Funkwerk schafft bereits im zweiten Quartal die Ertragswende

(PresseBox) (Kölleda, ) .
- Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wieder positiv
- Kostenentlastung von 10 Millionen Euro im ersten Halbjahr erreicht
- Auftragseingang zur Jahresmitte mit 113,7 Mio. Euro um 17 Prozent über Vorjahr
- Umsatzentwicklung zieht im zweiten Quartal an
- Mittelfristige Wachstumserwartung und Ergebnisziel bestätigt

Die Funkwerk AG (ISIN DE0005753149) hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010 bereits die Ertragswende geschafft und wieder ein positives Betriebsergebnis (EBIT) erzielt. 'Damit hat die weitreichende Restrukturierung, der wir den Konzern unterzogen haben, in Verbindung mit den Einschnitten im Personalbestand den beabsichtigten Erfolg gebracht. Funkwerk ist 2010 wieder auf dem Weg zu einem profitablen Unternehmen', schreibt der Vorstand dazu im heute veröffentlichen Halbjahresbericht.

In der Ergebnisgesamtrechnung des auf professionelle Informations- und Kommunikationssysteme spezialisierten Technologieunternehmens zeigen sich demnach immer mehr die positiven Wirkungen der 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und zur Fixkostenreduzierung. So konnten im Vorjahresvergleich im zweiten Quartal Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt fast 6 Mio. Euro - und damit kumuliert im ersten Halbjahr um annähernd 10 Mio. Euro - abgesenkt werden. Statt eines Quartalsverlustes von rund 3 Mio. Euro wie noch 2009 steht unter dem Strich so für das zweite Quartal 2010 ein positives Betriebsergebnis von 0,1 Mio. Euro.

Drei von vier Geschäftsfeldern wieder in der Gewinnzone

Für das erste Halbjahr ergibt sich daraus auf Konzernebene ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -2,7 Mio. Euro (2009: -5,9 Mio. Euro). Der negative Wert zum Halbjahr 2010 wurde fast ausschließlich durch das Segmentergebnis von -4,2 Mio. Euro des noch in der Restrukturierung befindlichen Geschäftsbereichs Security Communication verursacht. Alle übrigen Geschäftsfelder dagegen erwirtschafteten im zweiten Quartal wieder Gewinn und lagen teilweise im Ergebnis deutlich über Plan. Bedingt durch höhere Zins- und Steueraufwendungen ergab sich für das erste Halbjahr 2010 im Funkwerk-Konzern ein Periodenergebnis nach Zinsen und Steuern von -3,5 Mio. Euro (2009: -4,8 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis pro Aktie von -0,43 Euro (2009: -0,58 Euro).

Für das zweite Halbjahr erwartet Funkwerk beim Umsatz, insbesondere aber auf der Ergebnisseite steigende Werte. Darauf deutet der Auftragseingang hin, der auch im zweiten Quartal mit 52,3 Mio. Euro über dem Vorjahr (47,8 Mio. Euro) lag. Im ersten Halbjahr 2010 verbuchte Funkwerk damit neue Aufträge im Volumen von 113,7 Mio. Euro (2009: 97,9 Mio. Euro). Damit wurden die Planwerte leicht übertroffen, wobei vor allem der Bereich Traffic & Control Communication eine erfreuliche Entwicklung zeigte. Der Auftragsbestand stellte sich zum Berichtsstichtag auf 107,4 Mio. Euro, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr (97,5 Mio. Euro).

Erholung kommt mit Verzögerung an

Von April bis Ende Juni zog die Geschäftsentwicklung im Funkwerk-Konzern an. So erhöhten sich die Erlöse gegenüber dem ersten Quartal um rund 12 Prozent auf 53,3 Mio. Euro. 'Damit kommt die weltwirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Konjunktureinbruch 2009 nun offensichtlich mit einer leichten Verzögerung auch bei Funkwerk an', so der Vorstand in seinem Halbjahresbericht. Funkwerk liefert mit seinen Informations- und Kommunikationssystemen hauptsächlich Infrastruktur, deren konjunkturelle Entwicklung im Allgemeinen sowohl dem Konsum als auch den Investitionen hinterherhinkt. 'Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen jedoch deutlich, dass die Talsohle durchschritten ist und die Erholung für Funkwerk eingesetzt hat', so der Vorstand.

Auf Halbjahressicht erzielte Funkwerk Erlöse von 100,7 Mio. EUR (Vorjahr 113,9 Mio. Euro), das sind rund 12 Prozent weniger als im Vorjahr. 'Das ist zum einen begründet durch den extrem schwachen Auftragseingang zum Jahresende 2009, zum anderen aber auch die Konsequenz aus der Restrukturierung und Konzentration der Produktpalette, der Endkonsolidierung einer französischen Gesellschaft sowie durch den politisch bedingten Stillstand der Geschäftsaktivitäten in Algerien', heißt es dazu im Halbjahresbericht.

Ertragslage verbessert sich sukzessive

Die Ertragslage der Funkwerk AG hat sich im ersten Halbjahr 2010 sukzessive verbessert. Dabei zeigte sich in drei von vier Geschäftsbereichen eine eindeutige Stärkung der Ertragskraft. Lediglich der Geschäftsbereich Security Communication musste dem Stillstand bei den Großprojekten in Algerien sowie der laufenden Restrukturierung Tribut zollen und weitete im Halbjahresvergleich bei einem rückläufigen Umsatz (23,1 Mio. Euro gegenüber 31,9 Mio. Euro in 2009) sein Defizit aus. 'Damit ist jedoch die Spitze erreicht, im weiteren Jahresverlauf ist hier mit einer Reduzierung der operativen Verlustsituation zu rechnen', schreibt der Vorstand. Mit der Neuausrichtung, der voranschreitenden Integration und der damit verbundenen Synergieeffekte wird für Security Communication insgesamt eine stabile, tendenziell steigende Geschäftsentwicklung mit einer sukzessiven Verbesserung der Ergebnissituation prognostiziert.

Der Geschäftsbereich Automotive Communication (AC) hat im zweiten Quartal wieder die Gewinnschwelle erreicht. Im OEM-Geschäft für die Automobilindustrie etablierte sich dabei wieder ein leicht positiver Trend. Hinzu kam die erfreuliche Zunahme des Geschäfts mit Funktranspondern im Produktbereich Avionik. Für das erste Halbjahr ergab sich mit 15,1 Mio. Euro so bei den Erlösen ein Zuwachs von über 6, Prozent zum Vorjahr (14,2 Mio. Euro). Im zweiten Halbjahr ist eine Fortsetzung des leicht positiven Trends in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erwarten.

Das Geschäftsfeld Enterprise Communication (EC) entwickelt sich trotz starken Wettbewerbsdrucks stabil und liefert nunmehr zuverlässig positive Ergebnisbeiträge. Hier haben sich die betriebswirtschaftlichen Parameter so verbessert, dass das Geschäft mit TK-Anlagen, Netzwerk- und Datensicherheitslösungen auch auf vergleichsweise niedrigem Umsatzniveau profitabel ist. Bei einem Halbjahresumsatz von 13,9 Mio. Euro (2009: 16,4 Mio. Euro) erzielte EC so ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 0,7 Mio. Euro (2009: 1,8 Mio. Euro). Im Vorjahresvergleich ist dabei zu berücksichtigen, dass 2009 ein einmaliger Lizenzverkauf von 2,3 Mio. Euro verbucht werden konnte.

Starker Auftragszugang bei Traffic & Control Communication

Der größte Geschäftsbereich von Funkwerk, Traffic & Control Communication (TCC), ist im ersten Halbjahr wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und lässt für die zweite Jahreshälfte ein weit überdurchschnittliches Wachstum erwarten. Zwar blieben die Halbjahreserlöse per Ende Juni bedingt durch die Aufgabe von Randaktivitäten und die Endkonsolidierung einer französischen Tochtergesellschaft mit 48,6 Mio. Euro noch hinter dem Vorjahr (2009: 51,4 Mio. Euro) zurück, die Belebung des Geschäfts mit Kommunikations-, Management- und Informationssystemen für Verkehrsbetriebe und Hersteller von Verkehrsinfrastrukturen dürfte jedoch voraussichtlich sogar stärker ausfallen als geplant. Darauf deutet die starke Zunahme der Auftragseingänge hin. Mit 59,5 Mio. Euro lagen sie per Ende Juni um 30 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (45,7 Mio. Euro). Das operative Ergebnis des Segments erhöhte sich weiter und erreichte per Ende Juni 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: -2,2 Mio. Euro).

In seiner Gesamtprognose für 2010 hält der Funkwerk-Vorstand an den bislang kommunizierten Zielen fest. So bilde die überraschend starke und schnelle Erholung der Weltwirtschaft einen günstigen Rahmen für die Geschäftsentwicklung. Allerdings stehe den dadurch ausgelösten Wachstumsimpulsen als Risiko jedoch die Abhängigkeit vieler Funkwerk-Kunden von ausreichenden Finanzierungsmöglichkeiten oder staatlichen Förderungen gegenüber. Einschränkungen, wie sie jüngst im Zuge der Schuldenkrise der westlichen Industriestaaten und notwendiger Haushaltskonsolidierungen wieder näher gerückt sind, könnten hier zu Verschiebungen oder zur Absage von Projekten führen.

Mittelfristiges Margenziel von 8 Prozent

'Vor diesem Hintergrund hat Funkwerk seine Geschäftstätigkeiten weiter konzentriert und die Fixkosten soweit abgesenkt, dass selbst bei einer flachen Geschäftsentwicklung die Rückkehr in die Gewinnzone möglich ist. Auf der anderen Seite stehen genügend Ressourcen zur Verfügung, um ein - gemessen an der Gesamtwirtschaft - überdurchschnittliches Wachstum zu bewältigen. Dies lässt auch für den Gesamtkonzern im laufenden Geschäftsjahr wieder einen operativen Gewinn erwarten. Darüber hinaus halten wir an dem mittelfristigen Margenziel vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8 Prozent fest', schreibt der Vorstand in seinem Ausblick.

Den vollständigen Bericht zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 der Funkwerk AG finden Sie im Internet unter www.funkwerk.com sowie auf der Homepage der Deutschen Börse.

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