Rohstoffpreise steigen weiter in US-Dollar / Europa profitiert dagegen von sinkenden Rohstoffpreisen aufgrund der Dollarabwertung

Im Vergleich zum Vormonat ist der HWWI-Rohstoffpreisindex auf Euro Basis um knapp 1 % gesunken, auf US-Dollar Basis dagegen um 5,6 % gestiegen / Der Grund für diese Entwicklung ist die Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar

(PresseBox) (Hamburg, ) Es erhöhten sich die beiden Teilindices "Rohöl" um 7,3 % (in Euro: +0,8 %) und NE-Metalle um gut 8 % (in Euro: +1,7 %). Das WTI-Rohöl erreichte im Oktober einen Preis von über 83 US-Dollar pro Barrel. Der Ölpreisanstieg wurde jedoch gedämpft durch die gut gefüllten amerikanischen Öllagerbestände und Sorgen über die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft in den USA. Bei den NE-Metallen stiegen im Vergleich zum Vormonat am stärksten Zinn mit 16 % (in Euro: +9,2 %), Zink mit 10,3 % (in Euro: +3,6 %) und Aluminium mit 8,5 % (in Euro: +2 %).

Die Preissteigerungen bei den NE-Metallen sind unter anderem auf eine gestiegene Nachfrage in den Schwellenländern, insbesondere China und gleichzeitig auftretenden Versorgungsengpässen beispielsweise bei Zinn zurückzuführen. Gegen Ende Oktober gaben die Tagespreise für NE-Metalle dennoch nach. Im Vergleich zum Höchstwert am 25. Oktober mit 269,3 lag der Teilindex für NE-Metalle am letzten Handelstag im Oktober mit 259,9 Punkten um 3,5 % darunter. Eine geringere chinesische Stahlnachfrage im Sommer führte dazu, dass niedrigere Vertragspreise für Eisenerz im vierten Quartal 2010 ausgehandelt wurden (in US-Dollar: -10 %; in Euro: -15,4 %).

Der Index ohne Energie, in dem die NE-Metalle, agrarische Rohstoffe und Rohstoffe für Nahrungs- und Genussmittel enthalten sind, stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,5 % (in Euro: -3,6 %). Dabei sank der Weizenpreis um 2,3 % (in Euro: -8,2 %) im Monatsdurchschnitt. Jedoch erreichten die Tagespreise für Weizen gegen Ende Oktober mit 771,3 US-Cent je Scheffel ihren Monatshöchststand. Russland, einer der größten Weizenexporteure der vergangenen Jahre, warnte, dass die Trockenheit, die bereits einen großen Teil der Ernte im Sommer zerstörte, sich auch negativ auf die Erträge des Winterweizens auswirken könnte.

Im Index ohne Energie stieg der Preis für Baumwolle mit 16,2 % (in Euro: +9,4 %) am stärksten, während sich der Zuckerpreis um 14,3 % (in Euro: +7,6 %) erhöhte. Bei Baumwolle haben Ernteausfälle in Indien, Pakistan und China zu einer Angebotsverknappung geführt, die Hauptgrund für die Preissteigerung war. Dagegen lässt zu trockenes Wetter in Brasilien, der weltweit größte Zuckerproduzent, Befürchtungen aufkommen, dass die Zuckerernte beeinträchtigt werden könnte. Die Lagerbestände an Zucker sind zurzeit sehr gering, wodurch die Preise in die Höhe getrieben werden.

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