Handwerk fordert von Stromkonzernen Rückkehr zur Sachdebatte Peter-Ulrich Kromminga: Erneuerbare Energie löst Jobwunder aus

(PresseBox) (Ostfriesland, ) In der Diskussion um die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke hat der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostfriesland, Peter-Ulrich Kromminga, die Rückkehr zu sachlicher Auseinandersetzung gefordert. Die angepeilten Klimaziele könnten nur umgesetzt werden, wenn man den erfolgreich beschrittenen Weg zum Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung aus Wind, Strom und Biomasse konsequent fortsetze, sagte Kromminga.

Drohungen, wie sie aktuell von den großen Energiekonzernen gegenüber der Politik ausgesprochen werden, seien ungeeignet, den öffentlichen Diskurs über die Energiegewinnung der Zukunft auf breiter Basis zu führen, meinte Kromminga. Erkennbar sei, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung keine Laufzeitverlängerung wünsche. Das sollten auch die Stromriesen akzeptieren, meint der Kammerchef.

Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) sei eine Erfolgsgeschichte, die in den vergangenen Jahren gerade in Ostfriesland ein Jobwunder ausgelöst habe. Hier seien Tausende von zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen in modernen Fertigungsstätten entstanden. Davon profitiere inzwischen die ganze ostfriesische Halbinsel. Auch die Förderung von Photovoltaik, Erdwärme und Biomasse sorge in zahlreichen Handwerksunternehmen für volle Auftragsbücher. "Ohne das EEG hätte Ostfriesland nicht eine so positive wirtschaftliche Entwicklung genommen", zieht Kromminga Bilanz nach zehn Jahren, in denen das EEG gilt.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer machte darauf aufmerksam, dass zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien Investitionen in leistungsfähige Stromnetze, in kurzfristig verfügbare Kraftwerke und die Erforschung von Speichertechnologien erforderlich seien. Die Atommeiler mit ihrer schwer steuerbaren erzeugten Strommenge seien hingegen als "Brückentechnologie" anzusehen, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst formuliert habe. Im Energiemix künftiger Generationen sei Atomstrom eher als hinderlich anzusehen. Es widerspreche sich also, wenn man einerseits die regenerative Energieerzeugung ausbauen, andererseits Kernkraftwerke länger in Betrieb halten wolle, so Kromminga.

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