Handwerk: Situation ist noch stabil

Der konjunkturelle Abschwung im 4. Quartal 2008 verlief moderat

(PresseBox) (Hildesheim, ) Nur vereinzelt wirkte sich der weltweite Konjunkturrückgang im Hildesheimer und südniedersächsischen Handwerk aus. Das zeigt der Konjunkturbericht der Handwerkskammer für das 4. Quartal 2008. Mit Blick auf die Erwartungen der Betriebe bei Investitionen und Beschäftigung stellte Hauptgeschäftsführerin Jutta Schwarzer fest: "Längerfristig wirkende unternehmerische Entscheidungen deuten jedoch darauf hin, dass die derzeitige Konjunkturlage nicht ohne Auswirkungen bleiben wird."

Das in besonderem Maße von der Binnenkonjunktur abhängige Handwerk wird nicht unmittelbar von der stark nachlassenden Weltkonjunktur beeinflusst. Die zurück gehende Auftragsentwicklung schlug sich im 4. Quartal nicht so stark nieder. Die Auftragsreichweiten im Handwerk lagen im 4. Quartal bei 4,5 Wochen. Für den Durchschnitt der Betriebe verlief das Quartal zufriedenstellend. Der Geschäftsklimaindex lag bei 49 auf der 100-Punkte-Skala.

"Die zum Jahresende noch stabile Entwicklung sollte jedoch nicht missverstanden werden. Die Erwartungen der Betriebe über alle Handwerksbranchen sind ausgesprochen pessimistisch", sagte Frau Schwarzer. Nur noch vereinzelt werde eine Verbesserung erwartet.

Die Entwicklung in den einzelnen Branchen:

Das Bauhauptgewerbe wies für ein 4. Quartal eine überraschend günstige Konjunktur auf. Auch über das Jahr 2008 hinweg zeigte die Branche ein stabile Entwicklung.

Auf der Sonnenseite der Konjunktur bewegt sich das Ausbaugewerbe. Der Geschäftsklimaindex erreichte gute 61 Punkte und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Umsätze konnten noch leicht zulegen. Die weitere Entwicklung sehen die Betriebe skeptisch.

Das erfolgreiche Investitionsgüterhandwerk geriet im 4. Quartal voll in den Sog des weltweiten Abschwungs. Der Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vorjahr um 23 Punkte auf nur noch 53 Punkte. Produktionsleistung und Beschäftigung sinken. Die Talfahrt wird Anfang 2009 nach Ansicht der Betriebe andauern.

Die Konjunktur im Kfz-Handwerk blieb weiterhin schwach. 2008 war kein gutes Jahr für das Kfz-Gewerbe. Alle relevanten Indikatoren sind rückläufig. Zum Zeitpunkt der Befragung war die Abwrackprämie von 2.500 Euro noch nicht verabschiedet. Daher waren die Betriebe pessimistisch für die weitere Entwicklung.

Ausgesprochen schwach verlief die Konjunktur bei den persönlichen Dienstleistern und Konsumgüterherstellern. Das Geschäftsklima wurde wie im Vorjahr mit 38 Punkten bewertet, weit entfernt von einer im Durchschnitt befriedigenden Lage von 50 Punkten. Die saisonale Belebung zum Jahresende fiel schwach aus. Die weitere Entwicklung wird negativ gesehen.

Eine Ausnahme bildeten die Nahrungsmittelhandwerker: Mit einem Geschäftsklimaindex von 62 Punkten wurde einer der besten Werte der seit Beginn der 90er Jahre durchgeführten Konjunkturanalysen erreicht. Damit konnten die Bäcker und Fleischer ihre Position auf dem Markt halten. Saisonbedingt stieg die Nachfrage deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die Erwartungen deutlich pessimistischer.

Die Gesundheitshandwerke sind nach wie vor mit ihrer wirtschaftlichen Situation nicht zufrieden. Der Geschäftsklimaindex erreichte lediglich einen Wert von 37 (Vorjahr 46). Die weitere Entwicklung wird ungünstig gesehen.

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