Internationales Kompetenzzentrum erforscht Möglichkeiten der Energiespeicherung

Göttinger Chemiker beteiligen sich an neuem materialwissenschaftlichen Institut in Dänemark

(PresseBox) (Göttingen, ) Wissenschaftler der Universität Göttingen sind an einem neuen internationalen Kompetenzzentrum zur Erforschung von Werkstoffen in Dänemark beteiligt. Am Center for Materials Crystallography (CMC) in Århus arbeiten sieben Kooperationspartner aus aller Welt an der Erforschung von Materialien, darunter auch Prof. Dr. Dietmar Stalke vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Göttingen. "Aufgrund der internationalen Zusammenarbeit haben die beteiligten Forschergruppen die besten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. Innerhalb der Kooperation haben wir die Möglichkeit, Großforschungseinrichtungen wie Synchrotron- und Neutronenquellen zu nutzen, die zur Aufklärung von Molekülstrukturen notwendig sind", so Prof. Stalke.

Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Forschergruppen in Synthese, Analyse und theoretischer Modellierung von Materialien sollen den Wissenschaftlern ermöglichen, Schlüsselfragen der Materialwissenschaften zu beantworten. Forschungsschwerpunkt des Kompetenzzentrums ist die Suche nach Möglichkeiten der Energiespeicherung - ein Forschungsgebiet, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Eine wichtige Aufgabe ist beispielsweise die Verbesserung der Speicherkapazität von Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Laptops oder Elektroautos eingesetzt werden. Dazu müssen die Bausteine der Lithium-Ionen-Akkus weiter entwickelt werden. Den Weg bereiten zu neuartigen, wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen könnte ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen von Materialien zur Gasspeicherung und Gasmolekülen. Dabei ist die Kenntnis der dreidimensionalen Struktur von Molekülen, Nanopartikeln und Kristallen entscheidend, um das chemische Verhalten oder die physikalischen Eigenschaften der Grundbausteine verstehen und letztendlich gezielt beeinflussen zu können.

Das CMC wurde im April dieses Jahres feierlich eröffnet. Die nationale dänische Stiftung für Grundlagenforschung fördert das Zentrum zunächst fünf Jahre lang mit insgesamt sechs Millionen Euro. Weitere Informationen über das Projekt stehen im Internet unter der Adresse www.cmc.chem.au.dk.

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