Universität Göttingen baut Zusammenarbeit mit China aus

Kooperation mit sechs chinesischen Top-Universitäten - Zwei internationale Graduiertenkollegs geplant

(PresseBox) (Göttingen, ) Die Universität Göttingen hat ihre Kontakte in China ausgebaut und weitere Kooperationsvereinbarungen mit chinesischen Top-Universitäten abgeschlossen. Neben den bereits bestehenden Kooperationen mit den Universitäten Nanjing und Hefei erarbeitete und unterzeichnete Universitätsvizepräsidentin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, verantwortlich für die Internationalisierungsstrategie der Georgia Augusta, nun Verträge mit der Beijing Universität, der Renmin Universität in Beijing und der Zhejiang Universität in Hangzhou. Ein Vertrag mit der Fudan Universität in Shanghai wird derzeit vorbereitet. "Damit kooperieren wir mit sechs der neun besten Universitäten in China, stärken die Zusammenarbeit renommierter Wissenschaftler und fördern gezielt die herausragenden wissenschaftlichen Kontakte der Georgia Augusta", so Prof. Casper-Hehne nach ihrer Rückkehr aus China. Dort hatte sie sich unter anderem gemeinsam mit der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, erfolgreich für den Ausbau der Beziehungen zwischen Niedersachsen und China auf Hochschulebene eingesetzt.

Die Göttinger Zusammenarbeit mit den exzellenten chinesischen Hochschulen beinhaltet unter anderem den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden sowie gemeinsame wissenschaftliche Forschungsprojekte und Expertenkolloquien. Mit der Universität Nanjing sind außerdem zwei gemeinsame internationale Graduiertenkollegs zum Thema "Kulturtransfer" und auf dem Gebiet der Computerwissenschaften in Vorbereitung. Darüber hinaus bildet die Universität Göttingen ab dem Wintersemester 2010/2011 in dem europaweit einzigartigen Bachelorstudiengang "Ostasienwissenschaften/Chinesisch als Fremdsprache" erstmals qualifizierte Chinesischlehrer aus. Die Nachfrage übersteigt mittlerweile das Angebot: Alle 20 Studienplätze sind belegt. An der Universität Nanjing startet zur selben Zeit das "Exzellenzprogramm Deutsch", in dem bis zu 30 ausgewählte Studierende bereits während ihres Studiums Deutschunterricht erhalten, um nach ihrem Masterabschluss für ein Promotionsstudium nach Göttingen zu wechseln.

Zu den gemeinsamen Projekten der beiden Hochschulen gehört auch das Deutsch-Chinesische Institut für Rechtswissenschaft. Das Institut bietet ab dem Wintersemester 2011/2012 zusätzlich einen internationalen Studiengang zur Rechtspraxis in China an. Zudem überbrachte die Vizepräsidentin in China Grüße zum 60-jährigen Jubiläum der Germanistikabteilung der Beijing Foreign Studies University, der Partnerhochschule Göttingens. Sie ist im Bereich der Fremdsprachenphilologien die Nummer eins in China und kooperiert unter anderem eng mit der Abteilung Interkulturelle Germanistik der Universität Göttingen im Rahmen des gemeinsamen Studiengangs "Interkulturelle Germanistik Deutschland-China" mit deutschem und chinesischem Abschluss.

Zwischen den Universitäten Göttingen und Anhui existiert seit 2003 ein Austausch von Studierenden und Professoren. Mit Hilfe eingeworbener Fördermittel der Robert-Bosch-Stiftung konnte in Anhui dieses Jahr ein Deutsch-Lektorat mit einer qualifizierten deutschen Lehrkraft besetzt werden. Beide Hochschulen vereinbarten aktuell, die Deutschdozenten aus Anhui an der Abteilung Interkulturelle Germanistik in Göttingen wissenschaftlich fortzubilden sowie die Deutschausbildung an der Universität Anhui weiter auszubauen.

"China entwickelt sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in der Forschung rasant. Die Hochschulzusammenarbeit mit der Partnerprovinz Anhui ist für Niedersachsen ein Eckpfeiler der chinesisch-deutschen Partnerschaft", so die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka. Insgesamt gibt es bisher rund 150 Kooperationen zwischen Hochschulen in Niedersachsen und Anhui. Die Zahl der in Niedersachsen studierenden Chinesen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf mehr als 2.500 verfünffacht.

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