Graphit Kropfmühl AG: Umsatzsteigerung um 19,6 % auf TEUR 21.626

Konzernergebnis 1. Quartal 2010 (EBIT) mit TEUR 365 wieder positiv

(PresseBox) (Kropfmühl, ) Die Graphit Kropfmühl AG (DEUTSCHE BOERSE: "GKR") hat das 1. Quartal 2010 erfolgreich abgeschlossen. Nach deutlichen Rückgängen zu Beginn des Jahres 2009 hat sich die Trendumkehr des 2. Halbjahres 2009 als nachhaltig erwiesen und der konsolidierte Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 19,6 % auf TEUR 21.626. Zuversichtlich stimmt uns, dass dieses Wachstum von beiden Segmenten und in allen Regionen, in denen wir tätig sind, getragen wurde.

Die Ergebnis- und Rentabilitätskennzahlen konnten ebenfalls deutlich zulegen, so verbesserte sich das EBIT von TEUR - 36 im Vorjahr auf TEUR 365 in 2010. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls signifikant und hat sich mit TEUR 1.341 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Da die Durchschnittspreise für Siliciummetall im Vorjahresvergleich zurückgingen und damit die Stromkosten als wesentlicher Faktor bei der Produktion von Siliciummetall noch mehr an Bedeutung gewonnen haben, mussten wir in diesem Segment Ergebniseinbußen hinnehmen. In der Graphit-Sparte entfalten die Kosteneinsparungsmaßnahmen der Vorjahre ihre Wirkung und führten zusammen mit dem Umsatzsprung zu deutlich verbesserten Ertragskennzahlen.

Segment Siliciummetall

Der Absatz in diesem Segment hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz einer durchgeführten Anlagenwartung sehr erfreulich entwickelt. Die verfügbaren Kapazitäten konnten in der Berichtsperiode voll ausgelastet werden. Der Absatz von Siliciummetall legte auf 6.846 t um 17,6 % zu. Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer höheren Nachfrage der Aluminiumguss-Industrie, die im Vorjahr wesentlich von der Wirtschaftskrise getroffen war.

Die erzielten Durchschnittspreise liegen unter dem Vorjahr. Die Marktpreise reduzierten sich während des Jahres 2009 aufgrund eines massiven Überangebots signifikant. Wir sehen den Boden allerdings erreicht und erwarten für die Zukunft keine weiteren Preissenkungen. Auch der zweite Produktbereich, der Vertrieb der Kuppelprodukte RW Füller und unsere Qualität Q1 konnte wieder deutlich auf 5.376 t zulegen und hat damit das Niveau des Geschäftsjahres 2008 erreicht.

In den Umsatzkosten belasten gestiegene Einstandskosten für unsere Hauptrohstoffe die Margen. Zudem kommt den Energiekosten aufgrund der reduzierten Preise auf der Verkaufsseite eine noch größere Bedeutung zu. Aufgrund der höheren Wartungskosten im 1. Quartal ergeben sich insgesamt deutlich gesunkene Ergebnisse in diesem Segment.

Segment Graphit

Die Nachfrage nach unseren Produkten entwickelte sich in den meisten Regionen und Anwendungsbereichen sehr erfreulich. Die Auslastung unserer Kapazitäten ist auf ein hohes Niveau zurückgekehrt. Durch die Nutzung der Kurzarbeit im vergangenen Jahr waren wir in der Lage, ohne Zeitverlust auf die eingetretene Belebung zu reagieren. Zu Jahresanfang wurde deshalb die Kurzarbeit an allen Standorten beendet. Ab dem 2. Quartal wird eine neue Vermahlungslinie in Betrieb gehen, um die steigende Nachfrage aus dem Bauchemiebereich befriedigen zu können.

Bereits seit dem 2. Halbjahr 2009 steigen die Beschaffungspreise für unsere Rohwaren. Nachdem inzwischen eine weltweite Belebung der Konjunktur spürbar ist, steigt in der Folge auch das weltweite Güteraufkommen und damit die Transportkosten, die zusätzlich unsere Margen belasten. Wir haben unsere Kostenstruktur im vergangenen Jahr angepasst und durch ein Restrukturierungsprogramm die Zahl der Mitarbeiter unserer Mine in Sri Lanka deutlich reduziert. In Großbritannien haben wir zum Jahresende unsere direkte Präsenz aufgegeben und unsere Vertriebsaktivitäten zentralisiert.

Durch den Umsatzsprung und unsere Kosteneinsparungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren waren wir in der Lage, alle maßgeblichen Ergebnis- und Rentabilitätskennziffern in diesem Segment signifikant zu verbessern und in einen positiven Bereich zurückzubringen.

Ausblick 2010

Die Zahlen des abgelaufenen Quartals zeigen, dass wir in beiden Segmenten überproportional am erwarteten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes teilhaben können. Unsere zu Jahresbeginn getroffene Umsatzprognose von EUR 88 Mio. bis EUR 90 Mio. sehen wir als erreichbar an, sofern sich die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht wesentlich eintrübt.

In der Siliciummetall-Sparte liegen die erzielbaren Preise unter dem Vorjahresniveau. Eine weitere Korrektur nach unten ist im derzeitigen Umfeld allerdings nicht zu erwarten. Die Stromkosten als wichtigster Faktor in der Herstellung haben damit weiter an Bedeutung gewonnen, so dass wir die Ergebnis- und Rentabilitätszahlen des Vorjahres im Siliciummetall-Segment nicht erreichen werden.

In der Graphit-Sparte werden wir eine neue Vermahlungslinie planmäßig im 2. Quartal in Betrieb nehmen. Diese stellt auch einen großen Teil des im Geschäftsjahr 2010 geplanten Investitionsvolumens dar. Durch diese neue Kapazität und zusätzliche Umsätze mit Schmier- und Trennstoffen in neuen Märkten sehen wir die prognostizierte Umsatzsteigerung auf EUR 28,0 Mio. bei gleichzeitiger Verbesserung der Ergebnis- und Rentabilitätskennzahlen als erreichbar an.

Rohstoffsicherung in der Graphit-Sparte hat weiterhin hohe Priorität

Die deutliche Belebung der Nachfrage nach Graphit führte zu weiteren Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite. Damit setzte sich eine Entwicklung fort, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 festzustellen war. Wir erwarten, dass dieser Trend in Zukunft weiter anhält. Um die Auswirkungen auf die Graphit-Sparte und deren Abhängigkeit von externen Lieferanten in Zukunft zu reduzieren, untersuchen wir ständig neue Lagerstätten. Wir haben Sie im 1. Quartal darüber informiert, dass wir mit Partnern in Brasilien die Gründung eines Joint-Ventures anstrebten. Nach weiteren eingehenden Untersuchungen der geologischen und infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort hat sich GK entschieden, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen. Wir konzentrieren uns nun auf andere Vorkommen in Südamerika und Afrika, die zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht weiter konkretisiert werden können.

Hauptversammlung

Unsere Hauptversammlung 2010 findet am 16. Juni 2010 in den Räumlichkeiten der Hanns-Seidel-Stiftung in München statt. Die Einladung und die Tagesordnung nebst Anfahrtskizze erhalten unsere Aktionäre von Ihren depotführenden Banken zugesandt. Alle Unterlagen zur Hauptversammlung sowie eventuelle Gegenanträge zur Tagesordnung unserer Hauptversammlung stellen wir Ihnen auch innerhalb unseres Investor Relations-Bereichs auf unserer Homepage zur Verfügung.

Finanzkalender

- Hauptversammlung, München 16. Juni 2010 - 10.00 Uhr
- Bericht zum 1. Halbjahr 2010 11. August 2010
- Bericht zum 3. Quartal 2010 10. November 2010
- Deutsches Eigenkapitalforum 22. - 24. November 2010

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und die Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ereignisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken, und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Graphit Kropfmühl AG

Die Graphit Kropfmühl AG ist Spezialist für die Herstellung von Siliciummetall und ein weltweit führender Anbieter für veredelten Naturgraphit mit Standorten in Europa, Asien und Afrika. Das im Prime Standard notierte Unternehmen (ISIN: DE0005896005) bietet seinen Kunden Siliciummetall und Graphite für vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Siliciummetall wird in der Chemie-, Aluminium-, Halbleiter- und Solarzellenindustrie genutzt. Hochwertige Graphite werden u. a. in Schmierstoffen, als Kohlebürsten in Elektromotoren und in der Chemischen Industrie beispielsweise für Wärmedämmung und Energiesparprogramme eingesetzt.

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