Produktion und Aufträge in der M+E-Industrie im Mai deutlich gestiegen

Gesamtmetall: Noch kein Grund, Entwarnung zu geben

(PresseBox) (Berlin, ) Auftragseingänge und Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie sind gegenüber dem Vormonat gestiegen: Die Produktion lag im Mai saisonbereinigt um 7,3 Prozent, die Auftragseingänge um 4,6 Prozent über den Aprilwerten, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Mittwoch in Berlin mit. Allerdings liegen die Werte noch immer um 25 bzw. 30 Prozent unter Vorjahr. "Die Indizien nehmen zu, dass wir den Boden des Abschwungs erreicht haben, von einer Entwarnung kann aber noch keine Rede sein, denn wir wissen noch nicht, wie nachhaltig die Entwicklung ist", erklärte der Chefvolkswirt des Verbandes, Dr. Michael Stahl

Nach wie vor beurteilten die M+E-Betriebe ihre Geschäftslage so schlecht wie nie zuvor. Lediglich die Perspektiven für die nächsten 6 Monate hätten sich weiter verbessert, doch immer noch seien die Pessimisten deutlich in der Mehrheit. "Mit den Erwartungen geht es zwar stetig aufwärts, aber wir sind noch lange nicht über den Berg", mahnte Stahl.

Trotz der schwierigen Lage hätten die Unternehmen die Beschäftigung nur moderat an die eingebrochene Produktion angepasst. "Derzeit schützt die Kurzarbeit vor größeren Entlassungswellen. Doch wir wissen nicht, wie lange dieser Puffer noch hält", sagte Stahl.

Die meisten M+E-Unternehmen hätten im Februar Kurzarbeit angemeldet - in der Regel für ein halbes Jahr. "Die Stunde der Wahrheit steht uns also im August und September bevor". Wenn sich bis dahin die Lage nicht nachhaltig bessere, seien viele Betriebe zur Anpassung der Beschäftigung gezwungen, wenn sie ihre Liquidität sichern und dringend notwendige Investitionen in neue Produkte und Märkte nicht gefährden wollen.

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