Europas Spezialisten definieren neue Sicherheitsstandards für mobile Endgeräte der neuen Generation

(PresseBox) (Graz, Österreich, ) Fünf Partner aus Industrie und Forschung haben sich im europäischen Forschungsprojekt SEPIA (Secure Embedded Platform with advanced Process Isolation and Anonymity capabilities) zusammengetan, um Sicherheitsstandards für künftige Generationen von Mobilgeräten wie High-End-Mobiltelefonen und Tablet-PCs zu definieren. Da der Zugriff auf Finanzdienstleistungen wie Bankgeschäfte oder Zahlungsverkehr zunehmend über Mobilgeräte erfolgt, wird es immer wichtiger, sichere zertifizierte Plattformen für Mobiltelefone bereitzustellen, um solche kritischen Anwendungen effektiv vor Sicherheitsbedrohungen zu schützen. Das Forschungsprojekt SEPIA ist ein Konsortium der Unternehmen ARM, Brightsight, Giesecke & Devrient (G&D) sowie Infineon Technologies und wird durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) gefördert; die Projektkoordination obliegt der Technischen Universität Graz.

Mobile Endgeräte spielen heutzutage eine zunehmend wichtigere Rolle in Beruf und Privatleben. Sie werden immer häufiger für die Nutzung von Online-Banking, standortbezogener Dienste sowie sozialer Netzwerke im Internet eingesetzt. Daher gilt die zunehmende Sorge der Wahrung von Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität der Nutzer. Derzeit existieren allerdings bei Mobilplattformen jedoch keine einheitlichen Sicherheitsstandards, die Technik weist erhebliche Unterschiede auf. Dem soll SEPIA im Rahmen seiner Laufzeit von drei Jahren durch die Entwicklung verbesserter Sicherheitsmechanismen und neuer Zertifikationsmethoden Abhilfe verschaffen.

"SEPIA nimmt ein immer dringlicher werdendes Sicherheitsproblem in Angriff. Dieses findet auf europäischer Ebene zunehmend Beachtung, insbesondere im Hinblick auf mobile Anwendungen wie Online-Banking", so Herbert Reul, Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen Parlament.

SEPIA soll es dem Verbraucher ermöglichen, über Mobilgeräte risikobehaftete Anwendungen wie Online-Banking, standortbezogene Dienste und Online-Netzwerke zu nutzen, während persönliche und vertrauliche Daten wie Nutzername, Kennwort und Standort, sowie Bankverbindung und Transaktionsdaten in einer separaten geschützten Umgebung gespeichert und verarbeitet werden. Ziel des Projekts: Kritische Anwendungen sollen neben anderen Diensten wie Online-Spiele und Software-Downloads in einer geschützten und isolierten Umgebung laufen, ohne von Viren, Trojanern und anderer Schadsoftware angegriffen zu werden.

Technisch wird das Projekt SEPIA auf einer Mobilplattform basieren, welche die ARM®- TrustZone®-Technologie, die eine geschützte Umgebung innerhalb moderner Einchipsysteme schafft, mit dem von G&D entwickelten hochsicheren Betriebssystem MobiCore© kombiniert. Das Zusammenspiel stellt bei der Nutzung von Online-Diensten mit sicherheitsrelevanten Funktionen - wie etwa beim Online-Zahlungsverkehr - sicher, dass die über die Tastatur eingegebenen Daten wie Nutzername und Kennwort, beziehungsweise deren Wiedergabe auf dem Display, nicht durch Schadsoftware auf dem Mobiltelefon manipuliert werden können.

Dank seiner Erfahrung auf dem Gebiet hardwaregestützter Sicherheitslösungen kann Infineon eine zukunftweisende Technik einbringen, die Nutzerdaten und Kennwörter sicher speichert, um neue mobile Plattformen noch sicherer zu machen. Brightsight entwickelt neuartige und wirtschaftliche Zertifizierungsmethoden, so dass Mobilplattformen in Zukunft stufenweise zertifiziert und Produkteinführungszyklen verkürzt werden können. Das Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der Technischen Universität Graz verantwortet die wissenschaftlichen Aspekte des Projekts, darunter Methoden zur Anonymitätswahrung und die Entwicklung von Sicherheitsmechanismen für künftige Mobiltelefonprozessoren.

Das Projekt SEPIA wird mit Mitteln aus dem 7. FRP der Europäischen Union gefördert und unterstützt Europas Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Mobilfunktechnologie. Gemeinsame plattformübergreifende Sicherheitskonzepte können mit SEPIA leichter etabliert werden; zudem sorgt der neue Ansatz bei der Sicherheitsevaluation für kürzere Produkteinführungszeiten.

Über das Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie der Technischen Universität Graz (TUG)

Das Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie (IAIK) ist Teil der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Graz und konzentriert sich auf Informationssicherheit und verwandte Gebiete. Die Wissenschaftler am IAIK forschen im Bereich Informationssicherheit und decken dabei große Bereiche ab, die sowohl Kryptographie, anonymitätserhaltende Technologien und die Sicherheit von mobilen Geräten beinhalten. Das Institut legt außerdem großen Wert auf moderne Lehrmethoden und bietet darüber hinaus Beratung für private und öffentliche Organisationen an. Für weitere Informationen, besuchen Sie unsere Website: www.iaik.tugraz.at

Über Infineon

Die Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen, die drei zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren: Energieeffizienz, Kommunikation sowie Sicherheit. Mit weltweit rund 25.650 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2009 (Ende September) einen Umsatz von 3,03 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert.

Weitere Informationen unter www.infineon.com

Über ARM

ARM entwickelt Technologien, die das Herzstück fortschrittlicher digitaler Produkte ausmachen - von Drahtlosgeräten, Netzwerktechnologien und Unterhaltungselektroniklösungen bis hin zu Bildgebungssystemen, Automobiltechnologie und Sicherheits- und Speichergeräten. Das umfangreiche Produktangebot von ARM umfasst 32-Bit-RISC-Mikroprozessoren, Grafikprozessoren, Video-Engines, Enabling-Software, Zellbibliotheken, eingebettete Speicher, High-Speed-Konnektivitätsprodukte, Peripheriegeräte und Entwicklungstools. Im Verbund mit den umfassenden Entwicklungsservices, Schulungen, Wartungs- und Supportangeboten sowie der umfangreichen Partnergemeinschaft des Unternehmens bietet ARM eine Gesamtsystemlösung, die führenden Elektronikunternehmen einen schnellen und zuverlässigen Weg zur Markteinführung bietet. Falls Sie weitere Informationen zu ARM benötigen, besuchen Sie bitte www.arm.com

Über Brightsight

Brightsight ist ein unabhängiges Institut, das auf Sicherheitsanalysen und das Testen von IT-Produkten und - Systemen spezialisiert ist. Das Unternehmen zeichnet sich durch mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich ITSicherheit aus und kann eine Vielzahl von Akkreditierungen weltweit vorweisen. Die Expertenteams verfügen über umfassende Kennnisse, u. a. in der Softwareentwicklung, Elektrotechnik, Physik, Chemie, bei Protokollen, Allgemeiner IT und Kryptographie. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Finanzinstitute, Telekommunikationsunternehmen und die Automobilindustrie, außerdem IT-Hersteller und Regierungen. Das Unternehmen mit Sitz im niederländischen Delft beschäftigt 40 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 4,5 Millionen Euro.

Giesecke & Devrient GmbH

Giesecke & Devrient (G&D) ist ein international führender Technologiekonzern mit Hauptsitz in München. Das 1852 gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 mit über 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Der Konzern gehört zu den weltweiten Markt- und Innovationsführern bei der Herstellung und Bearbeitung von Banknoten, bei Chipkartenbasierten Lösungen und Dienstleistungen für die Bereiche Telekommunikation und elektronischer Zahlungsverkehr sowie bei Sicherheitsdokumenten und Ausweissystemen. Für die internationale Kundennähe des Unternehmens sorgen 65 Tochterunternehmen und Joint Ventures in 32 Ländern. Weitere Informationen finden Sie unter www.gi-de.com

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