Meisterschulen im Handwerkerhof: 300 frischgebackene Jungmeisterinnen und -meister verabschiedet

(PresseBox) (München, ) Das geflügelte Wort, "dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist", hat auch im 21. Jahrhundert seine Berechtigung. Von den 333 zur Prüfung angetretenen Handwerkerinnen und Handwerkern, die im vergangenen Jahr in den Münchner Meisterschulen im Handwerkerhof die Schulbank gedrückt hatten, schafften 300 die diesjährige Meisterprüfung. Diese neuen Spitzen- und Führungskräfte für das Münchner und oberbayerische Handwerk bekamen am 31. Juli 2009 ihre Zeugnisse und wurden in der Handwerkskammer für München und Oberbayern feierlich verabschiedet.

Der Vizepräsident der Handwerkskammer, Franz Xaver Peteranderl, betonte, dass die Leistungsstärke des Wirtschaftsbereichs Handwerk gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise wichtiger ist denn je. Deutlich zeige sich die hohe Bedeutung eines stabilisierenden, starken Handwerks für die Binnenkonjunktur und Gesamtwirtschaft. Das Handwerk in München und Oberbayern biete jedem achten Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz und jedem dritten Lehrling eine zukunftsorientierte Berufsausbildung. Doch ein starkes Handwerk sei beileibe kein Selbstläufer, so Peteranderl. Die Politik sei gefordert, gerade jetzt die Handwerkskonjunktur mutig und konsequent anzuschieben und die politischen Rahmenbedingungen auf Mittelstand und Handwerk auszurichten. Der Vizepräsident: "Man sollte nicht den Fehler machen, ausschließlich auf eine Erholung der Exportnachfrage zu hoffen. Die Binnennachfrage muss gestärkt werden." Der Slogan "Mehr Netto vom Brutto", der übrigens vom Handwerk stamme, bringe die Forderungen des Handwerks nach mittelstandsfreundlichen Weichenstellungen im Steuer- und Abgabenbereich auf den Punkt.

Der Leiter der Meisterschulen, Oberstudiendirektor Paul Strotmann, machte deutlich, dass die Meisterschulen im Handwerkerhof großen Wert darauf legen, den angehenden Meisterinnen und Meistern eine fundierte Qualifikation zu vermitteln, die dem derzeitigen aktuellen technischen Leistungsstandard entspricht und ihnen auch in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation hervorragende Berufsaussichten eröffnet. Man habe die jungen Handwerker nicht nur auf das erfolgreiche Bestehen der Meisterprüfung vorbereitet, sondern ihnen darüber hinaus noch viele Zusatz-Qualifikationen mitgegeben, die sie für eine erfolgreiche berufliche Zukunft in Führungspositionen und nicht zuletzt auch als selbstständiger Unternehmer benötigen.

Das Durchschnittsalter der diesjährigen Meisterschüler liegt übrigens bei 25 Jahren. Die meisten stammen aus München und Oberbayern, unter ihnen sind auch 14 Ausländer (knapp vier Prozent), u.a. aus Italien, Albanien und der Türkei. Über zwei Drittel (69 Prozent) finanzierten ihre Weiterbildung über das Meister-BAFöG. Über ein Drittel (36 Prozent) plant, sich früher oder später selbständig zu machen. Im einzelnen bestanden in den Meisterschulen im Handwerkerhof 111 Elektrotechniker, 15 Feinwerkmechaniker, 29 Friseure, 15 Informationstechniker, 80 Installateure und Heizungsbauer, 16 Landmaschinenmechaniker, 18 Metallbauer (Schlosser) und 16 Zahntechniker ihre Meisterprüfungen.

Informationstechniker Sebastian Springer aus Starnberg hat in seinem Meisterzeugnis einen sagenhaften Notenschnitt von 1,25 erreicht. Hans-Dieter Lotter aus Vaterstetten hat zusätzlich zu seinem Meistertitel im Elektrotechnikerhandwerk im vergangenen Jahr heuer die Prüfung zum Informationstechnikermeister erfolgreich abgelegt. "Doppelmeister" Lotter leitet bereits eine eigene Firma.

Die Meisterschulen im Handwerkerhof (Friedenstraße 26, 81671 München) sind eine gemeinsame Einrichtung der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der Landeshauptstadt München. Informationen im Internet unter www.meisterschulen-mchn.de.

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