Handwerkskonjunktur in der Region Heilbronn-Franken: Erfolgreiches Jahr 2011

(PresseBox) (Heilbronn, ) Für das Handwerk war das Jahr 2011 ein Jahr der Bestmarken. Angefangen beim Umsatz, über die Auslastung bis hin zu den Investitionen. Auch im letzten Quartal war die Stimmung in den Handwerksbetrieben der Region gut, so das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Einen saisonbedingten Dämpfer hat sie dennoch erhalten. Die künftige Entwicklung wird etwas verhaltener beurteilt als in den vergangenen Monaten.

Geschäftslage

Jeder zweite Betrieb der Region (50,7 Prozent) bewertete seine Geschäftslage im vierten Quartal 2011 positiv. Mit der geschäftlichen Situation unzufrieden war gut jeder zehnte Betrieb (10,8 Prozent). Diese Einschätzung entspricht dem Niveau des Vorjahres. Bei der Beurteilung der Geschäftsaussichten gibt es mehr Skeptiker. Jeder zehnte Betrieb (10,9 Prozent) geht von einer schlechteren Entwicklung aus. Ende 2010 äußerten sich nur 6,2 Prozent kritisch. Der Konjunkturindikator, der die Geschäftslage im gerade abgelaufenen und die Erwartungen für das nächste Quartal in einer Kennzahl zusammenfasst, erreichte im vierten Quartal 2011 39,5 Punkte. Dies entspricht dem Niveau des vierten Quartals 2010 (40 Punkte)

Auftragslage

Bei der Auftragslage konnten die hiesigen Handwerksbetriebe im vierten Quartal nicht von einer vergleichbar guten Lage wie im vorangegangenen Jahr berichten. 28,7 Prozent der Betriebe registrierten ein Auftragsplus. Rückgänge mussten 22,4 Prozent hinnehmen. 2010 meldeten 40 Prozent Zuwächse und nur 12,6 Prozent Rückgänge. Jeder vierte Betrieb (25,5 Prozent) rechnet damit, dass sich die Auftragsbücher in den kommenden Monaten weiter füllen. Gleichzeitig erwarten 33,9 Prozent der Handwerker sinkende Auftragseingänge.

Betriebsauslastung

Die Kapazitätsauslastung der Handwerksbetriebe hat sich im Winter 2011 weiter erhöht. Nennenswerte Freiräume hatte jeder fünfte Betrieb (19,9 Prozent). Bei der Hälfte der Betriebe (51,6 Prozent) waren die Kapazitäten zwischen 80 und 100 Prozent ausgelastet. Zur selben Zeit 2010 traf dies nur auf 41,6 Prozent der Betriebe zu.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit der hiesigen Handwerksbetriebe zeigt sich gegenüber dem vierten Quartal 2010 nahezu unverändert. 54,6 Prozent der befragten Handwerker haben während der zurückliegenden drei Monate ein Investitionsvorhaben durchgeführt. Die Bereitschaft neue Maschinen und Ausrüstung zu kaufen, dürfte auf einem moderaten Niveau bleiben. 41 Prozent der Betriebe planen in den kommenden Monaten eine Investition durchzuführen.

Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken zieht eine positive Bilanz: "2011 war für das Handwerk ein erfolgreiches Jahr. Das haben wir unter anderem der stabilen Binnennachfrage und der Politikwende bei der Energiegewinnung zu verdanken." Bopp geht davon aus, dass der private Konsum 2012 stabil bleibt. Insbesondere am Bau sei aufgrund der Nachfrage nach Sanierungen und im Wohnungsbau ein leichtes Plus zu erwarten. "Auch wenn das Wachstum insgesamt wohl geringer ausfallen wird als 2011, blickt das Handwerk optimistisch auf das gerade begonnene Jahr." Diese Einschätzung stehe freilich unter dem Vorbehalt, dass die Politik sich bewusst sei, welche Bedeutung die Binnennachfrage als Konjunkturmotor habe und es keine Ausweitung der Staatsschuldenkrise auf die reale Wirtschaft gebe.

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

Das Handwerk ist einer der größten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, an dem im Alltag niemand vorbei kommt. Seit Anfang 2011 wird im Rahmen der Imagekampagne des deutschen Handwerks auf der Kampagnenwebsite www.handwerk.de eine "Zahl der Woche" veröffentlicht. Eine Zahl, die anschaulich darstellt, was für eine große Nummer das Handwerk ist.

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