Fährpassagiere beleben Einzelhandel und Tourismusbranche

(PresseBox) (Rostock, ) Die rund zwei Millionen Passagiere, die auf den vier von und nach Rostock verkehrenden Fährlinien pro Jahr registriert werden, geben mehr als 41 Millionen Euro im Seehafen, in der Hansestadt Rostock und in Mecklenburg-Vorpommern aus. Das ergab eine repräsentative Fährpassagierbefragung, die das Ostseeinstitut für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Universität Rostock im Auftrag der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock von März bis Oktober 2011 im Seehafen Rostock durchführte. Nach Befragungen in den Jahren 2004/05 und 2008 war das die dritte Studie dieser Art.

Dabei wurden mehr als 1.000 Passagiere unter anderem nach ihrer Zufriedenheit mit den Abläufen im Hafen, ihrem Einkaufs- und Übernachtungsverhalten, ihrem Ausgabeverhalten im Hafen, in der Stadt und Region, ihren Start- und Zielorten der Reise befragt. Interviewt wurden Urlaubs- und Geschäftsreisende, Einkaufstouristen, LKW-Fahrer und Tagesausflügler auf allen aktuellen Fährlinien.

"Die Zufriedenheitsbefragung der Fährpassagiere in Rostock erfolgte im Rahmen des durch die Europäische Union geförderten Interreg-Projekts INTERFACE, das dazu beitragen soll, den Fährverkehr für nichtmotorisierte Passagiere wieder attraktiver zu machen. Aus den Befragungsergebnissen können Handlungsempfehlungen für den Hafen, aber auch die Reeder abgeleitet werden", so Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock.

Urlaubsreise dominiert

Mit 60 Prozent befinden sich mehr als die Hälfte aller Passagiere auf einer Urlaubsreise. 13 Prozent der Befragten gaben an, geschäftlich unterwegs zu sein. 17 Prozent sind LKW-Fahrer, drei Prozent Einkaufstouristen und zwei Prozent Tagesausflügler. Über die Hälfte aller Fährpassagiere stammt aus Deutschland (59 Prozent), 12 Prozent kommen aus Dänemark und 10 Prozent aus Schweden. Der Großteil der Passagiere hat seine Reise in Deutschland angetreten (88 Prozent). Insbesondere Berliner, Mecklenburger, Vorpommern, Brandenburger, Sachsen und Bayern nutzten die ab Rostock Seehafen verkehrenden Fährverbindungen nach Dänemark, Schweden, Polen und Finnland.

Bei den Zielorten der Reise rangieren Dänemark (44 Prozent), Schweden (39 Prozent) und Finnland (8 Prozent) auf den ersten drei Plätzen. Fast drei Viertel (70 Prozent) aller Befragten nutzen für Hin- und Rückfahrt dieselbe Route.

Hafen und Fährlinien mit gut bewertet

Auf einer Notenskala von eins bis fünf zeigten sich die Befragten mit dem Hafen (2,3), dem Angebot an Fährlinien (2,1) und der genutzten Fährlinie (2,1) zufrieden. Als wichtig wurden folgende Dienstleistungen und Einrichtungen im Hafen eingestuft: Sanitäre Einrichtungen, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Parkplätze und Beschilderung. "Bei den diesjährigen umfangreichen Umbaumaßnahmen auf dem Fährterminal sind wir mit dieser Bewertung ganz zufrieden. Verbesserungen sind hier in Sichtweite", so Ulrich Bauermeister. "Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im kommenden Jahr werden nicht nur die Verkehrsabläufe auf dem Terminal effizienter, sondern wir werden durch das neue Fährcenter auch insgesamt moderner und kundenfreundlicher."

Rund 23 Prozent der befragten Passagiere haben im Hafen oder in der Region Rostock Waren für durchschnittlich 77 Euro eingekauft. Dabei standen Getränke und Lebensmittel ganz oben auf der Einkaufsliste. 30 Prozent der Fährpassagiere geben im Hafen und in Rostock durchschnittlich 63 Euro für solche Dienstleistungen wie Gastronomiebesuche und Tanken aus. Und etwa acht Prozent der Passagiere übernachten auch in Rostock und Umgebung. Sie geben dafür im Durchschnitt 63 Euro aus. Das heißt in absoluten Zahlen, dass die Fährpassagiere in Rostock für einen jährlichen Umsatz bei Waren von 17,7 Millionen Euro, bei Dienstleistungen von 18,6 Millionen Euro und bei Übernachtungen von 5,3 Millionen Euro sorgen.

"Die ab dem Seehafen Rostock verkehrenden Fährlinien verbinden die Hansestadt und das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht einfach nur mit Skandinavien, Polen und Finnland. Sie sind auch Garant dafür, dass Passagiere hier Geld ausgeben und damit die Kaufkraft in der Region erhöht wird. Das wiederum sichert Arbeitsplätze", sagt Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock. "Nicht zu vergessen, dass eine Hafenstadt sich nicht zuletzt durch internationales Flair auszeichnet wie die ausländische Gästestatistik Rostocks beweist. Schweden und Dänen rangieren hier und in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren auf den ersten Plätzen. Ohne die bestehenden Fährverbindungen ab Rostock wäre das ganz sicher nicht der Fall."

Seehafen Rostock ist Haupteingangstor für skandinavische Urlauber

Das Gros aller skandinavischen Übernachtungsgäste in Mecklenburg-Vorpommern erreicht das beliebte norddeutsche Urlaubsland über den Rostocker Seehafen.

Von den 305.000 ausländischen Touristen, die 2010 in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern übernachteten, stammt mehr als ein Drittel aus Nordeuropa. Etwa 60.000 Urlauber kamen aus Schweden, 48.000 aus Dänemark, 6.000 aus Finnland und rund 2.000 aus den Baltischen Staaten.

Knapp ein Fünftel aller ausländischen Übernachtungsgäste Mecklenburg-Vorpommerns macht in der Hansestadt Rostock Station. Im Jahr 2010 registrierte die Hafenstadt an der Warnow 56.000 Übernachtungsgäste aus dem Ausland, von denen die Hälfte aus Nordeuropa anreiste. Schweden (31 Prozent), Dänen (10 Prozent) und Finnen (5 Prozent) sind die häufigsten nordeuropäischen Gäste in Rostock.

Die Hafenstadt Rostock besitzt mit neun Prozent einen hohen ausländischen Gästeanteil unter den kreisfreien Städten und Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf Landesebene beträgt der Gästeanteil aus dem Ausland fünf Prozent an der gesamten Urlauberzahl.

"Der Rostocker Seehafen ist das Haupteingangstor für skandinavische Urlauber in unsere Hansestadt und nach Mecklenburg-Vorpommern", sagt Ulrich Bauermeister. "Mit rund zwei Millionen Fährpassagieren pro Jahr ist Rostock zudem der größte deutsche Passagierhafen mit mehreren Linienverbindungen nach Nordeuropa. Fährschiffe der Reedereien Finnlines, Scandlines und TT-Line verbinden Rostock mit Dänemark, Schweden, Polen und Finnland."

Weitere Informationen: www.rostock-port.de

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