- Pressemitteilung BoxID 506004
Humboldt-Preisträger forscht an der Universität Göttingen
Geowissenschaftler Prof. Dr. Zachary D. Sharp untersucht die Entstehung des Mondes
Prof. Sharp wird sich in den kommenden Monaten mit der Entstehung des Mondes beschäftigen. "Der Mond bildete sich vor 4,5 Milliarden Jahren durch den Zusammenstoß der Erde mit Theia, einem Mars-großen Planeten. Dabei wurde die Erde komplett aufgeschmolzen und es bildete sich ein Ringsystem aus Kollisionsfragmenten, aus dem dann der Mond entstand", erklärt Prof. Pack. Durch Schmelzen und Verdampfen hat dieses Material alle flüchtigen Bestandteile verloren, einschließlich des Wassers. Die Folge: Der Mond ist extrem trocken. Wie Prof. Sharp bereits nachweisen konnte, besitzt das Innere des Mondes nur ein Zehntausendstel bis ein Hunderttausendstel des Wassergehalts, der für den Erdmantel angenommen wird. Geplant sind in Göttingen nun experimentelle Untersuchungen zum Wassergehalt des Mondes anhand des Verhaltens von Chlor über Magmaozeanen, welche vor 4,5 Milliarden Jahren nach der Kollision große Teile der Erde und des Mondes bedeckten.
Mit dem Humboldt-Forschungspreis zeichnet die Alexander von Humboldt-Stiftung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr gesamtes bisheriges Schaffen aus, deren grundlegende Erkenntnisse das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben. Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland gemeinsam mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen.
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