Der Einzelhandel im Wandel Teil 2

Innenstädte - vom Aushängeschild zum Problemfall

(PresseBox) (Kassel, ) Sieht man sich viele Innenstädte an, so muss man erkennen, dass sich die Lage in den letzten Jahren weiter verschärft hat. Zahlreiche Regionen sind von Leerstand geprägt, das Angebot austauschbar oder durch ein Überangebot an Ein-Euro-Läden, sowie Billiganbietern unattraktiv.

In vielen Regionen nimmt der Verfall der Infrastruktur dramatische Ausmaße an. Im Ruhrgebiet kann schon seit Jahrzehnten beobachtet werden, wie Innenstädte Kaufkraft verlieren und so eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, die kaum mehr aufgehalten werden kann. Zahlreiche Einkaufszentren ziehen Kunden in die Speckgürtel der Städte, sinkende Kaufkraft und Arbeitslosigkeit führen zu vielen Ein-Euro-Läden und Billiganbietern und machen den Einkauf für zahlungskräftigeres Publikum uninteressant.

Nur wenige Städte profitieren noch von Zuzug und dem Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen in zukunftsträchtigen Branchen. So wie das Ende des Kohlebergbaus und die Schließung von Hochöfen das Ruhrgebiet hart getroffen haben, deindustrialisieren sich mittlerweile ganze Landstriche. Es ist kein einfacher Wandel, keine kleine Anpassung mehr in der Wirtschaft, Deutschland befindet sich mitten in einem epochalen Wandel. Was die Industrialisierung Anfang des 20ten Jahrhunderts für viele etablierte Handwerke war, führt nun wieder zu einem immer schnelleren Niedergang ganzer Branchen, die uns unser Leben lang begleitet haben.

Die Verunsicherung unter den Menschen ist groß. Die Einkommen gerade der Jüngeren sinken, die Älteren zehren von einer Rentengarantie, die schon in naher Zukunft nicht mehr finanzierbar sein wird.

Das merkt der Handel schon seit Jahren anhand stagnierender Umsatzzahlen.

"Zwar verschiebt sich immer mal die Konsumbereitschaft z.B. von Kleidung, auf Elektronik und wieder zurück," beschreibt Herr Dietmar Fuleda, Geschäftsführer der Fuleda KG - Unternehmensberatung für den Einzelhandel, die Situation, "aber grundsätzlich ist der Anteil des Einzelhandels am Bruttosozialprodukt inflationsbereinigt seit langem rückläufig."

Schon zwischen 1995 und 2005 sank der Anteil des Einzelhandelsumsatzes nach Zahlen der DB research am privaten Verbrauch von 35,2 auf 29,3%.

Die Konsequenzen sind häufig wechselnde Ladenbesitzer, schließende Traditionshäuser und Insolvenzen ganzer Kaufhausketten. All dies kann bereits in vielen Städten beobachtet werden. Viele Innenstädte stehen kurz vor dem Kollaps. Werden die Hoffnungen auf ein paar neue Straßenlaternen, den Weihnachtsmarkt oder Mitternachtseinkäufe gesetzt, zeigt sich die ganze Verzweiflung vieler Einzelhändler.

"Wer jetzt noch darauf hofft, dass die Zeiten wieder besser werden, der hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Für den empfiehlt sich nur die Aufgabe seines Geschäfts.", meint Herr Fuleda, "Jetzt Initiative ergreifen und nicht erst warten, bis einem das Wasser über dem Kopf steht, heißt die Devise."

Neuen Herausforderungen muss mit neuen Konzepten begegnet werden. Schon im Mittelalter entwickelten sich Einzelhändlergemeinschaften, die auf Märkten ihre Waren anboten. Hieraus entstanden oft befestigte Städte, die den Händlern zusätzlichen Schutz boten. Nicht nur die Händler profitierten von diesen Märkten, auch die Einwohner konnten sich nun direkt in der Stadt mit lebensnotwendigen Dingen versorgen. Es entstand eine beidseitige Abhängigkeit, die erst mit zunehmender Mobilität der Menschen abnahm. Die Innenstädte müssen nun wieder zum zentralen Einkaufsbereich für alle Einwohner werden.

"Es geht jetzt vor allem darum, das Potential in Deutschland zu aktivieren. Wir sind immer noch ein wohlhabendes Land, aber wenn die Menschen immer nur zum Sparen motiviert werden, dann hat das auch Auswirkungen auf den Handel." erläutert Dietmar Fuleda die Situation, "Immer nur billig kann in einer zentralen Lage nicht funktionieren und zerstört die Vielfalt des städtischen Einzelhandels."

Alle Einwohner einer Stadt sind von dieser Entwicklung betroffen. Wer sich auf der Straße nicht mehr wohl fühlt und abends das Haus nicht mehr verlässt, weil er um seine Sicherheit fürchtet, der erlebt den Extremfall eines Niedergangs, den sich niemand wünscht.

Daher ist schnelles Handeln wichtiger denn je. Erst wem die Möglichkeiten komplett ausgehen, kann eine Pleite nicht mehr abwenden.

Das 3-Stufen-Programm für den aktiven Einzelhandel unterstützt dabei den einzelnen Händler. Gleichzeitig unterstützen die Experten der Fuleda KG auch komplette Quartiere und Händlerinitiativen bei ihrem Kampf gegen die Verödung der Innenstädte.

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