Perfekter Start in den Auto-Frühling

Die GTÜ gibt praktische Tipps für den "Frühjahrsputz"

(PresseBox) (Stuttgart, ) Weg mit dem Winterdreck, die smarten Sommersohlen aufs Auto geschraubt. Nichts vergessen? Die Tipps der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung für den "Frühjahrsputz".

Außen wirklich sauber

Ab Mitte März wird es Zeit für eine gründliche Wagenwäsche inklusive Unterboden und Radläufe. Denn dort hält sich das aggressive Salz des Winters am längsten. Automatische Waschanlagen bieten entsprechende Programme.

Der GTÜ-Tipp:

Prüfen Sie nach dem Waschgang, ob die Düsen wirklich gesprüht haben. Ist der Unterboden nass?

Handarbeit zur Vorsorge

Handwäsche ist sinnvoll. Zumal für Falze, Kanten und Ritzen, denn die werden von Autowaschanlagen häufig nur unzureichend gesäubert.

Der GTÜ-Tipp:

Benutzen Sie zur Reinigung einen weichen Schwamm, Waschhandschuhe oder geeignete Waschbürsten und spülen Sie diese in kurzen Abständen gründlich aus, damit nicht Schmutzreste (Mikro-) Kratzer im Lack verursachen können.

Vorsicht bei Hochdruckreinigern

Hochdruckreiniger in der Hand von Laien können mehr Schaden als Nutzen stiften. Deshalb sollte man die Bedienungshinweise für Druck und Spritzabstand genauestens befolgen. Gefahr besteht auch für die Reifen, die durch einen falschen Umgang mit dem Hochdruckreiniger - auch unsichtbar - beschädigt werden können.

Der GTÜ-Tipp:

Motorwäsche besser dem Fachmann überlassen, damit nicht elektronische Bauteile durch unsachgemäße Handhabung Schaden leiden. Eine anschließende dauerhafte Konservierung des Motorraums mit Schutzwachs wird empfohlen.

Gummi, Lack und Glas

Kontrollieren Sie nach der Außenreinigung Gummidichtungen, Lack, Windschutzscheibe und Scheibenwischer. Gummidichtungen sollten mit Pflegemitteln wie etwa Silikonspray behandelt werden. Kleinere Einschlagstellen im Lack lassen sich auspolieren oder mit einem Lackstift behandeln. Eine abschließende Hartwachsversiegelung sollte man spätestens dann vornehmen (lassen), wenn auf dem sauberen Lack das Wasser nicht mehr deutlich abperlt.

Bei der Kontrolle die Heckscheibenwischer nicht vergessen! Sind die Wischergummis unversehrt? Wenn die Wischerblätter leicht schmieren, kann man sie erst einmal mit Scheibenreiniger behandeln. Hilft auch das nicht, sollten sie ausgetauscht werden.

Der GTÜ-Tipp:

Reparaturen kleinerer Schäden der Windschutzscheibe werden von Fachwerkstätten durchgeführt und sind für Teilkaskoversicherte häufig kostenlos.

Innenraum entschlacken

Eine gründliche Fahrzeuginnenreinigung ist längst nicht nur eine Frage des persönlichen Sauberkeitsbedürfnisses. Feuchte und schmutzige Polster und Teppiche sind ideale Nährböden für Pilze und Bakterien. Chemische Geruchsvernichter helfen da nicht, sondern nur eine Grundreinigung: Saugen, Fußmatten (eventuell mit Hochdruckreiniger) abwaschen. Für die Fußmatten keinesfalls Cockpitspray verwenden. Unfall-Rutschgefahr! Selbst scheinbar saubere Scheiben sind häufig beschlagen, nicht zuletzt bedingt durch die Ausdünstungen der Kunststoffteile im Fahrzeuginnenraum, was besonders nachts die Blendung durch den Gegenverkehr verstärkt. Mikrofasertücher und Glasreiniger sorgen hier wieder für echten Durchblick. Vorsicht bei der Reinigung des Dachhimmels. Zu starkes Reiben kann die Struktur zerstören oder zu hellen Stellen führen. Für die Sitze sollten geeignete Polster- oder Lederreiniger verwendet werden.

Der GTÜ-Tipp:

Wenn es nach einer sorgfältigen Innenreinigung im Fahrzeug noch immer unangenehm riecht, kann auch die Klimaanlage dran schuld sein. In diesen Fällen sollte man in der Fachwerkstatt Rat suchen.

Räder wechseln - aber richtig

Sollen die Reifen vom letzten Sommer noch einmal montiert werden? Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Die GTÜ-Experten empfehlen jedoch zur Sicherheit für Sommerreifen ein Restprofil von mindestens 3 mm und 4 mm bei Winterreifen. Beim Neukauf empfiehlt sich ein Blick auf Vergleichstests unabhängiger Organisationen wie der GTÜ, denn selbst bei Markenreifen gibt es bemerkenswerte Unterschiede.

Fünf Punkte zu Ihrer Sicherheit:

- Schauen Sie sich Ihre gebrauchten Sommerpneus genau an! Unregelmäßig abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer oder eine falsche (meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie hin.
- Achten Sie bei der Montage laufrichtungsgebundender Reifen darauf, dass der Pfeil auf der Reifenflanke an jeder Fahrzeugseite immer in Laufrichtung nach vorne zeigt. Tauschen Sie Räder beim Wechseln nur von vorne nach hinten.
- Montieren Sie die Räder immer nur mit den dafür vorgesehenen Radschrauben.
- Achten Sie bei der Rädermontage auf das vom Hersteller vorgeschriebene Drehmoment (steht in der Betriebsanleitung). Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel. Zu wenig ist genauso schädlich wie zu viel. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.
-Sorgen Sie unmittelbar nach der Montage für den richtigen Reifenfülldruck (steht in der Bedienungsanleitung oder im Tankdeckel, respektive im Einstieg der Fahrertür). Versorgen Sie auch das Reserverad (sofern vorhanden) mit dem korrekten Luftdruck.

Der GTÜ-Tipp:

Sommerreifen nicht zu früh montieren. Bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius sind Winterreifen die bessere Wahl. Außerdem muss bis zu den Eisheiligen Mitte Mai mit Nachtfrost gerechnet werden.

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