betriebe vorausschauende Personalplanung betreiben und sich leistungsfähigen Fachkräftenachwuchs rechtzeitig sichern möchten. Deshalb suchen sie ihre Lehrlinge sogar früher als in den letzten Jahren und stellen auch früher ein. So waren im Oktober 2008 bereits 210 freie Lehrstellen für 2009 gemeldet, die jetzt bereits besetzt sind und in der Gesamtzahl der offenen Lehrstellen im Februar 2009 fehlen. Eine Übersicht über alle freien Lehrstellen gibt die HwK-Lehrstellenbörse. Sie wird täglich aktualisiert. In der Pädagogischen Anlaufstelle der Handwerkskammer laufen alle Informationen zusammen und können im Internet (www.hwk-koblenz.de Stichwort: lehrstellen) abgerufen werden.

Unterstützung bei Ausbildung

Die HwK Koblenz ist sicher, dass es trotz veränderter Angebot-Nachfrage-Situation auch weiterhin eine große Anzahl junger Menschen gibt, die verstärkt der Unterstützung sowohl bei der Berufsfindung als auch während der Ausbildung bedürfen. Hier stehen die in der Vergangenheit bewährten berufsvorbereitenden Maßnahmen in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer und die Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche, EQJ, zur Verfügung. 373 EQJ-Verträge wurden 2008 im Kammerbezirk abgeschlossen. "60 Prozent der im Rahmen von EQJ im Handwerk abgeschlossenen Praktikumsverträge münden in einen Lehrvertrag", so die Handwerkskammer Koblenz. Die von der Agentur für Arbeit geförderte Einstiegsqualifizierung erleichtert den Weg in eine geregelte Ausbildung.

Aber auch Lehrlinge, die bereits in Ausbildung sind, können Hilfe brauchen, wenn ihr Betrieb aufgrund von Insolvenz schließen muss. Hier sind die Ausbildungsberater und Akquisiteure der Kammer gefordert. Mit einer Übernahmeprämie von 2.500 Euro will das Land Rheinland-Pfalz sicher stellen, dass Lehrlinge auch bei der Pleite ihres Betriebes die Ausbildung beenden können. Die Summe sollen Unternehmen erhalten, die Lehrlinge aus insolventen Firmen übernehmen. Gegenwärtig wird bei der Investitions- und Strukturbank eine Anlaufstelle eingerichtet, wo Firmen einen entsprechenden Antrag stellen müssen.

"Gemeinsam mit unseren Betrieben werden wir alles daran setzen, auch 2009 jedem geeigneten Bewerber eine Lehrstelle anzubieten", zieht HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag ein Fazit. Er verweist auf die Nachvermittlungsaktion "Chancengarantie" der Kammern gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit, die auch in diesem Jahr wieder am 29. Oktober stattfindet.

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