Bürgerreporter und Journalisten - wachsende Koexistenz in einer veränderten Medienlandschaft

Ein kritischer Beitrag des Chefredakteurs der Salzburger Nachrichten löst auf der Bürgerreporter-Plattform myheimat.de eine lebhafte Debatte über Chancen und Grenzen des Bürgerjournalismus aus

(PresseBox) (Augsburg, ) Es wurde schon viel geschrieben über Bürgerreporter, auch sehr viel Negatives; in der Kritik stand, insbesondere auf Seiten der Berufsjournalisten, deren mangelnde journalistische Qualität. Nun haben sich auch die Hobby-Reporter zu Wort gemeldet und führen derzeit auf www.myheimat.de eine intensive Diskussion über die Definition von Qualitätsjournalismus, über Profis und Laien in den Medien und die Rolle von Bürgerreportern in einer sich verändernden Medienlandschaft.

In Deutschland hält die Diskussion über die Bedeutung des Qualitätsjournalismus im Internetzeitalter an. Blogger, Social Networker und Hobby-Reporter schneiden dabei zumeist sehr schlecht ab, werden als Feinde oder zumindest als inkompetent dargestellt. Ein Beispiel dafür ist der Artikel "Schindluder mit der Qualität" der Salzburger Nachrichten, der auf myheimat.de eine lebhafte Diskussion ausgelöst hat.

Auf Deutschlands größtem Bürgerreporterportal griff Bürgerreporter Axel Haack aus Freilassing in seinem Artikel "Was uns Bürgerreporter von Qualitätsjournalisten unterscheidet" (http://www.myheimat.de/beitrag/867249) als erster das Thema auf und stieß bei den myheimat-Autoren auf große Solidarität. Und auch Journalisten beteiligen sich an der Diskussion: in seinem Folgebeitrag "Bürgerdentisten und Bürgerpiloten" (http://www.myheimat.de/beitrag/868332)

erklärt Clemens Wlokas, stellv. Chefredakteur der Madsack Heimatzeitungen, „Bürgerreporter (...) haben einfach Spaß daran, ihr Lebensumfeld in Bild und Text anderen näher zu bringen, diskutieren gern über ihre Überzeugungen, wägen Argumente ab und bringen in ihre Beiträge und Kommentare den Sachverstand ihrer beruflichen Erfahrungen ein.” Im Weiteren spricht er davon – und das findet sich auch in den zahlreichen anderen Kommentaren wieder - dass Hobby-Reporter das Berufsjournalistentum ergänzen aber nicht ersetzen können oder wollen. Weitere Diskussionsbeiträge waren:

- „Ich habe mir ohnehin nie eingebildet ein "Journalist" zu sein. Dennoch hat alles seine Berechtigung.“

- „Wir vielgeschmähten Bürgerreporter sind manchmal eben schneller, dichter am Ball und manchmal auch gut informiert. Und wenn dann die Profis den Artikel noch aufnehmen, höflich mal anfragen, ob sie die Fotos verwenden können und was bewegen, haben wir doch unser Ziel erreicht.“

- „Bei aller Bescheidenheit: Ohne das Wissen der anderen, ohne die Mithilfe der vielen, also ohne die Aufmerksamkeit der Leute von der Straße können gute Journalisten heutzutage nicht mehr auskommen. Es geht es um Aufklärung im besten Sinne.“

- „Ich bin beides, ein "Bürgerreporter" (was immer das auch sei) und ein Profi. Ich schreibe sowohl für internationale Zeitschriften als auch mit viel Freude und Engagement in diesem Forum.“

Die Diskussion macht deutlich, dass Hobby-Reporter ihre Aufgabe ernst nehmen. Es macht ihnen Spaß authentisch und herzlich über das Leben vor ihrer Haustür zu berichten und sich darüber mit anderen auszutauschen. Ob sogenannter Qualitätsjournalismus oder Bürgerreportertum - es werden täglich, aus den unterschiedlichsten Gründen, gute und schlechte Berichte verbreitet. Letztendlich entscheidet der Konsument, in diesem Fall der Leser, aus welchen Quellen er seine Informationen bezieht.

gogol medien GmbH & Co. KG

Auf dem Bürgerreporterportal myheimat.de veröffentlichen mehr als 37.000 registrierte Nutzer Lokalgeschichten. Die Plattform vernetzt die Hobby-Autoren mit Gleichgesinnten sowohl aus ihrem unmittelbaren Umfeld als auch landesweit. Über 235.000 Berichte und 950.000 Bilder wurden bisher online veröffentlicht. Die Möglichkeit der Publikation in Druckausgaben mit einer aktuellen Gesamtauflage von über 1,1 Mio. Exemplaren garantiert den Bürgerreportern größtmögliche Aufmerksamkeit für ihre Beiträge.

Für den Abdruck der Inhalte bietet myheimat regionalen Zeitungsverlagen und Medienunternehmen einen Zugang zu den auf der Plattform befindlichen Inhalten an. Diese können mit den dazugehörigen Publishing Tools einfach in hochwertige Printpublikationen überführt werden. Derzeit erscheinen ausgewählte Beiträge aus der myheimat-Community regelmäßig in drei Lokalzeitungen, einem Anzeigenblatt und 25 eigenständigen Lokalmagazinen. Die Zahl der myheimat-Partnerverlage und damit die Reichweite für Bürgerreporter wird kontinuierlich ausgebaut.

Über The MediaLab sind zwei der größten deutschen Regionalzeitungsverlage (Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG und WAZ-Mediengruppe) an myheimat beteiligt. myheimat.de wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderen dem European Newspaper Award (2008) und dem Münchner-Business-Plan-Award (2003).



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