Bestanden - mit überdurchschnittlichem Erfolg!

5. Gruppe im SaZ-Modell einer verkürzten Handwerkslehre meistert die Gesellenprüfung

(PresseBox) (Koblenz, ) Sie haben Elektroniker, Feinwerkmechaniker oder Metallbauer gelernt und ihr Können und Wissen vor den Gesellenprüfungsausschüssen erfolgreich unter Beweis gestellt - ein ganz normaler Vorgang im Handwerk. Die jetzt freigesprochenen neun ehemaligen Soldaten auf Zeit (SaZ) unterscheidet aber etwas wesentlich von anderen: Sie haben Ihre Ausbildung in nur 15 Monaten bewältigt.

Ermöglicht hat ihnen dies ein Modellprojekt, das das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und der Handwerksorganisation entwickelt hat. Es ist mit einer ersten Gruppe im Januar 2008 gestartet und mit der jetzt erfolgreich abgeschlossenen fünften Gruppe hat es bereits 35 kürzer dienende SaZ erfolgreich zum Gesellenbrief geführt.

Von Anfang an galt als klare Vorgabe, dass die fachliche Qualifizierung in verkürzter Form keine "Ausbildung light" sein darf. "In unserem Modell konzentrieren wir die Lerninhalte aus dreieinhalb Jahren regulärer Ausbildungszeit in fünf Monate Fachpraxis und Fachtheorie in den überbetrieblichen Berufsbildungszentren des Handwerks plus zehn Monate betriebliche Lehrzeit", erläutert BzBwWi-Leiter und Initiator des SaZ-Modells, Oberst d.R. Hans-Joachim Benner. "Alle Teilnehmer müssen wie jeder andere Lehrling ihre Gesellenprüfungen vor den bestehenden Prüfungsausschüssen der jeweiligen Handwerke ablegen, es gibt keine Sonderbehandlung!"

Im Wettbewerb um die Besten

"Das gelingt nur mit einem festen Willen und überdurchschnittlichen Einsatz", bekräftigt Hauptmann a.D. Helmut Kemp der gemeinsam mit Oberstleutnant a.D. Karl-Heinrich Forster und HwK-Ausbildungsberaterin Diplom-Kauffrau Carola Lafos die Lehrlinge aus dem Kreis der SaZ für das BzBwWi betreut. "Besonders freut uns, dass unsere Soldaten im Vergleich zu ihren meist jüngeren Kollegen in einer regulären Lehre ihren Abschluss mit einem wirklich guten Notendurchschnitt hinlegen. Sicher ein Grund dafür, dass bisher alle eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben, viele sogar in ihren Ausbildungsbetrieben." Einige von ihnen planen bereits heute, ihren Meister oder eine Technikerfortbildung anzuschließen, nachdem sie weitere praktische Berufserfahrung gesammelt haben.

Nach anfänglicher Skepsis gegenüber der "Turbo-Lehre" sehen inzwischen auch die Ausbildungsbetriebe die Vorteile des Modells und bieten gezielt den SaZ Lehrstellen an. Tenor dabei: Wer ohne Berufsabschluss für mindestens vier Jahre zur Bundeswehr gegangen ist, "klotzt richtig ran", um die Weichen für seine berufliche Zukunft auf Erfolg zu stellen. Die heute viel diskutierte mangelhafte Ausbildungsreife stellt für die Betriebe, die einen SaZ im Rahmen des Koblenzer Projektes ausbilden, jedenfalls nicht fest.

Einige SaZ aus der jüngsten Gruppe haben weite und zeitintensive Wege zum Gesellenbrief auf sich genommen. Für Heiko Hirschfeld aus Quedlinburg nahmen sich die fast 150 km zum Lehrbetrieb Speckhahn HSR Stahl- u. Maschinenbau in Wittingen-Radenbeck - hier war er bereits der zweite Teilnehmer in der verkürzten Lehre - noch gering aus gegenüber der 420km-Anreise zur überbetrieblichen Ausbildung bei der HwK Koblenz. Aber die Faktoren Fahrtkosten oder ausbildungsnahe Unterkunft teilen sie mit jedem Regel-Lehrling - allerdings über einen deutlich kürzeren Zeitraum.

Mario Billmann aus Troisdorf erinnerte in der Freude über die bestandene Gesellenprüfung die zukünftigen Teilnehmer am SaZ-Projekt daran, dass sie sich rechtzeitig auf den Start in die verkürzte Ausbildung einstellen müssten. Das bedeutet, Zeit einplanen für die Beratungsgespräche und den Eignungstest sowie Urlaub ansparen für das Berufsorientierungspraktikum, das noch innerhalb der Dienstzeit vorgesehen ist. "Und Geduld und Elan für den Papierkram", der mit einer geförderten Bildungsmaßnahme verbunden ist ...

Informationen zum Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, Tel.: 0261/ 398-127, Fax: -934, E-Mail: info@bundeswehrwirtschaft.de, Internet: www.bundeswehr-wirtschaft.de

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