Frost & Sullivan: Google TV nimmt durch bevorstehendem Start auf dem US-Markt konkrete Formen an

Analystenkommentar

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Google TV steht kurz vor der Markteinführung in den USA. Das Unternehmen hat in diesem Zuge einige Details über eine Reihe von neuen Content-Partnerschaften bekannt gegeben, die das Interesse der Nutzer wecken und das Potential dieses neuen Angebotes stärken sollen. Durch Google TV möchte Google seine dominierende Stellung im Web nun auch auf den Fernseher übertragen.

Adrian Drozd, Principal Analyst für den ICT-Bereich bei Frost & Sullivan, erklärt: "Da Apple und andere Unternehmen, wie Yahoo! und Roku, sich ebenfalls darauf konzentrieren, ein vernetztes TV-Erlebnis für den Mainstream zur Realität werden zu lassen, hat Google durchaus Konkurrenz. Die Größenordnung und Ausrichtung, mit der Google den Nutzern ein besser integriertes TV-Erlebnis liefern möchte, dürfte dem Unternehmen jedoch eine starke und vorteilhafte Position im Wettbewerb verschaffen." Geräte für Google TV von Logitech (eine externe Set-Top-Box) und Sony (integrierte TV- and Blu-ray-Geräte) sollen Ende des Monats auf den US-Markt kommen.

Google TV war im Mai 2010 angekündigt worden. Inzwischen befinden wir uns in der nächsten Entwicklungsphase und Google hat eine Reihe von Vereinbarungen im Content-Bereich bekannt gegeben, darunter TV-optimierte Websites sowie Inhalte und Applikationen für Video-on-Demand. Die Verfügbarkeit von attraktiven Inhalten ist ein grundlegender Faktor, um die Potentiale für den Markt für vernetztes Fernsehen auszuschöpfen. Bekannt gegeben wurden Vereinbarungen mit Turner Broadcasting, Napster, Twitter, HBO, Amazon VOD, Netflix und NBA - um nur einige zu nennen.

"Google TV hat jedoch noch keine Unterstützung seitens der großen US-TV-Networks und wird sich in den nächsten Wochen und Monaten darauf konzentrieren müssen, diesbezüglich Fortschritte zu machen, um den Nutzern attraktivere Angebote machen zu können", meint Drozd. "Für das Jahr 2011 ist die weltweite Markteinführung vorgesehen und Google wird dafür seine Content-Beziehungen außerhalb der USA erweitern müssen, um Nutzern in anderen Märkten lokale und relevante Dienstleistungen anbieten zu können."

Apple brachte im September eine überarbeitete Version seines Apple-TV-Geräts auf den Markt, und ein Vergleich zwischen den Angeboten der beiden Unternehmen im Bereich vernetztes Fernsehen liegt daher nahe. "Apple hat einen deutlichen Vorsprung beim Preis ($99 im Vergleich zu $299 für das Revue-Gerät von Logitech), bei der Nutzbarkeit und beim Produktdesign. Dennoch gehen die Möglichkeiten von Google TV über das auf urheberrechtlich geschützte Technologie und "Walled-Garden"-Prinzip basierende Angebot von Inhalten von Apple hinaus. Googles Ziel ist, eine Softwareplattform zur Verfügung zu stellen, die Rundfunk- und Internet-basierte Inhalte auf dem Fernseher nahtlos zusammenbringt", erläutert der Analyst von Frost & Sullivan.

Google TV liefert mit einem integrierten Web-Browser vollen Zugang zum Internet und fügt sich somit in die lineare TV-Umgebung ein, was neue Möglichkeiten für Google und seine Partner eröffnet, vor allem im Bereich Werbung. "Auch die Verfügbarkeit von Android-Applikationen dürfte ein entscheidender Vorteil sein, da Apple bisher noch keine Inhalte des App-Stores über sein Apple TV-Gerät verfügbar gemacht hat. Google hingegen wird zugleich mit der TV-Plattform eine Reihe von Anwendungen auf den Markt bringen, die zweifellos rasch zunehmen werden, sobald sich die Plattform durchsetzt und mehr Entwickler spezifische Inhalte kreieren. Der bereits im mobilen Sektor bewährte offene Ansatz von Google dürfte sich also auch hier lohnen. Die Möglichkeit der Suche in TV- und Web-basierten Inhalten verleiht Google einen wichtigen Wettbewerbsvorteil, nicht nur gegenüber Apple, sondern auch gegenüber andern möglichen Quellen für vernetztes Fernsehen, wie Spielekonsolen und hybriden Set-Top- Boxen."

Zurzeit hat Google erst mit einem Pay-TV-Anbieter Verbindungen geknüpft, und zwar mit Dish Network. "Durch derartige Verbindungen kann Google TV zu einem vollständig integrierten Dienst werden, mit dem zum Beispiel Fernsehshows direkt über die Google-Schnittstelle aufgenommen werden können, anstatt zwischen dieser und der EPG eines Anbieters wechseln zu müssen. Da die Nutzbarkeit einen vitalen Erfolgsfaktor darstellt, werden mehr Partnerschaften dieser Art erforderlich sein. Eine der entscheidenden Herausforderungen wird jedoch darin bestehen, die Kabelanbieter davon zu überzeugen, dass Google TV eine unentbehrliche Erweiterung und keine Bedrohung im Wettbewerb darstellt", bemerkt Adrian Drozd abschließend.

Adrian Drozd ist Principal Analyst der ICT-Gruppe bei Frost & Sullivan. Sein Schwerpunkt liegt auf der Beobachtung und Analyse der aktuellen Trends, Technologien und des Marktgeschehens in den Bereichen Digitale Medien und Telekommunikation. Wenn Sie direkt mit Adrian Drozd in Verbindung treten wollen, wenden Sie sich bitte an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Frost & Sullivan

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

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