Gästeabend der Handelskammer und des Einzelhandelsverbands Nordsee Bremen: Bremens Zentrum als Einzelhandelsstandort stärken

(PresseBox) (Bremen, ) Einzelhandel und Politik müssen gemeinsam daran arbeiten, Bremen innerhalb der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten als Einkaufsmetropole zu stärken. Dazu müssen die Verkaufsfläche in der Innenstadt ausgeweitet und die Qualität des Angebots erhöht werden. Dies betonten der Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Nordsee Bremen, Norbert Caesar, und Peter Schöler, Vorsitzender des Ausschusses für Einzelhandel und verbraucherorientierte Dienstleistungen der Handelskammer, gestern beim Gästeabend der beiden Institutionen im Park Hotel. Bremen müsse sich über grundlegende Formen der Attraktivitätssteigerung seines Zentrums Gedanken machen, wie das die Handelskammer in ihren Leitlinien "Perspektive Bremen 2020" unter der Überschrift "Bremens neue Mitte" eingefordert hat.

Norbert Caesar warnte davor, angesichts der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise nur die Probleme in den Blick zu nehmen: "Noch ist der Einzelhandel von den Auswirkungen der Krise weitgehend verschont geblieben", sagte er. Insbesondere für den Einzelhandel böte ein verändertes Konsumverhalten der Verbraucher Chancen. Caesar: "Wir bemerken derzeit einen Rückzug der Menschen ins Private. Größere Investitionen werden zugunsten kleinerer Anschaffungen für das persönliche Lebensumfeld verschoben."

Der Verbandsvorsitzende wies auch auf die Bedeutung des Einzelhandels als Arbeitgeber und Motor für die Binnenkonjunktur hin. Er kritisierte in diesem Zusammenhang Benachteiligungen wie beispielsweise durch Belastungen im Rahmen der Unternehmenssteuerreform: "Diese Reform hat zwar zu einer Senkung der Steuersätze geführt", sagte Norbert Caesar, "zugleich hat sie aber ermöglicht, dass Zinsen, Mieten und Pachten zur Gewerbesteuer hinzugerechnet werden. Für viele Unternehmen besteht damit die Gefahr der Substanzbesteuerung."

Der Vorsitzende des Einzelhandelsausschusses der Handelskammer, Peter Schöler, betonte die Bedeutung eines gemeinschaftlich erarbeiteten Strukturkonzepts für die Bremer Innenstadt: "Wir müssen hier dringend zu einer zwar stadtverträglichen, aber doch großen Lösung kommen, die spürbar über Bremens Stadtgrenzen hinaus ausstrahlt - das ist entscheidend", betonte er. Schöler wies auf die Aufwertung des Bereichs Hanseaten- und Lloydhof hin, sagte aber auch: "Wir brauchen neue, attraktive Laufwege und müssen bestehende Verbindungen optimieren, um diese besser an die Haupteinkaufslagen anzubinden. Auch hier muss es um einen großen Wurf gehen und nicht die Optimierung hier und die kleine Verbesserung da." Über die Bereitschaft hinaus, über grundlegende Stadtentwicklungsthemen zu diskutieren, forderte er auch den Mut zu Entscheidungen ein: "Endlose Diskussionen über die Schließung des Brill-Tunnels zeigen uns, dass wir noch konsequenter werden müssen", sagte Schöler.

Dies betreffe vor allem auch die seit mittlerweile zwei Jahren diskutierten Einzelhandelskonzepte für Bremen und die Region: "Nur durch solche Konzepte", so der Ausschussvorsitzende, "werden wir die Möglichkeit haben, mit dem Umland nicht bei jeder Ansiedlungsentscheidung für ein großflächiges Ansiedlungsvorhaben vor Gericht zu landen."

Auch er plädierte dafür, die Krise konstruktiv zu nutzen: "Wir müssen jetzt die erforderlichen Zukunftsinvestitionen planen, damit wir den Boden für Investoren bereitet haben, wenn diese nach der Krise wieder investieren wollen und können." Schöler wies auch auf die Bedeutung der Entwicklung der Stadtteilzentren hin: "Wir müssen überlegen, ob durch die Zusammenlegung der oft kleinteilig parzellierten Grundstücke in den Stadtteilen neue, marktgerechte Flächen erzeugt werden können." Wichtig sei hier die gute Arbeit der Werbe- und Interessengemeinschaften.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.