BGR veranstaltet internationalen Workshop zu natürlichem CO2-Austritt

(PresseBox) (Hannover, ) Heute beginnt in Maria Laach (Eifel) ein dreitägiger, internationaler Workshop über natürliche Kohlensäureaustritte (CO2), der gemeinsam von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem "Greenhouse Gas Programme" der Internationalen Energieagentur und dem europäischen Forschungsnetzwerk CO2GeoNet veranstaltet wird. Bei der Veranstaltung im Seehotel in Maria Laach diskutieren rund 50 internationale Experten über ihre Arbeiten zu natürlichen CO2-Austrittsstellen. Im Rahmen des Workshops werden die Geowissenschaftler und Ökologen auch CO2-Austritte in der Eifel besuchen, wie z.B. den Laacher See, die Sauerquellen in Wassenach und die Brubbel in Wallenborn.

Ein Ziel des Workshops ist es, den Einfluss von austretendem CO2 auf terrestrische und aquatische Ökosysteme besser zu verstehen. Dieses Verständnis ist Grundlage für die Abschätzung und Bewertung möglicher Risiken, die von zukünftigen technischen Speichern für CO2 im Fall einer Undichtigkeit ausgehen könnten. Gegenwärtig bereitet die Bundesregierung die Umsetzung einer Europäischen Richtlinie vor, die die Abscheidung des Treibhausgases CO2 aus Industrieanlagen und dessen Speicherung in tiefen Gesteinsschichten regeln soll. Mögliche geeignete Gebiete für solche Klimaschutz-Speicher finden sich in mehr als einem Kilometer Tiefe in Norddeutschland. Der Untergrund der Eifel ist für die Speicherung von CO2 ungeeignet.

Natürliche CO2-Autrittsstellen dienen dazu, Verfahren zu entwickeln und zu testen, mit deren Hilfe CO2-Austritte an Land und am Grund von Gewässern aufgespürt und überwacht werden können. Diese Verfahren können dazu verwendet werden, Georisiken in Bereichen natürlicher Gasaustritte oder die Dichtigkeit zukünftiger geologischer CO2-Speicher zu überwachen.

Die BGR und andere nationale und internationale Forschungseinrichtungen führen bereits seit einigen Jahren Untersuchungen der aufsteigenden Gase sowie der Austrittsstellen im Laacher See und seiner Umgebung durch. Die Forscher aus Hannover entwickeln Verfahren zur Probenahme und zur Gasflussmessung am Grund von Gewässern und untersuchen die Einflüsse hoher CO2-Konzentrationen auf die Ökosysteme am und im Laacher See.

Trotz der Vielzahl von einzelnen Forschungsprojekten gibt es bisher keine kontinuierliche Überwachung der Gasaustritte in der Osteifel, aus denen sich Erkenntnisse über die gegenwärtige oder zukünftige Aktivität des Laacher Sees, dem einzigen - geologisch gesehen - aktiven Vulkan Deutschlands, gewinnen ließen.

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