100 Jahre "Made by STAHL"!

Stahl Wäschereimaschinen feiert 100-jähriges Jubiläum

(PresseBox) (Sindelfingen, ) Das Geschäftsfeld der Gottlob Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH umfasst die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von gewerblichen Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Mangeln sowie zugehöriger Eingabe-, Falt- und Sondermaschinen.

Das schwäbische Unternehmen wird bereits in der vierten Generation von der Familie Stahl geleitet. 1909 war es Gottlob Stahl, der mit dem Bau von Holzbottich-Waschmaschinen den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Er war der Urgroßvater der heutigen Juniorchef-Generation. Seitdem ist man der Wäschereitechnik treu geblieben, was dem Unternehmen tiefgehendes Know-how und unschätzbare Erfahrung verleihen.

Gegründet wurde das Unternehmen in Stuttgart, doch schon im Jahr 1925 wurde das Areal im Stuttgarter Osten zu klein. Also entschlossen sich die Inhaber und Gründer, Gottlob und Karoline Stahl, an ihre eigene Herkunftsstätte nach Maichingen zurückzukehren. Diesem Produktionsstandort hat auch der Sohn und Nachfolger Willy Stahl die Treue gehalten und das ist auch heute noch so. Das viel zitierte "Made in Germany" hat im Hause Stahl immer noch den Stellenwert eines Gütezeichens, so dass man es in abgewandelter Form auch für sich selbst übernahm. So ziert jede Maschine, die nach eingehender Kontrolle den Prüfstand verlassen hat, ein Siegel mit dem Aufdruck: "Qualität - Made by Stahl".

Ein Blick zurück - von der Handkurbel zum Frequenzumrichter

Der Start der Firma begann mit der Produktion von Waschmaschinen, deren Antriebssystem eine Handkurbel und die menschliche Arbeitskraft war. Der nächste Schritt war mit dem Einsatz eines Wassermotors bereits eine enorme Erleichterung für das Waschpersonal. Holzbottich-Waschmaschinen mit aufgesetzter Entwässerungspresse waren anschließend der übliche Standard in der Branche.

1934 entwickelte Stahl die erste Muldenmangel, also eine Wäschemangel, bei der die Wäsche zwischen einer Mulde und einer darin eingepassten Walze hindurchläuft. Damit setzte eine weitere Leistungssteigerung in der Wäscherei ein.

In den ersten Nachkriegsjahren entstanden dann die ersten Metall-Waschmaschinen, die für die damaligen Verhältnisse ein nahezu futuristisches Design zeigten. Inzwischen produzierte Stahl auch Wäscheschleudern, später bekamen diese allerdings Konkurrenz durch die Waschvollautomaten, die bereits einen Schleudergang integriert hatten.

1982 erfand Stahl seine "Super-Mulde", die auf der Eingabeseite überhöht ist und der Wäschemangel dadurch noch mehr Leistung bringt. Diese Mulde bietet der Firma noch heute ein Alleinstellungs-Merkmal.

Eine echte Pionierleistung schaffte die Firma 1987 im Bereich der Mangeltechnik. Durch den Einsatz von Drehstrom-Motoren und Frequenzumrichtern gelang es, die Mangelgeschwindigkeit individuell und stufenlos zu steuern. Es war eine Entwicklung, die in der Branche Skepsis verursachte, von den Kunden jedoch hocherfreut angenommen wurde. "Die Investitionen in Mut, Zeit und Geld haben sich bezahlt gemacht", blickt der verantwortliche Ingenieur Werner Stahl heute zurück.

Diese Antriebstechnik hat Stahl als erstes Unternehmen auch in den Waschschleuder-Maschinen eingesetzt. Eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und damit eine Kostenersparnis für die Kundschaft war die Folge.

1989 entwickelte Thomas Stahl für die Waschschleuder-Maschinen eine Trommellagerung, die der Philosophie von bester Qualität und langer Lebensdauer in idealer Weise entsprach. Groß dimensioniert und gegen Störungen weitestgehend abgesichert, erlaubt diese Konstruktion dem Unternehmen, auf die Lagerung fünf Jahre Garantie zu geben.

Im Jahr 1990 begann auch der Einstieg in die Mangeltechnik der Mehrroller-Maschinen, die mit großen Walzendurchmessern und zwei oder mehr Walzen für den notwendigen Leistungs-Output in großen Wäschereien sorgen. Durch eine ausgetüftelte Technik von Einzelantrieben und Mess- und Steuerungssystemen gelang es, den absoluten Gleichlauf der zwei oder drei Walzen zu gewährleisten, eine Entwicklung, die hauptsächlich der Schonung der ohnehin beanspruchten Wäsche zugute kommt.

Innovation par excellence betrieben die Schwaben im gleichen Jahr, als sie als erstes Unternehmen eine Mikroprozessor-Steuerung in Waschmaschinen einbauten. "Das ist heute zwar üblich, aber wenn man bei einer so umfassenden Neuerung Pionier war, macht das schon stolz, auch heute im Rückblick", resümiert der heutige Seniorchef, Enkel des Firmengründers, ebenfalls mit dem Namen Gottlob Stahl.

Eine Vielzahl von Innovationen und Weiterentwicklungen folgte. Die Sortimentsbreite wurde ausgebaut, so dass Stahl heute als Anbieter von Wäschereimaschinen gilt, der eine der größten Auswahlen bietet. Es sind alles modernste Hochleistungs-Maschinen, von der kleinsten Waschmaschine über die Gewerbetrockner in acht Größen bis hin zu den Mangeln in etwa 80 Varianten und Größen. Die derzeit neueste Maschine ist die Wäschemangel Master mit dem weltweit größten Walzendurchmesser von 2010 mm.

Modernste Produktionsanlagen in Sindelfingen

In der Region Stuttgart Maschinen zu produzieren, ist ein kostenintensives Unterfangen. Gottlob Stahl hat sich dennoch entschieden, diesem Standort treu zu bleiben. Hier stimme die Qualität der regionalen Maschinenlieferanten und anderer Zulieferer, doch noch wichtiger sei, dass hier die Einstellung der Mitarbeiter zur geforderten Qualität passe. Das hervorragende Fachpersonal, das der Firma meist schon lange Jahre die Treue hält, sei die wichtigste Komponente für den Unternehmenserfolg, meint der Seniorchef. Im Sindelfinger Stadtteil Maichingen bedienen sie die modernsten Metallbearbeitungs-Maschinen.

Herzstück der Produktion ist eine Trumatic Laserschneideanlage, die vollautomatisiert Metallplatten mit bis zu 30 mm Dicke aus dem Hochregallager holt und daraus Rohteile für die Wäschereimaschinen schneidet. Eine Stanz-Laser-Kombination von Trumpf und Schwenkbiegemaschinen der Marke RAS bearbeiten die Teile weiter. Ein "Sahnestückchen" in der Metallbearbeitung stellt das automatische Biegezentrum dar, das ebenfalls von RAS kommt.

Nicht nur die Gehäuse seiner Produkte stellt Stahl selbst her. Auch die Trommeln der Waschmaschinen und Hochleistungstrockner werden selbst gelocht, gebogen und verschweißt. Auch die Mulden und Walzen der Muldenmangeln, die Durchmesser von 200 bis 2010 mm aufweisen, werden in Maichingen produziert. In der Montageabteilung ist dann Teamarbeit angesagt, bevor die Maschinen auf den Prüfstand kommen und anschließend in alle Welt versendet werden.

"Diese Fertigungstiefe mag vielleicht extrem erscheinen," meint Uwe Stahl, einer der jungen Geschäftsführer, "doch sie hat auch große Vorteile. So können wir schon am Beginn der Produktionskette auf die Qualität achten, außerdem sind wir äußerst flexibel, was Sonderwünsche angeht. Diese Flexibilität ist eines unserer Markenzeichen!"

Die heutige Unternehmer-Familie

Der heutige Erfolg der Gottlob Stahl Wäschereimaschinenbau GmbH ist im Wesentlichen der Erfolg von Gottlob Stahl und seiner Frau Irmgard. 1961 machte er sich im Alter von 21 Jahren selbstständig und führte mit unbändiger Energie und unternehmerischer Dynamik die Firma aus einer wirtschaftlichen Talsohle. Schon damals hatte er einen untrügerischen Blick für Chancen, die sich ergeben könnten - und er hatte den eisernen Willen, die besten Waschmaschinen zu bauen. So baute er das Traditionsunternehmen immer weiter aus.

Im Laufe der Zeit bekam Gottlob Stahl Unterstützung durch seine vier Söhne. Sie wuchsen in und mit der Firma auf, begeisterten sich früh für die Materie und spielten schon als Kinder mit Schrauben. Schon bald halfen sie bei einfachen Tätigkeiten und gaben auch ihrer Berufsausbildung die entsprechende Richtung. Vier diplomierte Ingenieure bzw. Kaufleute waren das erfolgreiche Ergebnis.

Mit strategischen Entscheidungen bereitet Gottlob Stahl seinen Söhnen den Weg in die spätere Übernahme. So wird heute auf etwa 7500 m2 in drei Produktionshallen Maschinenbau vom Feinsten praktiziert. Die Investitionen in Gebäude und Produktionsanlagen sorgen dafür, dass " ... für den Tag X alles gewappnet ist", meint der weitsichtige Unternehmer.

Blick in die Zukunft

Die Märkte, die Stahl mit seinen Profi-Maschinen bedient, wandeln sich ständig. Neue Gesetzesvorgaben, Umweltanforderungen oder Kostenveränderungen zwingen Hotels, Heime und Wäschereien zu permanenten Anpassungen ihrer technischen Einrichtungen.

Dies berührt in der Folge auch die Investitionsgüter-Lieferanten, die ein hohes Maß an Flexibilität und Erfindergeist aufweisen müssen. Doch das Unternehmen sei hierauf vorbereitet, so die Inhaber. Marktveränderungen habe man immer im Blick und das Know-how für Forschung und Entwicklung ist in der Familie selbst angesiedelt. Mit Hilfe modernster Informationstechnologie werden in der Konstruktions-Abteilung schnell die notwendigen Anpassungen oder Innovationen geschaffen.

Die Brüder Thomas, Uwe, Werner und Jochen Stahl, die in der Zukunft das Unternehmen leiten werden, decken in ihren Kenntnissen und Erfahrungen unterschiedliche, sich ergänzende Geschäftsbereiche ab. Die Produktionstechnologie und die Gewerbeimmobilien sind ebenfalls vorhanden, und so lautet die Zielsetzung, die die vierte Generation für die kommenden Jahre ausgegeben hat, eindeutig Expansion.

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