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"Vernetzt, verwoben, verworren - Die Kunst des transmedialen Erzählens" - 8./9. Dezember im Grimme-Institut

(PresseBox) (Marl, ) Die Grundlinien und die Perspektiven des TV-Erzählens und der programmlichen Optionen in den Zeiten der Konvergenz wollen die diesjährigen Marler Tage der Medienkultur ausmessen. Unter dem Titel "Vernetzt, verwoben, verworren - Die Kunst des transmedialen Erzählens" werden am 8. und 9. Dezember 2011 beim Grimme-Institut in Marl Experten den Fragen nachgehen, wie die Zukunft der bewegten Bilder aussehen wird und welche Mittel und Strategien in der konkreten Gestaltung einzelner Programmsegmente eingesetzt werden, wenn Fernsehen und Netz vielfältig zusammenwachsen.

Neben den Aspekten einer neuen Ästhetik und Dramturgie soll auch erörtert werden, wie sich die Akteure - von den Produzenten bis zu den Sendern - auf die crossmedialen Bedingungen einstellen und in welchen Konstellationen sowie auf welchen Plattformen sich neue kreative Zusammenhänge entwickeln. Auch die Fragen neuer Partizipation und neu zu entwickelnder Potentiale werden eine wichtige Rolle spielen.

Zu den Grundlagen der zweitägigen Fachtagung werden einordnende Befunde gehören, ebenso aktuelle Werkstatt-Einblicke in aktuelle crossmediale Produktions-Szenarien, weiter auch kritisch-wissenschaftliche Bewertungen der gegenwärtigen und der sich abzeichnenden transmedialen Zukunft der TV-Landschaft und der Medienbranche.

Zu den Referenten der diesjährigen Marler Tage der Medienkultur zählen auch führende Köpfe so renommierter Unternehmen wie Somethin' Else und The Company P aus London und Stockholm, Paul Bennun und Mike Pohjola; weiter der Chef des UFA Lab, Jens-Uwe Bornemann, und Vernetzungspezialisten wie Esther Friedrich und Alex Weimer der jungen Produktionsfirma Movie Brats. Auch die großen Sender sind vertreten, so mit WDR-Fernsehfilm-Chef Gebhard Henke und SAT.1.-Geschäftsführer Joachim Kosack. Cologne-Lab-Gründungsdirektur Gundolf S. Freyermuth wird die Potenziale der Games für das multimediale Geschichtenerzählen vorstellen.

Auch ein Preis gehört zum Programm - der nrw.spot 2011. Mit ihm werden 3-Minuten-Filme in einem offenen Video-Wettbewerb ausgezeichnet, den das Grimme-Institut in Kooperation mit der Kreativ-schmiede ecce und 2010LAB.tv organisiert. Ecce-Chef Dieter Gorny und Michael Steinbrecher, Moderator und Professor für Fernseh- und Videojournalismus, werden den Preis überreichen.

Fördernde Partner der vom Grimme-Institut veranstalteten Tagung sind ecce, Ufa Film & TV Produktion, WDR und WDR mediagroup.

Er freue sich sehr, so der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, dass diese Fachtagung über eine Konstellation solcher exzellenten Partner realisiert werden könne. Dies ermögliche, mit hervorragenden Referenten sehr konkrete Fragen künftiger crossmedialer Programmgestaltung zu erörtern und neue Felder abzustecken.

ecce-Direktor Prof. Dieter Gorny begründet das Engagement der Kreativschmiede, die zu den Folgeaktivitäten von Ruhr.2010 gehört, so:
"Fernsehen und Internet konvergieren technisch, doch sie sind immer noch getrennte Kulturen. Das spaltet unsere Öffentlichkeit. Ein gesellschaftlicher Dialog über unsere Zukunft kann so nicht gedeihen. Unsere Aufgabe muss sein, die offene Gesellschaft und ihre Werte im digitalen Umbruch der Medienlandschaft zu erhalten bzw. auf neue Weise zu fördern."

UFA-Chef Wolf Bauer unterstreicht die Zukunftsperspektive:
"Seit vielen Jahren experimentieren und produzieren wir im Rahmen unseres Innovationsmanagements mit Inhalten für die Neuen Medien. Crossmedialität und Transmedialität haben sich dabei als eine Erzählform herausgestellt, die nicht nur alte und neue Medien miteinander verbinden kann, sondern die Vielfalt der interaktiven Möglichkeiten, die die neuen Medien bieten, auf innovative Weise nutzbar macht. Kurz: Transmedialität hat Zukunft. Es macht deshalb überaus Sinn für die UFA, sich mit diesem Thema auf so renommierten und ertragreichen Veranstaltungen wie den Marler Tagen der Medienkultur einzubringen."

WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff sieht die Themenstellung der Marler Tage der Medienkultur als "Schlüsselthema":
"Wir erleben eine Wechselwirkung von Fernsehen und Internet. Die Trends in der Bewegtbild-Produktion befruchten sich gegenseitig. Neue Trends der Fernseh-Ästhetik sind schnell im Netz zu sehen - und was im Netz angesagt ist, finden wir auch im Fernsehen wieder. In diesem Prozess attraktive Formen ,transmedialen Erzählens' zu entwickeln, ist eine spannende Aufgabe."

Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR mediagroup, betont:
"Einen nachhaltigen Diskurs über die Rolle und die Verantwortung der Medien anzustoßen - diesen wichtigen Aspekt der Marler Tage der Medienkultur möchten wir mit unserem Engagement unterstützen. Denn unser Erfolg als Vermarkter steht und fällt mit der Qualität unserer Angebote".

Anmeldungen für die Marler Tage der Medienkultur am 8. und 9. Dezember 2011 in Marl können gerichtet werden an spies@grimme-institut.de und eskes@grimme-institut.de. Telefonische Rückfragen zu Einzelheiten des Programms beantwortet Dr. Ulrich Spies, Telefon 02365 9189-22.

Das Programm mit dem aktuellen Stand wird in Kürze im Netz über die Homepage des Grimme-Instituts zu sehen sein.

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