Deutschunterricht künftig auch in Oman

Regierung Omans und Goethe-Institut unterschrieben in München ein Abkommen über die Zusammenarbeit

(PresseBox) (München, ) Als erstes Land in der Golf-Region führt das Sultanat Oman an den staatlichen Sekundarschulen des Landes Deutsch als zweite Fremdsprache ein. Unterstützt wird es dabei vom Goethe-Institut, das omanische Lehrer für diese Aufgabe qualifiziert und das Projekt über drei Jahre hinweg begleitet. Am 23. Juli haben der Bildungsminister des Sultanats Oman, Saud Mansoor Al-Sulaimi YAHYA, und der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp, in München ein entsprechendes Abkommen unterschrieben. Bildungsminister Al-Sulaimi betonte die Wichtigkeit dieser Kooperation für das Sultanat: "Die deutsche Sprache spielt für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere für den Tourismus in Oman eine wichtige Rolle. Ich danke dem Goethe-Institut für seine aktive Rolle in Oman und für die Bereitschaft, die Schulen bei der Lehrerqualifizierung und bei der Qualität des Deutschunterrichts zu unterstützen. Ich konnte mich bei meinem Besuch in Deutschland davon überzeugen," so Al-Sualimi, "wie herausragend das bayerische Bildungssystem ist und freue mich, dass Oman und Deutschland über das Goethe-Institut in diesem Bereich zusammenarbeiten." Der Generalsekretär des Goethe-Instituts dankte dem Bildungsminister für sein Engagement für die deutsche Sprache und seine Bereitschaft, Deutsch als zweite Fremdsprache an den Sekundarschulen einzuführen. "Die Golf-Region ist für die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik besonders wichtig. Für die deutsche Sprache gibt es aber in der gesamten Region noch einen großen Nachholbedarf. Es ist ermutigend, dass Oman hier einen ersten wichtigen Schritt getan hat." Knopp sprach die Hoffnung aus, dass das Beispiel Oman in der Region bald Schule mache und dass auch andere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar dem Beispiel folgen mögen.

Das Erziehungsministerium des Sultanats Oman wird Deutsch zunächst an vier Pilotschulen (zwei Jungen- und zwei Mädchenschulen) in den zwei Gouverneraten Maskat und Batinah Süd als zweite Fremdsprache nach Englisch einführen. Im September 2010 beginnen dazu die ersten Qualifizierungsmaßnahmen von zehn Englischlehrerinnen und lehrern. Der Deutschunterricht soll mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 starten und nach der Pilotphase in den Folgejahren auf alle elf Gouvernerate des Landes ausgeweitet werden. Die bereits im Unterrichten einer Fremdsprache erfahrenen Lehrkräfte werden vom Ministerium ein Jahr lang vom Unterricht freigestellt, lernen im Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts in Muskat Deutsch und setzen sich mit Methodik und Didaktik des Deutschunterrichts an Sekundarschulen auseinander. Vertieft werden ihre Deutsch- und Methodik-Kenntnisse während zwei vierwöchiger Aufenthalte an einem der Goethe-Institute in Deutschland.

Die Verhandlungen über die Einführung der deutschen Sprache hat das Goethe-Institut Golf-Region im Rahmen der Partnerschulinitiative der Bundesregierung geführt. Es ist das erste Kooperationsprojekt dieser Art mit einem Land der Golf-Region.

Das Goethe-Institut Golf-Region in Abu Dhabi wurde 2006 von Außenminister Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Es bietet in Abu Dhabi und in Al Ain sowie im Deutschen Sprachzentrum in Dubai Sprachkurse an. Seit 2007 ist das Goethe-Institut auch mit einem Sprachlernzentrum in Muskat präsent, das an die German University of Technology in Oman, eine mit der RWTH Aachen assoziierte Privatuniversität, angebunden ist. Darüber hinaus organisiert das Institut kulturelle Veranstaltungen in der gesamten Golf-Region in Zusammenarbeit mit lokalen, deutschen und internationalen Partnern.

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