"Made in Germany" - Arabischer Luftfahrtzulieferer baut in seiner Expansionsstrategie auf Handtmann!

Auf dem Weg zu einer Schlüsselfigur im internationalen Luftfahrtbereich

(PresseBox) (Baienfurt, ) Wie kann man sich heutzutage als professioneller Luftfahrtzulieferer neu auf diesem hart umkämpften Markt etablieren? Vor genau dieser Frage stand der heutige Handtmann-Großkunde Tawazun Precision Industries L.L.C. (TPI) vor wenigen Jahren. Die Lösung für ihn lautete: Qualität. Auf der anderen Seite stelle man sich jedoch einen qualitätsbewussten Kunden bei seiner Lieferantenauswahl vor, der sich zwischen bewährter Qualität "made in Germany" und einem neuen Zulieferer aus Asien entscheiden muss. TPI fand auch für dieses Dilemma eine gute Lösung: die Zusammenarbeit mit einem führenden europäischen Partner. Dies, kombiniert mit dem Anspruch an Qualität, führte zu der Entscheidung von TPI, seine Teile auf Bearbeitungszentren des deutschen Maschinenbauers Handtmann A-Punkt Automation GmbH zu fertigen. Somit ist die Qualität à la "made in Germany" gewährleistet und mit Handtmann hat TPI darüber hinaus einen in der internationalen Luftfahrtindustrie angesehenen und erfahrenen Maschinenbauer gefunden. "Die Kompetenzen von TPI liegen weitaus höher als im reinen Bearbeiten von einfachen Basiskomponenten. Unser Ziel sind hochwertige, qualitative komplexe Komponenten", so Vincent Mohni, Senior Operations Manager bei TPI.

TPI - eine dynamische Erfolgsgeschichte

Das Interview mit Vincent Mohni, Senior Operations Manager bei TPI, auf der Dubai Airshow im November 2011 wurde von Milliardenaufträgen an internationale Flugzeugbauer begleitet. Auch TPI konnte einige Verträge, beispielsweise mit Airbus und Dassault unterzeichnen und blickt einer viel versprechenden Zukunft entgegen. Zur Tawazun Holding gehörend hat das Unternehmen mit Sitz in Abu Dhabi eine kurze aber dafür enorm dynamische Entwicklung hinter sich. Angefangen im Jahr 2007 mit etwa 15 Mitarbeitern auf 1.000m² Produktionsfläche hat sich das Unternehmen bis heute zu einem wichtigen Zulieferer von Airbus entwickelt. Mit 250 Mitarbeitern und etwa 50 high-tech Fräs-und Drehmaschinen fertigt TPI heute auf mehr als 10.000m² Fläche. Für die Erweiterung des ständig wachsenden Maschinenparks (TPI unterhält schon jetzt die meisten CNC-Maschinen in den gesamten VAE), sind bereits neue Baupläne abgesegnet. Nachdem der Kunde vor anderthalb Jahren noch keine Flugzeugteile fertigte, macht dieses Geschäft heute etwa 10% des Gesamtumsatzes (neben den Business Units "General Mechanics" und "Oil and Gas") aus. In zwei bis drei Jahren werden sogar 65% des Gesamtumsatzes aus dem Bereich Aerospace generiert - eine stark dynamische Entwicklung also.

Unterstützt wird diese enorm dynamische Entwicklung durch Initiativen der Regierung Abu Dhabis. Diese sind Teil der Vision 2030 des Emirats Abu Dhabi, einer wegweisenden Entwicklungsstrategie, deren Ziel die Stärkung der Wirtschaft und die Minderung der einseitigen Abhängigkeit vom Öl ist. Dabei werden verschiedene Wirtschaftszweige besonders gefördert; wozu auch primär die Luftfahrtindustrie gehört. Das high-tech-orientierte Unternehmen TPI, damals noch Emirates Precision Industries, passte mit seinen bestehenden Strukturen und Erfahrungen am Besten in die Vision, da bereits einiges an technischer Expertise im Haus konzentriert war. Mit TPI als Schlüsselrolle soll Abu Dhabi zukünftig eine wichtige und aktive Schlüsselfigur in der internationalen Luftfahrtzulieferindustrie spielen. Das Potenzial für die Luftfahrt in den VAE ist enorm. Man denke nur an die namhaften weltklasse Airlines wie Etihad und Emirates. Hinzu kommt, dass die VAE aktuell einer der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt sind. Anfangs wird TPI vorwiegend Strukturbauteile für den vorderen Bereich des Flugzeugrumpfs aus Aluminium bearbeiten. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist jedoch auch das Zusammenbauen und sogar das Design größerer Einheiten.

Referenzen erhöhen Erwartungen

Um im Markt Anerkennung zu finden, hat TPI mit dem deutschen Werkzeugmaschinenbauer Handtmann einen guten Partner gefunden, mit dem sich die eigenen Ansprüche an Innovation, Diversifikation, Qualität und Termintreue vereinen lassen. Die Produktion im Hause TPI läuft gerade erst an; die Erwartungen an die Handtmann Bearbeitungszentren sind jedoch hoch. Die guten Beziehungen zwischen TPI und dem französischen Flugzeugzulieferer Aérolia sind dabei äußerst wichtig. Die durchweg positiven Erfahrungen mit der Leistung des Profilbearbeitungszentrums PBZ HD sowie die problemlose Abwicklung und der gute Service heben die Erwartungen des Neukunden TPI erheblich und konnten darüber hinaus zunächst auch zu diesen Aufträgen über insgesamt sieben Bearbeitungszentren in kurzer Zeit verhelfen.

Leistung zum Abheben

Der Handtmann-Maschinenpark von TPI ist vielfältig. TPI will für jede der vielen einzelnen Anwendungen über das richtige Bearbeitungszentrum verfügen. Das breite Maschinenangebot seitens Handtmann wird vom Kunden sehr hoch geschätzt. Mit dem sechs Meter langen PBZ HD bearbeitet TPI lange Aluminium Beams for den A320 und den A330 mit Spindeldrehzahlen bis 30.000 U/min bei einer Verfahrgeschwindigkeit in X/Y/Z von 70/40/40 m/min. Die Maschine arbeitet, so Vincent Mohni, deutlich wirtschaftlicher als vergleichbare Profilbearbeitungszentren. Daneben setzt TPI derzeit primär auf die horizontale Bearbeitung der zerspanungsintensiven Luftfahrtteile. Zwei Horizontalbearbeitungszentren HBZ CompactCell mit Tischgrößen von 2x1 Meter sind mit einer Spindelleistung von 45kW und 30.000 U/min für kleinere Strukturbauteile im Einsatz. Die Verfahrgeschwindigkeiten bei dieser Maschine belaufen sich auf 60/40/60 mm/min in X/Y/Z-Richtung. Außerdem befinden sich momentan vier Maschinen des Typs HBZ AeroCell 500/200 im Aufbau. Mit max. 110 kW und 30.000 U/min werden hohe Leistungen auf einer Bearbeitungsfläche von 5x2 Metern erreicht. Ergänzt wird dies durch ein integriertes Palettenwechselsystem, wodurch zeit- und kostenintensive Rüstzeiten deutlich minimiert werden. Vincent Mohni schätzt insbesondere die enorme Leistungsfähigkeit der Handtmann-Maschinen, kombiniert mit Automationslösungen und verschiedensten Optionen. Dies führt zu einem erheblichen Zeitvorteil von mehreren Stunden. Mit diesen leistungsfähigen und flexiblen Maschinen, so Mohni, wird der gesamte Bearbeitungsprozess optimiert und das Risiko eines durch Menschen verursachten Fehlers verringert. Er schätzt außerdem, dass die einzelnen Komponenten eine hohe Qualität aufweisen und Handtmann prinzipiell keine "Billigware" verbaut. Nur so sei es möglich sich in der Branche zu beweisen und auch langfristig zu bestehen. Die bisherige Produktion auf den Handtmann Bearbeitungszentren verlief sehr viel versprechend. Die einzelnen Maschinen passen optimal zur Anwendung; TPI hat die richtige Maschine, die richtige Aufspannung und die richtige Spindel für das richtige Teil ausgewählt.

Erfolgreich durch Qualität

Der Luftfahrtzulieferer TPI stellt das Thema "Qualität" stark in den Mittelpunkt. Seit 2009 ist das Unternehmen auch mit ISO 9001, ISO/TS 29001und neuestens auch als erstes Unternehmen in der Region mit EN/AS 9100 Revision C zertifiziert. Die Mitarbeiter werden professionell geschult - so auch bspw. in Deutschland. Dieser Anspruch an Qualität resultiert aus einem Hauptziel des Unternehmens: TPI will sich nicht nur im Mittleren Osten einen Namen machen sondern sich in kürzester Zeit international etablieren.

Auf dem Weg zu einer langfristigen Partnerschaft

Nach erstmaligem Besuch der Handtmann Aerospace Days durch Vincent Mohni im Jahr 2009, war das selbige Event im Dezember 2011, nur zwei Jahre später, schon Plattform für die Schlüsselübergabe des vierten Handtmann Bearbeitungszentrums an das Unternehmen aus den Emiraten. Schon damals hatte er einen guten Eindruck von den Maschinen, Materialien, der Arbeitsweise und dem Personal sodass er gerne zur Schlüsselübergabezeremonie bereit war und sich stolz zeigte, einen deutschen Zulieferer gefunden zu haben, mit dem eine langfristige Partnerschaft möglich ist. Diese, so Vincent Mohni im Interview, solle über eine durchschnittliche Kunden-Lieferanten-Beziehung hinausgehen. TPI will einen "Gemischtwarenladen" vermeiden und sich intensiv mit wenigen, dafür aber hochwertigen Zulieferfirmen beschäftigen. So wird ein optimaler Austausch zwischen Kunde und Lieferant ermöglicht und Kundenorientierung optimiert. Handtmann ist, so Geschäftsführer Andreas Podiebrad im Interview, ebenso an dieser langfristigen Partnerschaft interessiert und unterstützt den Großkunden bestmöglich in Sachen Service und Betreuung. "Nur durch klare Kundenorientierung können Bedarfe erkannt werden und Innovationen entstehen."

Das Unternehmen steht zwar noch in der Anfangsphase, birgt aber, besonders durch staatliche Förderung und enormem Know-how, großes Potenzial. Dies wird sowohl durch die extrem dynamische Entwicklung bisher als auch durch die dynamischen Expansionspläne in der Zukunft deutlich. "Die Akquise des Großkunden TPI, mit dem Handtmann gleichzeitig noch einen neuen Markt im Mittleren Osten erschließen konnte, zeigt erneut die Signifikanz eines guten Rufs bei führenden Luftfahrtfirmen auf der einen Seite und die Signifikanz sich schnell entwickelnder Länder auf der anderen", so Amit Paranjape, zuständiger Verkaufsleiter bei Handtmann. TPI hat mit großen Plänen und Visionen ein bedeutendes Wachstum zum Key-Player in der internationalen Luftfahrtindustrie vor sich, welches Handtmann weiterhin unterstützen wird.

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