Handwerkskammer entsetzt über neues Rundfunkfinanzierungsmodell

(PresseBox) (Hamburg, ) Im Herbst dieses Jahres wird entschieden, wie das neue Rundfunkfinanzierungsmodell ab 2013 aussehen wird. Anstatt einer bisherigen gerätebezogenen Gebührenerfassung soll dann eine Haushalts- und Betriebsstättenabgabe erfolgen.

"Das Handwerk zeigt sich entsetzt über die Pläne der Ministerpräsidenten zum neuen Rundfunkgebührenmodell. Dieses angedachte Modell ist für unsere Handwerksbetriebe eine reine Abzocke und hochgradig mittelstandsfeindlich. Die künftige Ausrichtung nach den Nutzern und nicht den Empfangsgeräten ist für den privaten Nutzer sicherlich von Vorteil. Für die Betriebe ist die Neuregelung jedoch ein finanzieller Schock", kritisiert Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg.

Obwohl seitens der Politik versprochen wird, dass der von der Wirtschaft beigesteuerte Anteil am Gesamtvolumen der Gebühren von derzeit 7,3 Mrd. Euro jährlich nicht zunehmen wird, werden detaillierte Zahlen und damit ein konkretes Einlösen dieses Versprechens bislang vorenthalten. Erste eigene Erhebungen zeigen schon jetzt, dass für den gewerblichen Bereich enorme Mehrbelastungen drohen.

Danach würde eine Bäckerei mit acht Filialen und 12 Fahrzeugen für angemeldete Radios zukünftig fast 3.400 Euro zahlen müssen. Heute zahlt sie für angemeldete Radios 276 Euro im Jahr.

Der Beitrag eines Betriebes soll ab 2013 von der Anzahl der Beschäftigten abhängig sein, wobei Betriebe mit hoher Beschäftigtenanzahl besser dastehen werden. Zusätzlich soll für jeden Firmenwagen ein Drittel des Beitrages anfallen, während Privatfahrzeuge nicht belastet werden.

Damit Betriebe eine erste Einschätzung der Kosten des geplanten neuen Modells für ihren Betrieb erhalten, können sich Betroffene mit Hilfe eines Gebührenvergleichsrechner unter www.hwk-hamburg.de/aktuelles/news.html informieren. Hier finden die Betriebe auch eine Kontaktadresse, an die sie sich wenden können.

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