Integration setzt Zeichen

"Handwerk integriert Migranten" fördert Bildung und Sozialverhalten

(PresseBox) (Koblenz, ) Allein in Koblenz sind 16, 5 Prozent der Einwohner Migranten. Der Anteil der Ausländer von 25 bis 35 Jahre, die nicht über einen beruflichen Abschluss verfügen, liegt bei 41 Prozent. Hier setzt das Projekt "Handwerk integriert Migranten" (HiM) bei der Handwerkskammer Koblenz an. Ziel ist es, jugendliche Migranten in ein Ausbildungsverhältnis zu integrieren, Betriebsgründungen von Migranten zu unterstützen, Fachkräfte zu qualifizieren und die Öffentlichkeit für die Situation Jugendlicher mit Migrantenhintergrund zu sensibilisieren. Das am 1. Oktober 2007 gestartete Projekt HiM wird gefördert aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Familie und Frauen) und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds). Es wurde bereits zum zweiten Mal verlängert und läuft nun bis Dezember dieses Jahres.

Sozial- und Förderarbeit

Seit Projektbeginn wurden durch interne Infoveranstaltungen und 50 Infoveranstaltungen an Schulen und in Vereinen sowie durch Einzelgespräche etwa 450 Jugendliche mit Migrationshintergrund (Mh) über das Projekt informiert. 145 Jugendliche und 70 Eltern nahmen eine individuelle Beratung in Anspruch. Im Jahr 2008/2009 wurden 40 Jugendliche und 2009/2010 56 Jugendliche regelmäßig durch HiM betreut.

Bisher konnten 65 Jugendliche mit Mh in Ausbildungsverhältnisse vermittelt werden. Über 40 % der vermittelten Jugendlichen sind weiblich. Ein noch höherer Prozentsatz zeigt sich bei noch nicht vermittelten Mädchen, die generell um Unterstützung bei der Überzeugungsarbeit für eine bestimmte Ausbildung in ihren Familien bitten. Die Arbeit von HiM geht hier weit über das Engagement rund um die Ausbildung hinaus, denn bestehende Probleme in den Familien gefährden den Ausbildungserfolg.

Projekt hat Erfolg

Auch sonst trägt die Arbeit von HiM Früchte. 150 Tutoren wurden für eine Zusammenarbeit mit den Projektmitarbeitern der HwK Koblenz gewonnen. Insgesamt wurden für die Ausbildungsjahre 2008/2009 und 2009/2010 rund 110 Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Mh durch die Betriebe bereitgestellt. Durch unterschiedliche Gründe, sei es fehlende Mobilität oder nicht ausreichende schulische Voraussetzungen, konnten diese aber nicht alle besetzt werden. 12 Ausbildungsabbrüche wurden durch Intervention der HiM-Mitarbeiter verhindert. In weiteren Fällen konnten rechtzeitig Konfliktsituationen vor einer Eskalation geschlichtet werden. 46 Betriebsinhaber machten aufgrund der Beratung durch HiM mit muttersprachlicher Unterstützung den Ausbildereignungsschein, um erstmals ausbilden zu können. Zwei Betriebsinhaber mit Migrationshintergrund wurden zur Teilnahme am Meisterkurs motiviert.

Mehrsprachige Flyer, der Aufbau von Netzwerken sowie Öffentlichkeitsarbeit und Mundzu-Mund-Werbung tragen zur zunehmenden Beachtung des Projekts in der Öffentlichkeit bei. Der Erfolg gibt dem Konzept recht.

Interkultureller Tag der Begegnung

Am Mittwoch, dem 18. August, 16 Uhr, lädt die Handwerkskammer Koblenz erneut zu einem "Interkulturellen Tag der Begegnungen" ein. Alle Tutoren, die sich in Koblenz und Umgebung für die Integration von Migranten einsetzen, aber auch Ausländerbeiräte sowie Fachdienste und Betreuer aus Jugendhilfeeinrichtungen tauschen sich an diesem Tag über ihre Erfahrungen in der interkulturellen Zusammenarbeit aus. Die Veranstaltung findet im Berufsbildungszentrum in der David-Roentgen-Straße statt.

Informationen zum Projekt Handwerk integriert Migranten bei der HwK Koblenz, Tel.: 0261/ 398-324, Fax: -989, E-Mail: pa@hwkkoblenz.de, Internet: www.hwk-koblenz.de

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