Verwachsungen und Vernarbungen nach Kaiserschnittentbindungen wirksam vorbeugen

Effektive Adhäsionsprophylaxe hält Einzug in deutsche Kreißsäle

(PresseBox) (Neu-Isenburg, ) Kaiserschnittentbindungen werden in Deutschland immer beliebter. Erfolgte noch vor 15 Jahren lediglich jede sechste Geburt per Kaiserschnitt, ist es heute bereits jede dritte. Eine Entwicklung, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen wird. Denn neben Geburtshelfern, die aus medizinischen Gründen zu einem Kaiserschnitt raten können, wünschen sich auch werdende Mütter immer häufiger diese schmerzfreie Geburtsart. Zudem gilt der Kaiserschnitt heute für Mutter und Kind als sehr sichere Entbindungsart. Dennoch sind mit dem Kaiserschnitt auch Risiken verbunden. So können sich zum Beispiel nach dem Eingriff bei der Mutter Verwachsungen zwischen inneren Organen ausbilden, sogenannte Adhäsionen. Diese Adhäsionen können Organe einschnüren und in ihrer Beweglichkeit behindern. Mögliche Folgen können chronische Schmerzen im Ober- und Unterbauchbereich, Darmverengungen und weibliche Unfruchtbarkeit sein.

Verwachsungen kann man jedoch einfach und effektiv mithilfe einer Adhäsionsbarriere (z.B. Seprafilm®) vorbeugen. Eine solche Membran wird nach dem Kaiserschnitt gezielt auf den Gebärmutterschnitt gelegt. Die inneren Organe und Gewebsschichten werden voneinander getrennt und vor einem Verwachsen geschützt. "Entscheidend ist die Adhäsionsprophylaxe", weiß auch Dr. habil. Dr. med. Alexander Kletsel, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Um seine Patientinnen optimal zu versorgen, nutzt er mit großem Erfolg Adhäsionsbarrieren. Bis zu 92 Prozent der Patientinnen bleiben, so nachgewiesen in einer wissenschaftlichen Untersuchung aus dem Jahre 2005, nach dem Einsatz der Adhäsionsbarriere bei Kaiserschnittgeburten frei von störenden Verwachsungen - deutlich mehr als ohne Schutz. Und ein weiterer Vorteil der Membran: Ihre Bestandteile sind ausschließlich natürlichen Ursprungs. Sie lösen sich nach ihrem Einsatz langsam auf und werden vollständig biologisch abgebaut.

Adhäsionsbarrieren - Die Lösung nach der Kaiserschnitt-OP

Die große Mehrheit der deutschen Operateure hält das Thema Adhäsionsprophylaxe für wichtig bis sehr wichtig und begrüßt eine wirksame Methode zur Prävention. Zu Recht, denn das Risiko der Ausbildung von Adhäsionen nach gynäkologischen Eingriffen ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mit 60-90 Prozent relativ hoch. Daher wächst auch die Anzahl der Kliniken, die vorsorglich einen Schutz vor Adhäsionen bei Kaiserschnittentbindungen anbieten. "Am besten verhindert man Adhäsionen, indem man ihnen von Beginn an aktiv vorbeugt. Haben sie sich erst einmal ausgebildet, können sie Komplikationen verursachen und müssen oftmals operativ entfernt werden. Das bedeutet, dass schon beim ersten Kaiserschnitt der Einsatz einer Adhäsionsbarriere sinnvoll ist", erklärt Hr. Sliwinskij, Belegarzt im Marienhospital Darmstadt. Wie wissenschaftliche Studien bestätigen, vermindert sich das Risiko von Verwachsungen erheblich: Nur etwa sieben Prozent der Kaiserschnittpatientinnen weisen nach dem Einsatz der Prophylaxe Verwachsungen auf - ohne Schutz ist es annähernd die Hälfte. Sliwinskij: "Adhäsionsbarrieren kommen unseren Patienten zugute, da diese sonst unter verwachsungsbedingten Schmerzen leiden können. Zudem erschweren bereits existierende Adhäsionen eine Folgeoperation oftmals und können Ursache für eine spätere Unfruchtbarkeit der Patientinnen sein."

Wie entstehen Verwachsungen? Ursachen und Folgen

Bei Kaiserschnittentbindungen werden wie bei allen operativen Eingriffen menschliche Gewebe durchtrennt. Im Zuge des körpereigenen Heilungsprozesses können sich durch eine überschießende Wundheilungsreaktion Verwachsungen zwischen inneren Organen und Geweben ausbilden. Die Patientinnen spüren diese Adhäsionen anfangs häufig nicht. In vielen Fällen verursachen sie auch Jahre nach dem Eingriff keine Schwierigkeiten. Wenn sich die Adhäsionen aber im Laufe der Zeit verstärken und die Beweglichkeit der Organe behindern oder diese sogar einschnüren, können sie den Betroffenen enorme Probleme bereiten: Die Beschwerden reichen von chronischen Bauchschmerzen über Darmverengungen bis hin zu einer durch Adhäsionen verursachten Unfruchtbarkeit. Zudem können Verwachsungen zu Komplikationen bei zukünftigen Kaiserschnittentbindungen und anderen chirurgischen Eingriffen führen. Nicht selten ziehen sie - oft auch erst Jahre später - eine operative Behandlung nach sich.

Genzyme bietet Patientinnen und Interessierten unter der Internetadresse www.mein-kaiserschnitt.de weitere Informationen zu den Themen Kaiserschnitt und Schutz vor Adhäsionen. Zusätzlich steht unter der Telefonnummer 0800-4477331 auch eine kostenfreie Service-Hotline zur Verfügung. Fragen können auch per Email an info@meinkaiserschnitt.de gestellt werden.

Genzyme GmbH

Genzyme mit Hauptsitz in Cambridge/ Massachusetts (USA) gehört zu den weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen. Seit der Gründung 1981 hat sich Genzyme von einem kleinen Startup zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Biotechnologie-Branche mit mehr als 12.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern entwickelt. In den letzten beiden Jahrzehnten hat Genzyme eine Vielzahl bahnbrechender Therapien für teilweise bislang nicht behandelbare Krankheiten auf den Markt gebracht, um Patienten in annähernd 100 Ländern zu helfen. Das Biotechnologie-Unternehmen fokussiert bei seinen Forschungstätigkeiten den Bereich der seltenen Erkrankungen (Orphan diseases) und setzt dort den Schwerpunkt auf die lysosomalen Speicherkrankheiten. Daneben gehören die Behandlung von nephrologischen und kardiovaskulären Krankheiten, die Transplantationsmedizin und die Bereiche Autoimmunerkrankungen, Onkologie und maligne Schilddrüsenerkrankungen sowie orthopädische Anwendungsbereiche zum Forschungs- und Betätigungsfeld des Unternehmens. Am deutschen Standort in Neu-Isenburg nehmen über 180 Mitarbeiter hauptsächlich Vertriebsaktivitäten wahr und verfolgen eine ethisch verantwortungsvolle und serviceorientierte Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkreisen und Patienten. Weitere Informationen unter www.genzyme.de.

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