Handelskammern Bremen und Bremerhaven wehren sich gegen so genannte "Betten-Steuer"

(PresseBox) (Bremen, ) Die Handelskammer Bremen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremerhaven lehnen die Einführung einer Förderabgabe für die touristische Infrastruktur und die Kulturförderung in Form einer so genannten "Betten-Steuer" - also einem Aufschlag auf die Übernachtungspreise - ab.

Ein entsprechender Antrag der Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der Bremischen Bürgerschaften gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Nutzer touristischer und kultureller Angebote mit den Übernachtungszahlen gleichzusetzen seien. Das Gegenteil, so die beiden Kammern, sei der Fall. Die regelmäßigen Erhebungen zu den Bremer Übernachtungszahlen machten deutlich, dass rund zwei Drittel der Hotelgäste im Land Bremen Geschäftsreisende sind. Davon leite die Bremer Touristik Zentrale (BTZ) regelmäßig die Bedeutung großer Messen und Kongresse für Bremen ab.

Eine "Betten-Steuer" würde daher nach Ansicht der beiden Kammern die Falschen treffen: "Wenn schon über eine Abgabe nachgedacht wird - die im Grunde einer neuen Steuer gleichkommt -, dann müssten die Nutzer touristischer oder kultureller Angebote einbezogen werden, beispielsweise durch einen geringfügigen Aufschlag auf Tickets oder sonstige Eintrittskarten." Wichtig sei in diesem Fall allerdings, dass die Politik transparent argumentiere und den Nutzern deutlich mache, warum über die Steuermittel hinaus eine weitere Abgabe notwendig sei.

Aufschläge auf Übernachtungen sind nach Ansicht der beiden Kammern der falsche Weg. Dies würde für die Hoteliers letztlich nur zu einer weiteren Verschärfung der Wettbewerbssituation führen.

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