GEW ruft zur Demonstration und Kundgebung auf

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, ruft gemeinsam mit Ver.di und GdP zur Teilnahme an einer Protestdemonstration der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am Freitag, dem 27. Februar 2009, in Saarbrücken auf. Nach dem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde zur Tariferhöhung für die Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Landesarbeitgeber erhöhen, damit diese ein akzeptables Tarifangebot am kommenden Wochenende in Potsdam auf den Tisch legen. Aus Sicht der Gewerkschaften ist das bisherige Angebot der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder (TdL) von 4,2 % mit einer Laufzeit von 2 Jahren völlig unzulänglich. Umgerechnet auf 12 Monate unter Berücksichtigung von sechs Nullmonaten in 2009 und keiner Erhöhung in 2010 bedeutet das Tarifangebot lediglich eine Erhöhung von 1,3 %. Für die Landesbeschäftigten wäre dies ein Reallohnverlust und eine völlige Abkopplung von der Lohn- und Besoldungsentwicklung im Kommunal- und Landesbereich. Die GEW bleibt bei Ihrer Forderung nach einer Erhöhung von 8 % für Angestellte und Beamte sowie eine bessere Eingruppierung für angestellte Lehrkräfte.

Aus Sicht der GEW ist es zudem dringend erforderlich, die Gehälter im Lehrerbereich deutlich zu erhöhen, um auch in finanzieller Hinsicht den Beruf für junge Nachwuchslehrkräfte attraktiv zu halten. GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler sagt dazu: "Wenn wir heute über Lehrermangel klagen, dann liegt das auch an der unzulänglichen Bezahlung der Lehrkräfte. Wer gute Bildung will, muss das Lehrpersonal auch gut bezahlen. Eine spürbare Gehaltserhöhung für alle Lehrerinnen und Lehrer ist längst überfällig."

An die Adresse der Landesregierung richtet der GEW-Vorsitzende die Kritik, auf die Absenkung der Eingangsbesoldung in Höhe von 300,- Euro für neu einzustellende RealschullehrerInnen zu verzichten. Diese Gehaltskürzung hat die CDU-Landesregierung erst kürzlich so als Sparmaßnahme beschlossen."Es ist nahezu grotesk, wenn alle Länder sich in einen Wettbewerb um qualifizierte Lehrkräfte begeben, damit der Lehrermangel behoben wird, aber ausgerechnet das Saarland einen Teil der neu einzustellenden Lehrer schlechter bezahlen will als andere Bundesländer. So was treibt uns die Lehrer, die wir dringend brauchen, aus dem Saarland. Die Landesregierung spart hier an der völlig falschen Stelle und schadet dadurch der Zukunft unseres Landes", sagte Klaus Kessler abschließend.

Als Hauptredner zur Kundgebung am morgigen Freitag wird Ulrich Thöne, GEW-Bundesvorsitzender, erwartet.

Die Demonstration beginnt um 10.30 Uhr in der Trierer/St. Johanner-Straße. Die Kundgebung findet um 11.30 Uhr auf dem Gustav-Regler-Platz (hinter dem Saarbrücker Rathaus) statt.

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