Rekordabsatz bei Navigationsgeräten

GfK-Studie zum Abverkauf im europäischen Fachhandel

(PresseBox) (Nürnberg, ) Mit 18,1 Millionen verkauften Geräten lag die Nachfrage nach tragbaren Navigationsgeräten in Europa im vergangenen Jahr um 3 Millionen über dem Wert für das Jahr 2007. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent. Im vierten Quartal spürte jedoch auch diese Branche die globale Wirtschaftskrise.

Noch nie zuvor gingen in Europa so viele portable Navigationsgeräte (PND) über den Ladentisch wie im Jahr 2008. Mit 18,1 Millionen verkauften Produkten übertraf die Branche die Nachfrage des Vorjahrs um etwa 3 Millionen. Dies bedeutet einer Steigerung von 20 Prozent. Deutschland behauptete sich als wichtigster europäischer Markt mit einer Nachfrage von 4,375 Millionen elektronischer Lotsen, was sogar einem Zuwachs von 22 Prozent ge-genüber dem Jahr 2007 entspricht. Osteuropa verdoppelte mit einem Anstieg von 600.000 auf 1,5 Millionen Geräte fast seinen Umsatz. In Westeuropa wurden nach 14,5 Millionen Geräten im Jahr 2007 im vergangenen Jahr 16,6 Millionen gekauft. Dies entspricht einem Wachstum von 15 Prozent.

Im Verlauf des vierten Quartals 2008 schwächte sich die Nachfrage jedoch ab. Zeitgleich mit dem ersten Höhepunkt der Welle schlechter Wirtschaftsmeldungen Mitte Oktober ließ der Boom deutlich nach, so dass im vierten Quartal die Nachfrage nach portablen Navigationsgeräten europaweit sogar um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank.

Am Weltmarkt, der für das Jahr 2008 auf etwa 40 Millionen Geräte geschätzt wird, nimmt Europa einen Anteil von rund 45 Prozent ein und liegt damit knapp vor Amerika (41 Prozent) und weit vor der Region Asien/Pazifik (13 Prozent).

Branche setzt auf Innovationen

Die Hersteller investierten im vergangenen Jahr viel in die technische Ausstattung der Navigationsgeräte. Die Ergebnisse sieht der Verbraucher in From neuer, attraktiver Grafiken, wie dreidimensionaler Gebäude- und Landschaftsabbildungen, die die Orientierung erleichtern, sowie aufwändiger technischer Lösungen zur Berücksichtigung der Tageszeit und aktuellster Verkehrsverhältnisse bei der Routenkalkulation. Mit einem Anteil an der Gesamtnachfrage von 57 Prozent im Jahr 2008 liegen Navigationsgeräte mit Karten für ganz Europa im Trend. Im Vorjahr waren es noch 47 Prozent. Auch PNDs mit größeren Displays im 16:9-Format konnten sich um 14 Prozentpunkte auf 45 Prozent steigern. Ähnlich erfolgreich entwickelten sich Produkte, die Straßennamen verständlich ansagen können. Sie stiegen von 3 Prozent im Jahr 2007 auf 13 Prozent im vergangenen Jahr.

Die deutliche Preiserosion von -27 Prozent im Jahr 2007 konnte damit zwar nicht vollständig eingedämmt werden. Das Preisniveau blieb jedoch zumindest in den ersten drei Quartalen weitgehend konstant. Im vierten Quartal sank der Durchschnittspreis bedingt durch verstärkte Promotions im Handel europaweit auf 170 Euro und lag damit wiederum 27 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Durchschnittliche Preise für portable Navigationsgeräte in Europa (sehen Sie Bitte den Anhang)

Wie die Tabelle zeigt, ist die Bandbreite zwischen den Märkten mit dem niedrigsten Durchschnittserlös und den Ländern, in denen die Konsumenten die größte Ausgabebereitschaft zeigen, sehr weit. Deutschland liegt mit einem Wert von 198 Euro im europäischen Mittelfeld.

Absatz von tragbaren Navigationsgeräten (sehen Sie Bitte den Anhang)

Für das Jahr 2009 erwarten die Marktforscher der GfK nochmals einen Anstieg der Nachfrage nach tragbaren Navigationsgeräten. Für Europa wird ein Volumen von knapp 19 Millionen Geräten erwartet. Die Nachfrage auf dem Weltmarkt wird auf etwa 46 Millionen Einheiten geschätzt.

Zur Studie

Die GfK Retail and Technology beobachtet sein 2004 kontinuierlich die Marktentwicklung von portablen Navigationsgeräten in mittlerweile 22 Ländern Europas: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Polen, Russland, Slowakei, Tschechien, Türkei und Ungarn.

Außerhalb Europas erfasst die GfK die Abverkäufe in Australien, Brasilien, Israel, Neuseeland, China, Korea, Taiwan, Japan, Südafrika.

2009 kommen neu hinzu: Rumänien, Kroatien, Slowenien, Ukraine, Estalnd, Lettland, Litauen, Saudiarabien, Vereinigte Arabische Emirate, Thailand und Indonesien.

Auf monatlicher Basis werden die Abverkäufe des Handels an Endkonsumenten auf Einzelartikelebene, Informationen zu Markenanteilen, Preisklassen, Strukturen in Absatzkanälen sowie Einzelartikelhitlisten erhoben.

GfK

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media aktiv. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 115 operative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den rund 10.000 Beschäftigten (Stand 30. September 2008) arbeiten mehr als 80 Prozent außerhalb Deutschlands.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.

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