Handwerk erwartet ein Jahr mit Herausforderungen

Jahresbilanz 2008 überwiegend positiv

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Mit gemischten Gefühlen berichteten Präsident Joachim Wohlfeil und Hauptgeschäftsführer Gerd Lutz über das Handwerksgeschehen im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe in der Jahrespressekonfe-renz.

Während beim Blick zurück auf das Berichtsjahr 2008 überwiegend positive Zahlen vermeldet werden konnten, verheißt der Ausblick auf 2009 eine gebremste Entwicklung. Deutlich wurde dies bei der Beur-teilung der Konjunktur für die mehr als 18.000 Betriebe im Kammer-bezirk, der die vier Landkreise Calw, Karlsruhe, Rastatt, den Enzkreis sowie die drei Städte Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim um-fasst.

Die allgemeine Geschäftslage stellte sich für die meisten befragten Betriebe im Jahr 2008 positiv dar. Das letzte Quartal 2008 wurde etwas schwächer eingeschätzt, insbesondere bei den Umsätzen für das neue Jahr 2009 erwarten die Betriebe allerdings nun einen spürbaren Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Gerade für die mittelständischen Unternehmen wird es entscheidend sein, dass die Bausteine aus dem Konjunkturpaket II - Investitionen in die Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur, Aktivierung der Inlandsnachfrage - rasch greifen und bei den Betrieben zu mehr Geschäften führen.

Stabiler Betriebsbestand

Im Kammerbezirk waren zum 31.12.2008 insgesamt 18.090 Unter-nehmen handwerklich tätig. In die unterschiedlichen Verzeichnisse der Kammer wurden 1.751 Betriebe neu ein- oder umgetragen, 1.789 Löschungen vollzogen. Der Betriebsbestand reduzierte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 38 Unternehmen.

Das zulassungspflichtige Handwerk mit 41 Gewerken stellt 11.147 Betriebe (minus 33), in der Anlage B 1 mit 53 Gewerken sind 3.321 (plus 140) Betriebe erfasst, im handwerksähnlichen Gewerbe B 2 mit 57 Gewerken wurden 3.622 (minus 145) Betriebe statistisch gezählt.
Der Gründungsboom der Vorjahre - insbesondere im zulassungs-freien Gewerbe - hat sich deutlich abgeschwächt. Präsident Joachim Wohlfeil führt dies unter Anderem darauf zurück, dass im Berichts-jahr weniger Krisengründungen durchgeführt wurden. Mit Sorge ver-wies er darauf, dass bei den gelöschten Unternehmen gerade im zulassungsfreien Bereich mehr als die Hälfte bereits nach drei Jahren wieder vom Markt verschwunden sind.

Betriebe setzen auf Ausbildung

Im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe bildeten im letzten Jahr 3.917 Betriebe insgesamt 7.850 Jugendliche im Handwerk aus. Eine Lehre begannen 2.976 Jugendliche, davon 750 Mädchen. "Die gute Konjunktur im Berichtsjahr und die rückläufigen Schulabgängerzahlen sorgten auf dem Ausbildungsmarkt für einen Wettbewerb um die bestem Köpfe", so Kammerpräsident Wohlfeil. Immer mehr Jugendliche kommen mit einem mittleren Bildungsab-schluss zum Handwerk - ein Beleg dafür, dass die Anforderungen einer qualifizierten Berufsausbildung im Handwerk weiter zunehmen. Wohlfeil betonte in seinen Ausführungen, dass die Themenfelder Demographie, neue Märkte, Fachkräfte, Energie und Umwelt dieje-nigen Handlungsfelder seien, die vom Handwerk in Zukunft verstärkt behandelt werden würden.

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