Konferenz in Berlin: Freiheit im Blick - Europa 1989/2009

(PresseBox) (München, ) Am 18. und 19. März 2009 veranstalten das Goethe-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde und das Polnische Institut Berlin die Konferenz "Freiheit im Blick: Europa 1989/2009. Geschichte einer Hoffnung - Ende einer Illusion?". Wissenschaftler, Politiker und Künstler aus Mittelosteuropa und Deutschland diskutieren in Berlin über die Freiheitsbewegungen von 1989 und fragen, was aus den Hoffnungen von damals geworden ist. Eröffnungsredner ist Adam Michnik.

Im Jubiläumsjahr 2009 sind die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Mittelosteuropa von 1989 Thema der Konferenz "Freiheit im Blick": Das Streben nach Freiheit und friedliche Revolutionen in Ländern wie Ungarn, Polen oder der damaligen Tschechoslowakei setzten in Europa eine enorme Dynamik in Gang - Prozesse, die maßgeblichen Anteil am epochalen Umbruch von 1989 hatten. Die Wende wird als gesamteuropäisches Phänomen untersucht. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, was aus den Hoffnungen und Freiheitsversprechen dieser Zeit geworden ist: Wo steht das vereinte Europa heute?

Adam Michnik, Essayist, Publizist und eine der zentralen Figuren der organisierten Opposition in Polen, hält am 18. März in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften den Festvortrag über "1989, Europa und die Perspektiven 2009". Bei der offiziellen Eröffnung der Konferenz "Freiheit im Blick" sprechen außerdem: Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Berlin, und Rita Süssmuth, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO). Der Leipziger Pianist und Komponist Steffen Schleiermacher begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Am 19. März diskutieren Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Künstler aus Mittelosteuropa und Deutschland im Roten Rathaus unter anderem über "1989. Aufbruch und Hoffnung", "Der Markt und die Freiheit", "Die Verheißung Europa" oder den "Strukturwandel der europäischen Öffentlichkeit". Zentral ist dabei die Betrachtung der Wende als gesamteuropäisches Phänomen: "Das Jahr 1989 beginnt mit den Dissidenten in Ost- und Mitteleuropa, die mit ihrem Eintreten für Menschen- und Bürgerrechte auch die Gesellschaften im Westen Europas an den Kern der europäischen Werte erinnerten", so die Präsidentin der DGO Rita Süssmuth.

Auf der Konferenz sollen die Bewegungen und Hoffnungen aus dem Wendejahr auch im Spiegel der heutigen Zeit betrachtet werden. Der Vergleich mit dem status quo zeigt, wie das Politische und das Kulturelle in Europa sich verändert haben. "Europa braucht ein neues Gemeinschaftsgefühl", meint Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Berlin. "20 Jahre nach dem Systemwechsel freuen wir uns, dass sich nun Ost und West ihre Geschichten erzählen können."

Auch für die Aktivitäten des Goethe-Instituts in Mittelosteuropa seien diese Entwicklungen prägend, so Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts: "Die Arbeit der neun Goethe-Institute vor Ort mit unseren unmittelbaren und doch auch 'neuen' Nachbarn hat bis heute einen hohen Stellenwert - gerade auch in unseren gemeinsamen Bemühungen für Europa."

Teilnehmer (Auswahl): Adam Budak, Kurator Kunsthaus Graz, Ainars Dimants, Journalist, Riga, Ivaylo Ditchev, Kulturanthropologe, Sofia, Béla Greskovits, Central European University, Budapest, Marju Lauristin, Soziologin, Tallinn, Janusz Lewandowski, MdEP, ehem. Privatisierungsminister, Brüssel/Sopot, Markus Meckel, MdB, Berlin, Pawe? Machcewicz, Gründungsdirektor des Museums des Zweiten Weltkrieges in Danzig, Justas Paleckis, MdEP, Vilnius/Brüssel, Martin Porubjak, Dramaturg, Bratislava/Brno, Aleš Šteger, Lyriker, Slowenien, Ji?ina Šiklová, Soziologin, Prag

Zu der Konferenz erscheint das Sonderheft von OSTEUROPA: "Freiheit im Blick. 1989 und der Aufbruch in Europa" mit Beiträgen der Konferenzteilnehmer und weiterer Autoren.

Eröffnungsveranstaltung
18. März 2009, 18:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibnizsaal,
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Konferenz
19. März 2009, 9 bis 17:30 Uhr
Rotes Rathaus
Rathausstraße 15, 10178 Berlin

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, Akkreditierung per Email : presse.freiheit-im-blick@goethe.de

Die Konferenz ist eine Zusammenarbeit der Goethe-Institute in Prag, Bratislava, Budapest, Krakau, Ljubljana, Riga, Tallinn, Vilnius, Warschau, des Polnischen Instituts Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde.

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