Konsumklima in Frühlingslaune

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für April 2010

(PresseBox) (Nürnberg, ) Das GfK-Konsumklima kann sich im Frühjahr 2010 wieder verbessern. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung legen deutlich zu. Dagegen verzeichnet die Anschaffungsneigung - wie schon im vergangenen Monat - geringe Einbußen. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im April für Mai dieses Jahres einen Wert von 3,8 Zählern.

Die Signale für eine Erholung der deutschen Wirtschaft werden stärker. Und auch die Konsumenten nehmen sie deutlicher wahr, wie ihr gestiegener Konjunkturoptimismus zeigt. In deren Sog beurteilen die privaten Haushalte auch die Entwicklung ihrer finanziellen Lage zuversichtlicher. Dies belegt der kräftige Sprung der Einkommenserwartung in diesem Monat. Dagegen steht die Konsumneigung nach wie vor unter dem Eindruck gestiegener Heizöl- und Benzinpreise. Sie kann von den verbesserten Konjunktur- und Einkommensaussichten derzeit nicht profitieren und muss leichte Einbußen hinnehmen.

Konjunkturerwartung: Zuversicht wächst

Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft derzeit auf Erholungskurs. Nachdem die Konjunkturerwartung bereits im Vormonat spürbar zulegen konnte, hat sich die Dynamik im April sogar noch verstärkt. Der Indikator verzeichnet ein Plus von 18 Punkten und weist nun 22,5 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich steht sogar ein Zugewinn von fast 54 Punkten zu Buche.

Die Signale, die auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft hindeuten, haben sich zuletzt spürbar verstärkt. Sie legen nahe, dass die deutsche Wirtschaft die Krise hinter sich gelassen hat und sich nun nach und nach aus der tiefsten Rezession der Nachkriegszeit herausarbeitet. Im Zuge der kräftigen Erholung des Welthandels kommen auch die deutschen Exporte wieder in Schwung und sorgen für einen spürbaren Abbau der Kurzarbeit im verarbeitenden Gewerbe. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der Konjunkturoptimismus steigt. Als Folge davon werden auch die Prognosen für den Arbeitsmarkt nach oben korrigiert. In dem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten gehen führende Forschungsinstitute derzeit davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr im Durchschnitt sogar etwas niedriger sein kann als 2009. Auch die Unternehmen sehen laut dem Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) deutlich positiver in die Zukunft.

Einkommenserwartung: höchster Wert seit 2001

Von den deutlich verbesserten Konjunkturaussichten kann im April auch die Einkommenserwartung profitieren. Der Indikator macht mit einem Plus von 21,7 Punkten einen kräftigen Sprung nach oben auf nun 35,2 Zähler. Dies ist der höchste Wert seit knapp neun Jahren. Zuletzt stand der Indikator im Mai 2001 besser da.

Der spürbar gestiegene Konjunkturoptimismus dient derzeit als Lokomotive für die Einkommensaussichten der deutschen Verbraucher. Vor allem die prognostizierte Stabilität auf dem Arbeitsmarkt und damit das Ausbleiben eines krisenbedingten Beschäftigungseinbruchs führt dazu, dass auch die Angst vor Arbeitslosigkeit gedämpft wird. In diesem Zusammenhang hilfreich sind auch die kaufkraftfördernden Maßnahmen der Regierung, wie zum Beispiel die Kindergelderhöhung sowie die volle Absetzbarkeit der Krankenversicherungsbeiträge.

Anschaffungsneigung: leichter Abwärtstrend setzt sich fort

Aus den deutlich verbesserten Konjunktur- und Einkommensaussichten kann die Anschaffungsneigung kein Kapital schlagen. Der Indikator verzeichnet leichte Einbußen in Höhe von 1,8 Punkten und weist aktuell 21,6 Zähler auf. Wenn auch der Trend derzeit leicht abwärts gerichtet ist, so muss das Niveau immer noch als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Dies belegt auch der Vorjahresvergleich mit einem Plus von 9,2 Punkten.

Die Konsumneigung steht momentan stark unter dem Eindruck der zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise. Vor allem Heizöl und Benzin haben in den letzten Wochen und Monaten spürbar angezogen. Dies hat dazu geführt, dass auch die generellen Preiserwartungen der Konsumenten wieder etwas ansteigen. Steigende Preiserwartungen wiederum drücken erfahrungsgemäß auf die Konsumneigung. In den Augen der Konsumenten überlagern sie damit die positiven Impulse durch steigende Konjunktur- und Einkommenserwartungen.

Konsumklima: Talsohle durchschritten

Der Gesamtindikator prognostiziert für Mai 2010 einen Wert von 3,8 Punkten nach revidiert 3,4 Zählern im April. Damit ist der Abwärtstrend des Konsumklimas im Frühjahr 2010 gestoppt. Wie nachhaltig der Stimmungswandel ist, werden die kommenden Monate zeigen. Vor dem Hintergrund der klaren wirtschaftlichen Erholungsanzeichen sowie der positiven Vorhersagen für den Arbeitsmarkt in diesem Jahr stehen die Vorzeichen jedoch günstig, dass sich diese Entwicklung fortsetzen kann, zumal auch die Inflationsrate voraussichtlich gemäßigt bleiben wird.

Diese Faktoren werden - wie von der GfK prognostiziert - dafür sorgen, dass der Konsum in diesem Jahr trotz der krisenbedingten Herausforderungen stabil bleiben wird. Allerdings wird der Export wieder die wesentliche Stütze für die wirtschaftliche Entwicklung sein.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.

GfK

Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Marktentscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet Informations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2009 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,16 Milliarden Euro. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_gruppe

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