Afrikanisch-deutsches Netzwerk: Kulturmanager aus Afrika hospitieren in deutschen Kulturhäusern

(PresseBox) (München, ) Das Goethe-Institut und InWEnt laden vom 16. März bis 28. April 15 Produzenten, Kuratoren und Mitarbeiter von Kultureinrichtungen aus 14 Ländern Afrikas nach Deutschland ein. Neben Fortbildungsprogrammen werden sie in renommierten deutschen Häusern wie dem Münchner Haus der Kunst oder dem Hamburger Bahnhof und den KunstWerken in Berlin mitarbeiten.

"Es ist das erste Mal, dass sich eine Gruppe von 15 Kulturschaffenden aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die für wichtige Kultureinrichtungen arbeiten, in dieser Form austauschen können", betonte Helida Oyieke von den National Museums of Kenya. Sie unterstreicht damit die Bedeutung des neuen Fortbildungsprogramms für den innerafrikanischen Austausch. Aber nicht nur das afrikanische Kulturnetzwerk, sondern auch die deutsch-afrikanische kulturelle Zusammenarbeit soll durch dieses Projekt nachhaltig gestärkt werden. Dafür konnten auf beiden Seiten renommierte Kultureinrichtungen gewonnen werden.

Das gemeinsam vom Goethe-Institut und InWEnt entwickelte neue Fortbildungsprogramm wird vom Institut für Kulturkonzepte Hamburg e.V. durchgeführt. In der ersten Phase ab dem 16. März besuchen die afrikanischen Kulturmanager, die von renommierten afrikanischen Kultureinrichtungen wie dem Dance Forum Johannesburg, den National Museums of Kenya oder dem Institute of National Museums of Rwanda kommen, eine vierwöchige Fortbildung in Berlin. Darin geht es um Themen wie Projektmanagement, Marketing, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit. Anschließend hospitieren sie in den ausgewählten Kulturinstitutionen. Folgende Kultureinrichtungen konnten für das Projekt gewonnen werden: Filmfest Dresden, Hamburger Bahnhof (Berlin), Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Haus der Kunst (München), Hebbel am Ufer (Berlin), KunstWerke Berlin, Landesmusikakademie Berlin, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (Berlin), Muffatwerk (München), Pasinger Fabrik (München), Stadtmuseum München, ufaFabrik (Berlin) und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (Karlsruhe).

Nach der Rückkehr aus Deutschland sind in Zusammenarbeit mit den lokalen Goethe-Instituten in Subsahara-Afrika eigene Projekte geplant. Diese sind Ausgangspunkte für potenzielle Koproduktionen und längerfristige Verbindungen zwischen den Kulturinstitutionen auf afrikanischer und deutscher Seite.

Das Fortbildungsprojekt für afrikanische Kulturmanagerinnen und -manager ist eines der Pilotprojekte der neuen Initiative "Kultur und Entwicklung" des Goethe-Instituts: Diese zielt darauf, Kultureinrichtungen vor allem in Ländern der so genannten Entwicklungszusammenarbeit weitere Fachkenntnisse zu vermitteln. Dabei geht es ebenso um den Aufbau tragfähiger Netzwerke wie um die Förderung der Zusammenarbeit dieser Kultureinrichtungen mit deutschen Kulturinstitutionen. Im Vordergrund steht die kulturelle Praxis.

Die vom Goethe-Institut mit renommierten Partnern, wie etwa dem Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin, gemeinsam geplanten beruflichen Qualifizierungsprogramme im Kulturbereich werden jeweils regional angepasst. Weitere Programme sind in diesem Jahr unter anderem. für Osteuropa und Zentralasien sowie für China und Südasien geplant.

Kultureinrichtungen und Teilnehmer des Fortbildungsprogramms:

Salif Sanfo von der Kulturorganisation Afrik'heur aus Burkina Faso, die internationale Anerkennung für afrikanische Künstler schaffen und Kunst als gesellschaftliches Bildungselement etablieren will, hospitiert im Haus der Kulturen der Welt, Berlin.

Jérôme Karangwa plant ein Kunstsymposium für das Institute of National Museums of Rwanda und arbeitet im Münchner Haus der Kunst in der Ausstellungsorganisation mit.

Nonkululeko Malinga vom Dance Forum Johannesburg, das in der Stadt die professionelle und semi-professionelle zeitgenössische Tanzszene entwickelt, hospitiert im Hebbel am Ufer (HAU), Berlin.

Julia Mishi Wambiji organisiert Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Fotografie und Performance für die National Museums of Kenya und unterstützt in Deutschland das Kuratorenbüro des Museums für Gegenwart im Hamburger Bahnhof, Berlin.

Rutendo Precious Mudzamiri von der Filmproduktion Mai Jai Films aus Simbabwe, die sich der emanzipatorischen Jugendarbeit verschrieben hat, nimmt am Filmfest Dresden teil.

Peter Kewowo, stellvertretender Vorsitzender der Künstlervereinigung Visual Artists-Namibia hospitiert bei der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin.

Thomas Chibambo, organisiert für das unabhängige Warehouse Cultural Centre in Malawi Konzerte, Musikfestivals, Lesungen, Theater- und Filmprojekte und unterstützt in München den Theaterbereich der Pasinger Fabrik.

Alice Lwanga ist Leiterin der Nommo Gallery des Uganda National Cultural Centre, wo sie Ausstellungen von Künstlern aus Uganda und anderen Ländern präsentiert. Im Münchener Muffatwerk begleitet sie die Organisation von Kulturveranstaltungen.

Alemayehu Seife-Selassie von der Druck-, Grafik- und Designfirma Creative Power Printing, Addis Abeba, wird ebenfalls bei der Organisation von Veranstaltungen des Muffatwerks München mitarbeiten.

Dié Maty Fall, Assistentin der künstlerischen Leiterin der Raw Material Company, die in Dakar Raum für künstlerische Praxis, kritischen Austausch, Kultur und Medien bietet, hospitiert bei den KunstWerken Berlin.

Habiba Issa, Tänzerin, Schauspielerin und Regisseurin am Parapanda Theatre Daressalam, blickt hinter die Kulissen der ufaFabrik, Berlin.

Hansi Momodu ist am Centre for Contemporary Art, Lagos, an der Seite des künstlerischen Direktors für die Entwicklung und Durchführung künstlerischer Projekte zuständig und hospitiert beim Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.

Kheri Abdulla Yussuf, Eventmanager von der Dhow Countries Musical Academy in Sansibar, die als Bildungs- und Kulturorganisation das musikalische Erbe der Region entwickelt, unterstützt die Landesmusikakademie Berlin.

Bernard Agyiri Sackey, Kurator im Ghana Museums and Monuments Board, Accra, hospitiert im Stadtmuseum München.

Seta Ramaroson, Musiker, Fotograf und Kulturmanager aus Madagaskar wird im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe mitarbeiten.

Das Goethe-Institut organisiert das Fortbildungsprogramm „Kulturmanagement in Afrika“ in Zusammenarbeit mit InWEnt, der Agentur für Internationale Weiterbildung und Entwicklung. Die Fortbildung in Berlin wird durchgeführt vom Institut für Kulturkonzepte Hamburg e.V.

Ausführliche Informationen zu den Trainees, den afrikanischen Kulturinstitutionen und den deutschen Partnereinrichtungen unter: www.goethe.de/entwicklung

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