"Zukunft als Herausforderung"

Ringvorlesung der Universität Erlangen-Nürnberg

(PresseBox) (Erlangen, ) Die Ringvorlesung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beschäftigt sich im Sommersemester 2010 mit dem Thema "Zukunft als Herausforderung". Experten beleuchten Kulturtechniken der Zukunftsbewältigung aus der Perspektive der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Die Veranstaltungen fi nden ab 9. Juni 2010 jeweils mittwochs statt und beginnen um 18 Uhr in der Aula des Erlanger Schlosses. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt bildet ein Vortrag von Prof. Dr. Rainer Trinczek, Lehrstuhl für Soziologie I, am 9. Juni zum Thema "Handeln trotz Kontingenz!? Zum paradoxen Verhältnis der Soziologie zu Zukunft und Prognose". Darin baut er den Gedankengang aus, dass trotz einer Skepsis gegenüber der Prognostizierbarkeit von Zukünftigem in der Forschung berücksichtigt werden muss, dass gesellschaftliche Akteure nur auf der Grundlage von gewissen Annahmen über die Zukunft handeln können.

Ihm folgt am 16. Juni Prof. Dr. Heiner Bielefeldt vom neu eingerichteten Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik mit einem Vortrag über "Die Zukunft des internationalen Menschenrechtsschutzes". Er erläutert die Weiterentwicklung des Menschenrechtsschutzes nach dem Zweiten Weltkrieg und stellt konkrete Perspektiven für eine Stärkung des Menschenrechtsschutzes zur Diskussion.

Am 23. Juni richtet Prof. Dr. Klaus Herbers vom Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters seinen Blick darauf, wie in der Vergangenheit mit Zukunftsvorhersagen verfahren wurde. Er befasst sich mit dem Thema "Was sagen die Sterne, was sagt die Bibel? Zukunftsbestimmung und Zukunftsdeutung im Mittelalter".

Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm vom Lehrstuhl für Sozialpsychologie spricht am 30. Juni zum Thema "Zukunft der Erwerbsarbeit im Spiegel der Geschlechterbeziehungen. Das Beispiel Medizin".Sie stellt dar, wie sich die hohe und weiterhin steigende Zahl weiblicher Medizinstudierender auf die Gestaltung und Organisation medizinischer Arbeitsplätze auswirkt und wie individuelle Lebensentwürfe durch die Gegebenheiten dieses Erwerbsbereichs beeinfl usst werden. Im zweiten Teil des Vortrags werden verschiedene Szenarien von "possible futures" in diesem Bereich entworfen und vergleichend diskutiert.

Der Vortrag von Prof. Dr. Christine Lubkoll vom Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturgeschichte und als Vertreterin des Elitestudienganges 'Ethik der Textkulturen' befasst sich mit dem Thema "Horror und Hoffnung. Zukunft denken in der Literatur des 20. Jahrhunderts". Am 14. Juli stellt sie Walter Benjamins Vision vom "Engel der Geschichte" und Ernst Blochs "Prinzip Hoffnung" vor und einander gegenüber. Beide Modelle haben literarische Antizipationen und Darstellungsweisen der Zukunft entscheidend geprägt.

Die Ringvorlesung schließt am 21. Juli mit einem Vortrag von Prof. Dr. Michael Lackner vom Lehrstuhl für Sinologie und Sprecher des Internationalen Forschungskollegs 'Schicksal, Freiheit und Prognose'. Unter dem Titel "Der Boom der Wahrsagung in China: ein neues Modul für chinesische Identität?" referiert er über Zukunftsvorstellungen in Fernost.

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