GRENKE Gruppe für den weiteren Jahresverlauf auf Wachstum eingestellt

(PresseBox) (Baden-Baden, ) .
- Zinsergebnis im zweiten Quartal 2010 um 10 % gegenüber Vorjahr gesteigert auf 19,5 Mio. EUR nach 17,7 Mio. EUR im Vorjahr
- Zinsergebnis über drei Quartale hinweg kontinuierlich gestiegen
- Konzern-Gewinn nach Steuern im zweiten Quartal bei 6,5 Mio. EUR nach 5,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahr
- Eigenkapitalquote mit 17,2 % weiterhin sehr komfortabel

Im zweiten Quartal 2010 konnten wir das Zinsergebnis signifikant um 10 Prozent auf 19,5 Mio. EUR steigern (Q2-2009: 17,7 Mio. EUR). Dieser Erfolg resultiert aus mehreren positiven Entwicklungen: Im Jahr 2009 konnten wir die DB2-Marge des Neugeschäfts deutlich ausweiten und hierdurch die daraus generierten Erträge steigern, obwohl wir aus Risikoüberlegungen das Neugeschäft insgesamt aktiv deutlich zurückgeführt hatten. In 2010 haben wir das Neugeschäft im Zuge der wieder verbesserten Wirtschaftsaussichten und einer insgesamt entspannteren Risikosituation ohne wesentliche Margenzugeständnisse wieder kräftig ausgeweitet. Weiterhin profitieren wir von den für uns aktuell günstigen Refinanzierungskonditionen.

Unsere sehr gute Finanzausstattung und unser Investmentgrade-Rating konnten wir auch während der schwersten Finanzkrise der Nachkriegszeit aufrecht erhalten. Damit sind alle für uns günstigen Refinanzierungsoptionen am Kapitalmarkt bestehen geblieben und wir konnten sehr frühzeitig wieder als Emittent am Markt auftreten. Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2010 und dem vierten Quartal 2009 zeigt sich diese Entwicklung eindrucksvoll: Das Zinsergebnis ist über drei Quartale hinweg kontinuierlich um jeweils knapp fünf Prozent gestiegen.

Die Schadensabwicklung als Ergebnis insbesondere des Rezessionsjahres 2009 dürfte seinen Höhepunkt im ersten Quartal 2010 mit 9,5 Mio. EUR überschritten haben. Im zweiten Quartal 2010 lagen die Schäden bei 7,7 Mio. EUR. Die Schadenquote weist zwar noch einen überdurchschnittlich hohen Wert auf, hat sich gegenüber dem ersten Quartal aber wieder spürbar zurückgebildet. Die positive Entwicklung der Schäden im zweiten Quartal bestätigt unsere Prognose, dass wir den Höhepunkt der Belastungen überschritten haben. Allerdings darf der positive Trend des zweiten Quartals nicht einfach fortgeschrieben werden. Quartalsweise Volatilitäten der Schadenentwicklung sind in unserem Geschäft üblich, die Prognostizierbarkeit des weiteren Verlaufs ist derzeit noch sehr schwierig.

Die Personal- sowie die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen weisen sowohl im Quartals- als auch im Halbjahresvergleich Anstiege auf. Das ist zum einen darauf zurückzuführen, dass wir unser Wachstum im laufenden Jahr deutlich und erfolgreich forciert haben und zum anderen aus der Erstkonsolidierung der GRENKEFACTORING. Wir haben im ersten Halbjahr 2010 das internationale Geschäft weiter ausgebaut - es trug mit einem Anteil von 59,4 % (Vorjahr 46,8 %) zum Neugeschäft der GRENKE Gruppe bei. Im Juli hat unsere neue Niederlassung in Bristol die Tätigkeit aufgenommen und wir haben damit unseren dritten Standort in Großbritannien etabliert. Kostenanstiege resultieren auch aus dem Umzug der GRENKE BANK von Hamburg nach Baden-Baden und haben Einmalcharakter.

Die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus nicht im Hedge Accounting erfassbaren Währungsvolatilitäten, insbesondere aus der Aufwertung des britischen Pfundes und des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro. Diese Volatilitäten sind überwiegend buchhalterische Effekte und können sich im weiteren Jahresverlauf durchaus wieder gegenläufig entwickeln.

Die operativen Erträge des zweiten Quartals 2010 stiegen um 9,1 Prozent auf 23,3 Mio. EUR nach 21,4 Mio. EUR im Vorjahr. Das Verwertungsergebnis verharrte auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Im Sechsmonatsvergleich stehen alle Ertragspositionen im Plus. Die operativen Erträge erreichten im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 44,9 Mio. EUR nach 44,1 Mio. EUR im 1.HJ-2009.

Nach Steuern stieg der Konzerngewinn im zweiten Quartal auf 6,5 Mio. EUR nach 5,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Sechsmonatszeitraum ergibt sich noch ein Rückgang auf 12,2 Mio. EUR nach 13,1 Mio. EUR. Im zweiten Halbjahr 2010 wird sich, trotz der Einmalkosten durch den Umzug der Bank und der Volatilität einzelner Währungen, welche wir nicht als nachhaltig betrachten, der Wachstumstrend der Erträge weiter fortsetzen. Zum einen bedingt durch den hohen Volumenzuwachs im Neugeschäft, den anhaltend hohen DB2-Margen im ersten Halbjahr dieses Jahres sowie insbesondere durch die sehr hohen Margen des Neugeschäfts 2009.

Basis unseres signifikanten Neugeschäftswachstums bilden unsere hohe Eigenkapitalquote und unsere sehr gute Reputation auf den Fremdkapitalmärkten. Im ersten Halbjahr 2010 lag die Eigenkapitalquote bei sehr komfortablen 17,2 Prozent.

Dieses Ergebnis wurde von 526 Mitarbeitern erwirtschaftet gegenüber 503 im 1. HJ-2009 (auf Vollzeitbasis ohne Vorstand).

"Das bereits sehr gute Neugeschäft der GRENKE Gruppe des ersten Quartals 2010 haben wir im zweiten nochmals gesteigert, insgesamt konnten wir im ersten Halbjahr um stolze 42,5 Prozent zulegen. Wir gehören damit zu den wenigen Unternehmen, die nicht nur gegenüber der schwachen Basis des Krisenjahres 2009 wachsen, sondern auch bereits wieder ihre Geschäftsvolumina des Vorkrisenjahres 2008 deutlich übertreffen. Auch bei den Margen liegen wir weiterhin über dem früheren Niveau, obwohl wir - wie angekündigt - die hohen Margenvorgaben an unseren Vertrieb etwas zurückgenommen haben, um die Marktchancen in vollem Umfang zu nutzen. Unsere frühe und zügige Expansion in Europa zahlt sich inzwischen voll aus. Wir können dort wachsen, wo die besten Marktchancen für Volumen und Margen bestehen und machen uns immer stärker unabhängig von unserem deutschen Heimatmarkt. Wir erwarten für das zweite Halbjahr weiterhin ein hohes Neugeschäft und haben daher mit der Veröffentlichung unserer Neugeschäftszahlen die Prognose für das Geschäftsjahr 2010 angehoben. Insgesamt erwarten wir nun für 2010 einen Zuwachs des Neugeschäfts in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner von deutlich über 20 Prozent.", erläuterte Dr. Uwe Hack, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der GRENKELEASING AG.

Weiter kommentierte er: "Das Ergebnis des Konzerns wird bereits etwas von dem hohen Neugeschäftsvolumen, den anhaltend hohen DB2-Margen im ersten Halbjahr dieses Jahres sowie insbesondere den sehr hohen Margen des Neugeschäfts 2009, das im laufenden Jahr für eine volle Berichtsperiode wirksam wird, profitieren. Grundsätzlich fließen dem Konzern die Erträge aus dem Neugeschäft kontinuierlich über die gesamte Laufzeit eines Finanzierungsvertrages zu, d.h. die Ergebniseffekte treten mit einem Zeitversatz zum Abschluss des Neugeschäfts ein. Die Kosten durch unsere internationale Expansion sowie durch die Ausweitung unseres Produktportfolios wollen wir durch die erwartete Ausweitung der Erträge kompensieren. Bei den Perspektiven für das Ergebnis bleiben wir noch vorsichtig, da die weitere Entwicklung der Schäden noch unsicher ist. Wir bestätigen daher unsere Erwartung eines Konzern-Gewinns in der Größenordnung von 25 Mio. EUR bis 28 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2010. Mit einem Gewinn von 6,5 Mio. EUR im zweiten Quartal und von 12,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2010 ist diese Prognose solide untermauert."

Der vollständige Quartalsfinanzbericht zum 30. Juni 2010 ist im Internet abrufbar unter www.grenke.de INVESTOR RELATIONS - Berichte - Finanzberichte 2010.

GRENKELEASING AG

Die GRENKE Gruppe ist ein breit diversifizierter Anbieter von Finanzdienstleistungen für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für Privatkunden.

Die GRENKE Gruppe umfasst die in vierzehn europäischen Ländern aktiven Gesellschaften des GRENKELEASING Konzerns und ist darüber hinaus mittels eines Franchise-Systems in weiteren sieben Ländern Europas vertreten. Inklusive ihrer Franchisepartner ist die GRENKE Gruppe mit 20 Standorten in Deutschland sowie mit insgesamt 39 Standorten im Ausland präsent.

Die Service-Palette des GRENKELEASING Konzerns (ohne Franchisepartner) deckt das Small Ticket IT-Leasing und Factoring ab sowie - über die GRENKE BANK AG - klassische Online-Bankdienstleistungen.

Die GRENKE BANK AG gehört seit Beginn 2009 zum GRENKELEASING Konzern.

Im Bereich des Small Ticket IT-Leasing, für Produkte wie PCs, Notebooks, Kopierer, Drucker oder Software mit relativ kleinen Objektwerten, nimmt die banken- und herstellerunabhängige GRENKE Gruppe eine führende Marktposition in Europa ein. Ihre Angebotspalette wird durch das Fahrzeugleasing eines ihrer Franchisepartner abgerundet.

Die GRENKELEASING AG ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und gehört dem SDAX an.

Die Aktien der GRENKELEASING AG sind im SDAX der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Kürzel GLJ, ISIN DE0005865901, notiert.

Informationen zur GRENKE Gruppe und zu den Produkten sind im Internet unter http://www.grenke.de, http://www.grenkebank.de, http://www.grenkefactoring.de abrufbar.

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