Sieben Thesen zur Wirtschaftskrise von Dkfm. Dr. Peter Greiner

Greiner Group blieb im stürmischen Geschäftsjahr 2008 stabil auf Kurs

(PresseBox) (Kremsmünster/Linz, ) Im Rahmen des Jahresberichtes 2008 der Greiner Group stellte Vorstand Dkfm. Dr. Peter Greiner sieben persönliche Thesen zur Wirtschaftskrise auf. Er sprach über Verlierer und Gewinner ebenso wie über den Wiederaufstieg, die Politik und die Rolle Österreichs. Trotz extremer konjunktureller Einflüsse konnte die Greiner Group im Vorjahr ihren Umsatz um 4,2 Prozent auf 1,116 Milliarden Euro steigern. Vorstand Dr. Axel Greiner betonte: "Die Unternehmensgruppe ist unverändert gut aufgestellt und finanzstark. Das Geschäftsjahr brachte klar an den Tag, dass sich die Strategie der Diversifikation von Produkten und Märkten und die dezentrale Führungsstruktur gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten besonders bezahlt machen."

Das Geschäftsjahr 2008 beinhaltete von überbordender Konjunktur bis hin zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Einbrüchen extreme Facetten, die in Planungen und Budgets nicht antizipiert werden konnten. Dr. Axel Greiner berichtet: "Die erste Jahreshälfte war geprägt von einer Hochkonjunktur. Sie brachte die höchsten Kosten aller Zeiten für Kunststoffe, enorm hohe Energie- und Frachtkosten sowie in fast allen Ländern Lohnkostensteigerungen mit sich. Im zweiten Halbjahr, speziell im vierten Quartal, folgte ein dramatischer Konjunktureinbruch, der bei einzelnen Sparten zu deutlichen Nachfragerückgängen führte. In dieser Phase erlitt die Greiner Group Währungsverluste in Höhe von mehreren Millionen Euro. Der Preisverfall bei Kunststoffen verursachte eine massive Lagerabwertung, deren Ausmaß ebenfalls mehrere Millionen Euro betrug. Trotz all dieser negativen Einflüsse gelang es der Greiner Group, ihren Umsatz zu steigern."

Sieben Thesen zur Wirtschaftskrise von Dkfm. Dr. Peter Greiner

Zur viel zitierten Wirtschaftskrise nahm Dkfm. Dr. Peter Greiner ausführlich Stellung.
Er stellte dazu sieben persönliche Thesen auf:

- These 1:
"Es gibt infolge der Wirtschaftskrise viele Verlierer, für die ich kein Mitleid habe. Das sind beispielsweise Rohstoffmagnaten, Finanzjongleure, Spekulanten, Heuschrecken oder Banken, die ihre eigentliche Aufgabe aus den Augen verloren haben. Die wirklichen Verlierer sind jedoch viele Tausende Menschen, die aufgrund der Wirtschaftskrise arbeitslos wurden, derzeit hauptsächlich Leiharbeiter."
- These 2:
"Es gibt auch viele Gewinner, über die derzeit medial nicht berichtet wird."
- These 3:
"Die Schere zwischen Arm und Reich in den Industrieländern wird kleiner."
- These 4:
"Die Inflation ist auf Jahre gebrochen, weil dieses Mal alle Blasen gleichzeitig geplatzt sind."
- These 5:
"Der Wiederaufstieg wird zäh und mühsam."
- These 6:
"Die internationale Politik droht die Krise zu verlängern. In der Bankenszene ist keine Entspannung festzustellen, weil die Politik zu viel Zeit benötigt. Es ist auch falsch, Zombiebetriebe künstlich am Leben zu erhalten."
- These 7:
"Österreich wird besser aussteigen als die meisten anderen Länder. Gründe dafür sind beispielsweise der starke Tourismus, der relativ geringe Anteil der Maschinenbau- und Autobranche sowie ein hoher Anteil innovativer Unternehmen auf dem Gebiet alternativer Energien."

Extreme Konjunktursituationen

Die erste Sparte der Greiner Group, die den starken Konjunkturrückgang zu spüren bekam, war Greiner Tool.Tec. Auslöser: Mit der platzenden US-Immobilienblase reduzierten die Zulieferbetriebe der Bauindustrie ihre Investitionen. In weiterer Folge prägten große Absatzprobleme in der Automobilindustrie das globale Wirtschaftsjahr 2008. Diese Entwicklung traf speziell Greiner Perfoam und Eurofoam. Die starke konjunkturelle Abkühlung im letzten Quartal 2008 und ihre Auswirkungen bekamen auch alle anderen Sparten indirekt zu spüren.

Rechtzeitiges Gegensteuern

In der Greiner Group wurden rechtzeitig Gegensteuerungs-Maßnahmen ergriffen. Kapazitäten erfuhren eine frühzeitige Anpassung, mit Hilfe ständig neu adaptierter Strategien ist die Unternehmensgruppe für Nachfragerückgänge gerüstet. Der Greiner Group kommt nun die Situation zugute, dass sie in den vergangenen sechs Jahren intensiv daran gearbeitet hat, ihre Eigenkapitalquote zu steigern. Dieses Polster, kombiniert mit der breiten, sicheren Aufstellung, macht sie zu einem interessanten, verlässlichen Partner für Banken. Die Strategie der Stärkung der Eigenkapitalquote wird auch in der Phase konjunktureller Abkühlung weiter verfolgt.

Umsatzentwicklung nach Holdinggesellschaften

Die Greiner Holding AG verzeichnete 2008 einen Umsatzzuwachs um 3,6 % von € 830 Millionen auf € 860 Millionen. Wie in den vergangenen Jahren konnte auch die Greiner Bio-One International AG 2008 ihren Umsatz steigern. Er wuchs um 5,9 % von € 242 Millionen auf € 256 Millionen. Dieser Zuwachs resultiert aus beiden Segmenten BioScience und Preanalytics, wobei der Geschäftsbereich Preanalytics den stärkeren Wachstumsschub verzeichnete.

Umsätze nach Regionen Die geografische Umsatzverteilung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. 44 % der Produkte werden in Österreich hergestellt, 17 % in Deutschland, 25 % in den restlichen EU-Staaten. Die restlichen 14 % verteilen sich auf Länder außerhalb der EU.

Ausblick / Risikoabschätzung

Die Greiner Group wird sich 2009 und möglicherweise auch in den Folgejahren mit den Auswirkungen des Konjunktureinbruchs zu beschäftigen haben, insbesondere mit Preis- und Nachfragerückgängen. Es ist mit rückläufigen Umsätzen in der gesamten Unternehmensgruppe zu rechnen, die sich in den einzelnen Sparten unterschiedlich darstellen. Die Investitionstätigkeit wird angesichts dieser Vorzeichen zurückgenommen. Aufgrund ihrer breit aufgestellten Struktur und rechtzeitigen Vorkehrungen ist die Greiner Group für die besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres 2009 gut gerüstet. In Hinblick auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaftslage spielen die USA eine Schlüsselrolle. Große Hoffnungen ruhen auf dem neuen Präsidenten Barack Obama. Gelingt es ihm nicht, die US-Wirtschaft zu stabilisieren, könnte das Land in eine schwerwiegende Rezession abgleiten. Dies würde sich auf die exportorientierten Unternehmen der Greiner Group negativ auswirken. Wird der Konjunktureinbruch in den weltwirtschaftlich bedeutendsten Ländern jedoch rechtzeitig abgefedert, sind das gute Vorzeichen für den Konsum. Verbraucher könnten in diesem Fall von günstigen Preisen für Energie und Treibstoffe bzw. deren Folgewirkungen profitieren.

Facts and figures Tradition und Vision prägen die Entwicklung der international agierenden Greiner Group. Sie zählt zu den führenden Unternehmen der Schaumstoff- und Kunststoffindustrie. Bereits 1868 in Deutschland und 1899 in Österreich gegründet, vereint die zu 100 Prozent in Familienbesitz stehende Unternehmensgruppe das Know-how einer Netzwerkorganisation mit der hohen Innovation und Flexibilität rechtlich eigenständiger Unternehmenseinheiten. Die Diversifikation von Produkten und Märkten zeichnet die Greiner Group aus. Sie ist Garant für kontinuierliches Wachstum.

Heute verfügt die Unternehmensgruppe über 117 Standorte (Produktions- und Vertriebsstätten) rund um den Globus. Diese ermöglichen es den verbundenen Unternehmenseinheiten, teils als Local- wie auch als Globalplayer ihre Aktivitäten optimal auf Kundenanforderungen sowie Marktbedürfnisse zu fokussieren. Mit 7.841 MitarbeiterInnen erzielte man im Geschäftsjahr 2008 einen konsolidierten Umsatz von 1,116 Milliarden Euro. Die Greiner Group besteht aus zwei Holding-Gesellschaften, der Greiner Holding AG und Greiner Bio-One International AG. Die Gruppe wird von den Vorständen Dkfm. Dr. Peter Greiner und Dr. Axel Greiner geführt.

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